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Die Schwaben Ein neuer Blick auf die Frühgeschichte unseres Kontintents. von Schmoeckel, Reinhard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.04.2016
  • Verlag: Books on Demand
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Die Schwaben

Die Sarmaten, ein den alten Persern verwandtes Reiterhirtenvolk an der mittleren und unteren Donau, wanderten in der Völkerwanderungszeit in kleinen Gruppen nach den Hunnen nach Mittel- und Osteuropa ein. Anders als diese waren die Sarmaten keine Plünderer und Eroberer, darum hat man sie vergessen. Ihre adligen Anführer wurden zur Führungsschicht mehrerer deutscher Stämme im Frühmittelalter. Auch alle deutschen Kaisergeschlechter hatten wohl sarmatische Urahnen. Wie diese Sarmaten im 5. Jahrhundert nach Südwestdeutschland kamen und mit den dortigen germanischen Sueben zu einem neuen Volk, den Schwaben, zusammenwuchsen, beschreibt dieser Band der Buchreihe. Die "akademische" Geschichtsforschung weiß nichts davon, weil es keine alten Schriftquellen dazu gibt. Aber Indizien aus zahlreichen anderen Wissenschaften bringen überzeugende Beweise für die Richtigkeit der hier zusammengetragenen Forschungen.

Reinhard Schmoeckel, geboren 1928 in Berlin, promovierter Journalist. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Redakteur einer Tageszeitung Jurastudium, danach Arbeit in mehreren obersten Bundesbehörden in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn. Daneben populärwissenschaftlicher Forscher und Schriftsteller zur Geschichte der Menschen lange vor unserer Zeit. Die Forschungen nach den Sarmaten dauern schon 20 Jahre und fanden ein solches Echo durch sachdienliche Hinweise von Lesern, dass im Laufe der Zeit immer neue Bücher nötig wurden.

Produktinformationen

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Die Schwaben

I.

Sarmaten: ein stolzes Volk berittener Hirten - aber ganz anders als die Hunnen

1. Die Vorväter

Der Teil I dieses Buches ist eine Kurzfassung dessen, was in dem grundlegenden Buch diese Reihe, dem Band 1, Sarmaten - Unbekannte Väter Europas, ausführlich und mit Literaturnachweisen beschrieben ist. Er soll dazu dienen, dem Leser dieses Buches wenigstens eine kurze Übersicht von dem zu geben, was man heute über dieses so zu Unrecht vergessene Volk weiß. Damit soll er in die Lage versetzt werden, das einordnen zu können, was im Hauptteil II über das Wirken von sarmatischen Einwanderern nach Schwaben vor anderthalb Jahrtausenden berichtet werden kann.

Nahezu jeder Deutsche, der eine höhere Schule besucht hat, kennt den Völkernamen Hunnen: ein Volk aus Innerasien, das einst vor vielen Jahrhunderten Angst und Schrecken über die Völker Europas gebracht hat.

Fast niemand kennt jedoch ein Volk, das etwa zur gleichen Zeit in Erscheinung trat und auch, oberflächlich betrachtet, manche Ähnlichkeit mit den Hunnen hatte, sich aber dennoch ganz anders verhielt. Darum hat man es vergessen. Das waren die Sarmaten.

Dieses Volk gehörte zu den "Ariern". Dieser Begriff hat nichts mit "Menschenrassen" zu tun, wie die Nazis einst behaupteten, sondern mit Sprachen. Fast alle Sprachen, die heute in Europa (zum Teil inzwischen auch in vielen anderen Erdteilen) benutzt werden, gehören zur sogenannten Familie der indoeuropäischen Sprachen. Vor Jahrtausenden waren sie alle eng mit einander verwandt, ja sie müssen vor noch längerer Zeit einmal aus einer gemeinsamen Wurzel entsprungen sein.

Die Geburtsstätte der Menschen, die einst diese Wurzel bildeten, muss irgendwo in den Weiten Innerasiens gelegen haben, irgendwo zwischen Schwarzem Meer und Pamir. Nach langer Ungewissheit lässt sich das heute mit einiger Wahrscheinlichkeit sagen. Ein Teil dieser Menschen mit indoeuropäischen Sprachen ist später, Jahrtausende vor Christi Geburt, nach Westen, nach Europa, ausgewandert, andere Teile nach Indien. Sie haben ihre Sprachen mitgenommen und den Menschen aufgezwungen, zu denen sie damals kamen. Daher der Name der Sprachfamilie.

Im innerasiatischen Heimatgebiet waren natürlich noch größere Gruppen zurückgeblieben, von ihnen wanderten etwas später die aus der Geschichte der antiken Welt bekannten Perser in ihre neue Heimat ein. Die sich damals noch sehr ähnlichen Sprachen der alten Inder und Perser nannten die damaligen Sprecher die der "Arier", der "Reinen". Aus dieser Sprach gruppe des "Nordiranisch-Arischen" stammt auch die Sprache der Sarmaten.

Genetisch waren ursprünglich sicher alle die Nutzer dieser Sprachen ebenfalls miteinander verwandt. Sie zeigten äußerlich die helle Haut und früher auch helle Haare und andere Merkmale, die die "Europiden" noch heute im Allgemeinen von "Mongoliden" oder "Negriden" unterscheiden. Das sind die wichtigsten menschlichen Erscheinungsformen (nicht "Rassen"), die sich im Laufe der Entwicklung des "Homo sapiens" herausgebildet haben.

Bei den Indoeuropäern, die in Mittelasien zurückgeblieben worden waren - die "Zuzügler" nach Europa waren schon vorher aufgebrochen -, trat bei den Menschen, die dort verblieben waren, ein wichtiger Wandel ihrer Lebensweise ein. Bisher hatten sie mit den Methoden und Hilfsmitteln der Steinzeit einfachen Ackerbau betrieben und Vieh gezüchtet: Schafe, Ziegen, bald auch schon Rinder und Pferde.

Doch dann lernten die Menschen in den Steppen zwischen Schwarzem Meer und Pamir, dass die Wildpferde, die in riesigen Herden dort lebten, noch viel besser zu nutzen waren als zum Verzehr oder zum Ziehen von Wagen. Man konnte auf ihnen reiten. Diese epochemachende "Erfindung" scheint erst am Anfang des letzten vor christlichen Jahrtausends dort in den Steppen Südrusslands (heute Kasachstan) gelungen zu sein. Sie hat wohl in nur wenigen Jahrzehnten alle dort lebenden Mens

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