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Römische Militärgeschichte von Nemeth, Eduard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2015
  • Verlag: WBG
eBook (ePUB)
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Römische Militärgeschichte

Von der bäuerlichen Siedlung am Tiber zum mächtigen Imperium Romanum - die Expansion Roms ist spektakulär. Dabei spielte die Durchschlagskraft und Organisation des Heerwesens die entscheidende Rolle. Aber die Legionen eroberten nicht nur ein gigantisches Reich, sie verbreiteten auch die lateinische Kultur und Sprache. Eduard Nemeth und Florin Fodorean, Experten für römische Militärgeschichte, zeichnen auf Basis des neuesten Forschungstandes die Entwicklungen des römischen Militärs vom Bürgerheer der römischen Frühzeit bis zum 'barbarisierten' Militär der Spätantike nach. Neben Organisation und Struktur der Armee analysieren sie Militärstrategien ebenso wie große Siege und schmachvolle Niederlagen und bietet damit eine kompakte Einführung in die römische Militärgeschichte.

Eduard Nemeth lehrt Alte Geschichte an der Universität von Cluj-Napoca in Rumänien. Seine Schwerpunkte sind die Geschichte des Römischen Imperiums im Allgemeinen sowie speziell die römische Militärgeschichte und Provinzialarchäologie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 134
    Erscheinungsdatum: 01.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783534735686
    Verlag: WBG
    Serie: Geschichte kompakt Bd.122
    Größe: 3039kBytes
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Römische Militärgeschichte

I. Die Anfänge der Römischen Armee: Das Heer der Bürger

753 v. Chr. Sagenhaftes Gründungsdatum Roms 753-509 v. Chr. Zeit des Königtums in Rom 509-31 v. Chr. Zeit der Römischen Republik 578-534 v. Chr. Der Überlieferung zufolge Herrschaftszeit des Servius Tullius 4.-3. Jahrhundert v. Chr. Übergang der römischen Armee von der Phalanx- zur Manipularordnung 1. Das Heer der Königszeit

Die Armee des Königtums

Über die Anfänge des römischen Heeres ist wenig bekannt. Als gesichert kann jedoch gelten, dass die ersten Formen der Armee Roms sowohl in der Zeit der Könige als auch in derjenigen der Republik als "Bürgerarmee" bezeichnet werden können. Dies bedeutete, dass der Wehrdienst für jeden römischen Bürger eine Pflicht und eine Ehre zugleich war. Wie bei einer jeden Bürgerarmee war auch diejenige des frühen Rom eng mit der sie tragenden Gesellschaftsstruktur verbunden. Die römische Tradition spricht von einer Einteilung der römischen Bevölkerung in drei ursprüngliche Stämme ( tribus ), die alle Namen etruskischer Herkunft trugen: Ramnes , Tities und Luceres . Die Stämme waren ihrerseits in je zehn centuriae ("Hundertschaften") geteilt; jeder Stamm stellte also 1000 Mann für die Armee bereit. Dies ergibt in dieser frühen Phase der römischen Armee eine Gesamtstärke von 3000 Fußsoldaten. Dazu kamen noch die 300 Reiter der Kavallerie, anscheinend celeres ("die Schnellen") oder equites ("Reiter") genannt. Diese Reiter seien die persönliche Garde des legendären Gründerkönigs Romulus gewesen.

Die oben angegeben Zahlen scheinen sich jedoch schon während der Zeit des Königtums verändert zu haben, wenn wir den Aussagen des etwa fünf Jahrhunderte später lebenden römischen Historikers Livius Glauben schenken. So habe der König Tarquinius Priscus (der fünfte römische König in der traditionellen Königsliste) die Zahl der Reiter auf 600 verdoppelt. Dies wird von den meisten heutigen Historikern für wahrscheinlich gehalten, da diese Anzahl von Reitern noch zu Beginn der republikanischen Zeit gegeben war. Eine andere Einschätzung der Stärke der Armee während des Königtums geht davon aus, dass um das Jahr 550 v. Chr. die Zahl der Fußsoldaten auf 6000 Mann verdoppelt wurde. Dazu seien noch 2400 leicht bewaffnete Infanteristen hinzugefügt worden sowie die besagten 600 Reiter, was eine Gesamtstärke von 9000 Mann ergeben würde. Die Datierung dieses Zuwachses geht von der Annahme aus, dass die sogenannte Reform des Königs Servius Tullius tatsächlich während dessen Herrschaftszeit durchgeführt wurde, was allerdings gar nicht gesichert ist.

Q

Livius über die Verfassung des Servius Tullius

(Livius 1, 43)

Aus denen, die 100.000 As oder ein noch größeres Vermögen besaßen, stellte er 80 Hundertschaften ( centuriae ) zusammen, je 40 der älteren und der jüngeren; alle zusammen hießen die erste Klasse; die älteren sollten für den Schutz der Stadt zur Verfügung stehen, die jüngeren sollten im Felde Kriegsdienst leisten; sie hatten an Rüstung zu stellen Helm, Rundschild, Beinschienen, Panzer - alles aus Bronze und dies zum Schutz des Leibes; als Waffen gegen den Feind Lanze und Schwert. Dieser Klasse wurden zwei Hundertschaften Werkmänner beigestellt, die ohne Waffe dienen sollten; sie hatten die Aufgabe, im Krieg das Gerät zu betreuen.

Die zweite Klasse wurde festgesetzt auf ein Vermögen zwischen 100.000 und 75.000 As, und aus ihnen - aus den älteren und jüngeren zusammen - wurden 20 Hundertschaften gebildet; an Waffen hatten sie zu stellen einen Langschild statt des runden und

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