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Das Leben Jesu Aufsehenerregende Jesus-Biografie - Der historische Jesus (Kindheit und Jugend Jesu + Johannes der Täufer + Jesus zu Kapernaum + Predigten am See + Johannes Tod...) von Renan, Ernest (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.08.2015
  • Verlag: e-artnow
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Das Leben Jesu

Dieses eBook: 'Das Leben Jesu' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. In diesem Werk versucht Renan, das Leben, die Gestalt und den Weg Jesu aus den antiken Verhältnissen seiner Zeit heraus zu erklären und die Gestalt Jesu als die eines Menschen darzustellen, der nach seinem Tod von seiner Gemeinde zum 'Gott' ausgerufen wurde. Am Paradigma eines Evolutionismus orientiert, sieht Renan die Religionsgeschichte als Fortschritt zu immer größerer moralischer Perfektion. Ernest Renan (1823-1892) war ein französischer Schriftsteller, Historiker, Archäologe, Religionswissenschaftler und Orientalist und Mitglied der Académie française. 1855 gab Renan eine historisch-systematische Konkordanz der semitischen Sprachen heraus. Verschiedene Reisen vor allem in den Nahen Osten führten zur Entstehung seines Hauptwerkes Das Leben Jesu, dessen erster Band 1863 erschien. Aus dem Buch: 'Eine ernste Schwierigkeit stellte sich entgegen: Das war seine Geburt in Nazareth, die allgemein bekannt war. Wir wissen nicht, ob Jesus gegen diesen Einwand kämpfte. Vielleicht wurde dieser weniger in Galiläa laut, wo die Annahme, daß der Sohn Davids in Bethlehem geboren sein müßte, weniger verbreitet war. Für den galiläischen Idealisten war übrigens der Titel 'Sohn Davids' genügend begründet, wenn der, dem er beigelegt wurde, den Ruhm seines Volkes wieder hob und die schönen Tage Israels wieder zurückbrachte. Beglaubigte er durch sein Schweigen die fiktive Genealogie, die seine Parteigänger erdachten, um seine königliche Abstammung zu beweisen?'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 232
    Erscheinungsdatum: 19.08.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026842903
    Verlag: e-artnow
    Größe: 875 kBytes
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Das Leben Jesu

Erstes Kapitel.

Inhaltsverzeichnis Die Stellung Jesu in der Weltgeschichte.

Das Hauptereignis der Weltgeschichte ist die Umwälzung, wodurch die edelsten Teile der Menschheit von den mit dem unbestimmten Ausdruck Heidentum bezeichneten alten Religionen zu einer neuen bekehrt wurden, die auf die göttliche Einheit, die Dreieinigkeit und die Menschwerdung des Gottessohnes begründet ist. Diese Bekehrung brauchte zu ihrer Durchführung fast ein Jahrtausend. Die neue Religion selbst bedurfte zu ihrer Ausgestaltung mindestens dreihundert Jahre. Doch der Ursprung dieser Umwälzung ist eine Tatsache, die unter den Regierungen des Augustus und Tiberius stattgefunden hat. Damals lebte ein Mann, der allen Zeitgenossen überlegen war und durch kühnes Beginnen und durch die Liebe, die er einzuflößen wußte, den Gegenstand des künftigen Glaubens der Menschheit schuf und dessen Ausgangspunkt festsetzte.

Sobald sich der Mensch vom Tier unterschied wurde er religiös, das heißt, er sah in der Natur etwas, was über die Wirklichkeit hinaus gehe, in sich selbst etwas, was über den Tod hinaus gehe. Durch Jahrtausende verirrte sich diese Empfindung in der sonderbarsten Weise. Bei vielen Völkern ging sie nicht über den Glauben rohster Art an Zauberer hinaus, wovon wir noch Beispiele in einigen Teilen Australiens finden. Bei anderen wieder kam das religiöse Gefühl in scheußlicher Menschenschlächterei zum Ausdruck, wie es z.B. die alte Religion Mexikos zeigte. Anderwärts wieder, besonders in Afrika, wurde es zum Fetischdienst, zur göttlichen Verehrung materieller Dinge, denen eine übernatürliche Kraft zugesprochen wurde. So wie der Liebestrieb zuweilen den niedrigsten Menschen erhebt, aber zuweilen auch ihn zu Laster und Wildheit führt, so mochte lange Zeit das religiöse Gefühl zu einem Krebsschaden der Menschheit werden, der vernichtet werden mußte, weil er Irrtümer und Verbrechen schuf, deren Ausmerzung die Weisen erstrebten.

Die glänzende Civilisation, die sich schon in alten Tagen in China, Babylon, Ägypten entfaltete, schuf auch bei der Religion gewisse Fortschritte. China kam frühzeitig zu einem Mittelmaß gesunder Erkenntnis, die große Verirrungen verhinderte. Weder die Vorteile, noch die Nachteile des religiösen Gefühls äußerten sich da. Wenigstens nahm es in dieser Beziehung keinen Einfluß auf die Richtung der großen Strömungen der Menschheit. Die Religionen Babylons und Syriens hatten stets eine gewisse Sinnlichkeit. Sie waren bis zu ihrem Erlöschen im 4. oder 5. Jahrhundert unserer Zeitrechnung Schulen der Unsittlichkeit, in die zufolge einer gewissen poetischen Anschauung, zuweilen einige durchdringende Streiflichter auf die göttliche Welt durchbrachen. Ägypten hatte, trotz seines scheinbaren Fetischdienstes, frühzeitig metaphysische Dogmen und eine hohe Symbolik. Aber sicherlich waren diese Erläuterungen einer verfeinerten Theologie nicht ursprünglich. Ein klar denkender Mensch fand noch nie daran Vergnügen seine Gedanken in Symbole zu kleiden. Gewöhnlich sucht man zufolge langer Betrachtungen und zufolge der Unmöglichkeit, für den Menschengeist das Abgeschmackte ohne weiteres anzuerkennen, Gedanken in den alten mystischen Bildern, deren Bedeutung verloren gegangen ist. Übrigens ist nicht Ägypten die Wiege des menschlichen Glaubens. Die Elemente, die in die Religion des Christen nach mannigfaltigen Veränderungen von Ägypten und Syrien eindrangen, waren bedeutungslose Formen, Schlacken wie sie der reinste Kultus noch enthält. Der Hauptfehler der erwähnten Religionen war ihr abergläubischer Charakter; was sie in die Welt warfen waren eine Menge von Amuletten und Talismanen. Von Völkern die durch den Despotismus erniedrigt waren, die an Einrichtungen gewöhnt waren, welche der Freiheit des Einzelnen fast gar keinen Spielraum gab, konnte kein großer sittlicher Gedanke ausgehen.

Die Poesie des Fühlens, Glaube, Freiheit, Rechtlichkeit, Hingebung äußerten sich in der Welt er

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