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Die besten Geschichten des Altertums: Alexander der Große und das Weltgriechentum + Frauen der Antike + Zur Kulturgeschichte Roms + Charakterbilder Spätroms und die Entstehung des modernen Europa Römische Charakterköpfe + Legenden aus verklungenen Zeiten und mehr von Birt, Theodor (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.05.2014
  • Verlag: e-artnow
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Die besten Geschichten des Altertums: Alexander der Große und das Weltgriechentum + Frauen der Antike + Zur Kulturgeschichte Roms + Charakterbilder Spätroms und die Entstehung des modernen Europa

Dieses eBook: 'Die besten Geschichten des Altertums: Alexander der Große und das Weltgriechentum + Frauen der Antike + Zur Kulturgeschichte Roms + Charakterbilder Spätroms und die Entstehung des modernen Europa + Römische Charakterköpfe + Legenden aus verklungenen Zeiten und mehr' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Theodor Birt (1852/1933) war ein deutscher Altphilologe und Schriftsteller. Als Pseudonym benutzte er auch den Namen des Humanisten Beatus Rhenanus. Er gehörte dem altphilologischen Zweig des Philologisch-Historischen Vereins an, der später über die wissenschaftlichen Verbindung Hercynia in der Marburger Burschenschaft Rheinfranken aufging. Inhalt: Zur Kulturgeschichte Roms (1909) Römische Charakterköpfe (1913) Charakterbilder Spätroms und die Entstehung des modernen Europa (1919) Alexander der Große und das Weltgriechentum (1924) Das Kulturleben der Griechen und Römer in seiner Entwicklung (1928) Frauen der Antike (1932) Legenden aus verklungenen Zeiten (1916) Von Haß und Liebe (Erzählungen) (1919)

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 15.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026814924
    Verlag: e-artnow
    Größe: 4748 kBytes
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Die besten Geschichten des Altertums: Alexander der Große und das Weltgriechentum + Frauen der Antike + Zur Kulturgeschichte Roms + Charakterbilder Spätroms und die Entstehung des modernen Europa

II. Im Hause

Inhaltsverzeichnis

Griechenland war schon im 3. Jahrhundert v. Chr. wie heute fast vollständig entwaldet. In Italien trat dieselbe Entwaldung erst etwa 500 Jahre später ein. Häuserbau, Heizung und Flottenbau verschlangen auch hier den Wald. Vorläufig aber lieferte der Zimmermann noch für das Haus Dachsparren und Treppenwerk. Die Buche und Linde waren damals noch ein häufiger Baum in Italien. Schrecklich aber fraßen die Feuersbrünste in den Städten. Wie viel bedeuten die Brände für die Stadtgeschichte Roms, wie wenig für die Athens!

Im übrigen war der Häuserbau auch in Italien massiver Steinbau. Die Nachbarhäuser hatten in den Städten stets gemeinsame Zwischenwände. Neben dem Bruchstein diente als Material der gebrannte Ziegel. Mauerziegel, Dachziegel, Stuckbewurf waren vortrefflich und dem modernen an Güte überlegen. Gleichwohl wurde in der Hauptstadt auf das fahrlässigste gebaut. Häusereinsturz war eine ständige Gefahr, und man fuhr in Todesangst zusammen, wenn die Wände knackten.

Wer nach der Kultur eines Volkes fragt, muß vor allem in sein Privathaus eintreten, sei es nun ein Negerzelt oder eine der Villen im Berliner Westend. Immer hat es etwas Intimes, wenn sich ein Privathaus uns öffnet; denn es ist die Muschel, die sich schließt, um das Familienleben zu isolieren. Wie viel Schablone herrscht noch in unseren modernen Häusern! Reichtum tut es nicht. Die wahre Kultur ist da, wo Eigenart herrscht, und schon ein Blick durch die Räume zeigt, ob wir es mit einem Protzen oder einem Gebildeten zu tun haben. Zu den Kulturzwecken des Hauses gehört aber auch dies, daß es das Gemüt nicht beenge, sondern erheitere und freimache.

Ich rede nicht nochmals von den Mietskasernen, die jedenfalls oft ganze Quartiere ausfüllten. Wegen dieser Wohnungsverhältnisse war die Sterblichkeit auch schon damals in den Großstädten verhältnismäßig stark. Nach Cicero sind 46 Jahre das Durchschnittsalter, das der Mensch erreicht. Wer auf einer Etage wohnte, der bewohnte sie eigentlich gar nicht; er lebte meist außer Hause und stand auf den öffentlichen Plätzen herum, wie es noch jetzt überall im Süden geschieht. Solche Riesenhäuser sind wie Columbarien oder Taubenschläge: nur zur Nachtruhe kehren die Flieger heim. 7

Wer dagegen im eigenen Hause wohnt, richtet es so ein, daß er die Hilfe der Straße nicht braucht. So liegt das antike Privathaus zugeknöpft und vornehm an der Straße. Das Ziegeldach fällt vom First gelinde nicht nur nach außen ab, sondern auch nach innen und in den Hof des Hauses. Nur im Oberstock sind ein paar Fenster nach vorn, sonst nichts als blinde Wandfläche, in schönen Quadern oder in Stuckbewurf, der die Quadern nachahmt; gelegentlich war die leere Front auch hübsch mit Gemälden, Landschafts- und Tierbildern belebt, von trefflicher Ausführung. Auf alle Fälle aber ist das Privathaus lediglich Innenbau, der Tempel ist Außenbau gewesen; d. h. die Bauform des ersteren war nicht darauf berechnet, die Straße zu schmücken.

Nach der Vorstellung der Alten, die Vergleiche lieben, hat das Haus aber gleichwohl ein Gesicht; die Front die Stirn, die Fenster die Augen, das Gesims die Brauen, die Türe der Mund ( ostium ). 8 Wehe, wenn der Mund des Hauses zu plaudern anfängt! Es ist die Tür, die den Skandal verrät. Wohl dem Haus dagegen, wo die Tür schweigsam ist und ihre Schwelle liebt! 9

Und das Gleichnis geht noch weiter; denn wer ins Innere tritt, kommt zunächst in den "Schlund" des Hauses; Schlund heißt der Gan

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