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Die V2 - Rakete Entwicklung-Produktion-Abschuss von Elfrath, Ulrich (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.10.2014
  • Verlag: Brandenburg-Buch 2015
eBook (ePUB)
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Die V2 - Rakete

Raketen sind aus dem militärischen Bereich heute nicht mehr wegzudenken. Das Aggregat 4, besser bekannt unter seinem propagandistischen Namen 'Vergeltungswaffe 2 (V2)' erlangte im Zweiten Weltkrieg traurige Berühmtheit. Auch wenn die V2 bei weitem nicht den Erfolg brachte, den ihr die Propaganda zuschrieb, bleibt sie bis heute eine der bekanntesten Raketen. Doch welche technischen Details haben sie ausgezeichnet? Dieses Buch gewährt Einblicke in ihre Entwicklung unter der Leitung Wernher von Brauns. Dabei erklärt die 'V2-Fibel', die den Soldaten als Anleitung diente, mit zahlreichen Illustrationen ihren Abschuss von mobilen Raketenbasen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 137
    Erscheinungsdatum: 13.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783943883978
    Verlag: Brandenburg-Buch 2015
    Größe: 26847 kBytes
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Die V2 - Rakete

Die Vergeltungswaffen vor und nach der V2:

Die Fieseler FZG-76 ("Vergeltungswaffe 1")

Im Juni 1944 überquerten 393 seltsame erscheinende kleine Flugzeuge den Kanal. Die von der englischen Bevölkerung als "Doodlebugs" (Johnson, S.127) bezeichneten Flieger waren die ersten Waffen eines neuen Typs, des Fieseler FZG-76, vom Propagandaministerium des Dritten Reiches auch als "Vergeltungswaffe 1" bezeichnet. Die V1 transportierte 800 kg Sprengstoff und führte in London und Umgebung zu rund 6000 Toten und fast 20.000 Verletzten. Trotz dieser großen Zahl von Opfern konnte kaum von einem militärischen Erfolg gesprochen werden. Es wurden kaum wichtige Rüstungsanlagen getroffen und das Verhältnis von eingesetzten Bomben und Opfern war - immer aus militärischer, nicht aus humanistischer Sichtweise -, unwirtschaftlich. Lediglich psychologisch war von einem gewissen Erfolg zu sprechen. Die Angst vor der V1 führte in den nächsten Monaten zu einer Flucht der Bevölkerung aus den großen Städten auf das Land. Auch wurden ab sofort von der englischen Regierung vermehrt Ressourcen zur Bekämpfung der fliegenden Bomben eingesetzt. Mit dieser Waffe hatte England zum ersten Mal direkt Bekanntschaft mit den Fortschritten des deutschen Raketenprogramms gemacht, an welchem seit den dreißiger Jahren gearbeitet worden war.

Seit 1936 war in Deutschland - vor allem in Peenemünde - verstärkt an unterschiedlichen Varianten von Strahltriebwerken und Raketentypen gearbeitet worden. Wie man sich vorstellen kann, kam es zu zahllosen Fehlschlägen und Zwischenentwicklungen. Dabei wurden auch andere Verwendungsmöglichkeiten für die Triebwerke durchdacht und ausprobiert, die schließlich den Weg zu den heutigen Düsenjets bereiteten. Bereits zwei Jahre vor dem Erstflug der Me 262, einem strahlgetriebenem Jagdflugzeug, war 1939 der Versuch mit einer Heinkel He 176 unternommen worden. Der Gedanke an solche Flugzeuge lag nahe. Sie konnten höher und schneller fliegen und dadurch feindliche Bomber früher abfangen. Die Wissenschaftler versuchten also in vielen Bereichen, die neue Technologie nutzbar zu machen.

Natürlich - und das muss der Vollständigkeit halber an dieser Stelle erwähnt werden - war Deutschland nicht das einzige Land, das an einer solchen Technologie arbeitete. Obwohl die V2 die fortschrittlichste Rakete sein sollte, waren auch andere Länder nicht untätig. Nur gingen die Bemühungen zunächst oft in andere Richtungen. Ein gutes Beispiel ist hier der von den Sowjets entwickelte Katjuscha, ein mobiler Raketenwerfer. Berühmt und gefürchtet, wurde er bei den deutschen Soldaten auch "Stalinorgel" genannt, aufgrund des Geräusches, das die 24 Raketen nach dem Abschuss verursachten.

Wernher von Braun (1. Reihe, 2.v.r.) und Walter Dornberger (1. Reihe, ganz rechts)

Trotz vieler Fehlschläge, vor allem bei Steuerung und Antrieb der Raketen, erhielten Wernher von Braun und seine Kollegen immer wieder die Unterstützung ranghoher Militärs. Der Grund dafür lag vor allem in der Tatsache begründet, dass die meisten von diesen die Wirkung der Artillerie im Ersten Weltkrieg erlebt hatten und diese für ein zentrales Mittel der Kriegsführung hielten. Dies ist natürlich richtig, allerdings führte dieser Glaube auch zu den unwirtschaftlichen Ergebnissen, die die V1 und die V2 schließlich bringen sollten. Hitler selbst war zunächst alles andere als überzeugt. Er hielt Raketen für "Spielzeuge" und es bedurfte einiger Überzeugungsarbeit der Wissenschaftler und seiner Offiziere. Vor allem gegenüber der V2 hegte er große Zweifel. Dass er sich schließlich mehr und mehr dafür begeisterte, dürfte nicht zuletzt an der sich zu Ungunsten Deutschlands verändernden militärischen Lage gelegen haben, zu deren Wendung neue Waffen die einzige Hoffnung zu sein schienen. Das Hitler die Raketen für "Spielzeuge" hielt, war nicht einmal völlig falsch. Die Männer

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