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Es hat uns sehr gefreut Die besten Anekdoten aus Österreich von Markus, Georg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.08.2014
  • Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Es hat uns sehr gefreut

Georg Markus erzählt die 400 besten Anekdoten aus der Welt des Films und des Theaters, aus dem Kaiserhaus und aus der Politik, von Dichtern, Malern, Ärzten, Dirigenten, Komponisten. Ein Buch, bei dessen Lektüre auf jeder einzelnen Seite herzhaft gelacht werden kann.

Kaiser Franz Josephs erste Autofahrt, wie Johann Strauß einem Duell entging, als Hans Moser nicht nuscheln konnte, Wie ein Erzbischof zu sechs Kindern kam, Einbrecher in Karajans Villa, von einem Bettler, der sich Verdis Schüler nannte, wofür Karl Kraus Ohrfeigen bekam, weshalb Billy Wilder aus Freuds Ordination flog, wer der echte 'Herr Karl' war u.v.m.

Georg Markus, einer der erfolgreichsten Schriftsteller und Zeitungskolumnisten Österreichs, lebt in Wien, wo er sich als Autor von Sachbüchern und großer Biografien einen Namen machte. Seine Bücher Unter uns gesagt, Die Enkel der Tante Jolesch, Adressen mit Geschichte, Die Hörbigers und Was uns geblieben ist führten monatelang die Bestsellerlisten an.

In seiner Kolumne Geschichten mit Geschichte schreibt er historische Berichte für die Zeitung Kurier, von März 2000 bis März 2008 gestaltete und moderierte er im RadioKulturhaus des ORF die Ö1-Sendreihe Das war's, Erinnerungen an das 20. Jahrhundert.

Aufsehen erregte Georg Markus, als er 1992 den Grabraub der Mary Vetsera aufdeckte, nachdem das Skelett der Geliebten des Kronprinzen Rudolf bei Nacht und Nebel aus ihrer Gruft in Heiligenkreuz bei Wien entwendet worden war. Weltweite Beachtung fand auch seine im März 2009 im Kurier erschienene Artikelserie, in der er zum ersten Mal über den unehelichen Sohn John F. Kennedys mit einer gebürtigen Österreicherin berichtete. Mutter und Sohn leben heute in den USA. Hunderte Zeitungen und TV-Sender in aller Welt übernahmen den Exklusivbericht von Georg Markus.

Georg Markus ist Mitglied des P.E.N.-Clubs und des Österreichischen Schriftstellerverbandes. Die Bücher von ihm wurden u. a. ins Englische, Französische, Spanische, Ungarische, Polnische, Tschechische und Japanische übersetzt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 267
    Erscheinungsdatum: 22.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783902998460
    Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
    Größe: 787 kBytes
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Es hat uns sehr gefreut

Für dreißig Jahre unsterblich
Komponisten sind auch nur
Menschen

»Was ein richtiger Musiker sein will, der muß
auch eine Speisekarte komponieren können.«

RICHARD STRAUSS

Franz Liszt dreht das Licht ab

Franz Liszt war auch als Pianist ein Liebling des Publikums in den noblen Salons zwischen Wien, Paris und Budapest. In jungen Jahren ein Freund des damals noch ziemlich unbekannten Frédéric Chopin, war der aus Raiding im Burgenland stammende Komponist sehr darum bemüht, seinem genialen Kollegen behilflich zu sein, in der Öffentlichkeit bekannt zu werden.

Und er wandte dabei einen einzigartigen, höchst erfolgreichen Trick an: Liszt nahm Chopin eines Abends in eine elegante Gesellschaft mit, in der er selbst gelegentlich - jedesmal umjubelt - zu spielen pflegte.

Wie so oft schon in diesem Salon wurde Liszt gebeten, sich an den Flügel zu setzen. Kaum hatte er Platz genommen, äußerte er den Wunsch, in absoluter Dunkelheit zu spielen, um sich besser konzentrieren zu können. Die Kerzen wurden gelöscht, und es folgte eine lange, glänzende Improvisation, die die erlauchten Besucher vollkommen in ihren Bann zog. Als das Ende gekommen war, gab es ebenso stürmischen wie lang anhaltenden Beifall, und aus den Reihen der Zuhörer drangen die begeisterten Rufe: »So kann nur Liszt spielen!«

Da ließ dieser die Lichter wieder entzünden, und er rief aus einer ganz anderen Ecke des Saales: »Sie irren, meine Damen und Herren!«

Und am Flügel saß ein junger Mann, den bis dahin kaum jemand gekannt hatte. Es war der Abend, an dem der Stern des jungen Frédéric Chopin zu leuchten begann. Sein einzigartiges Spiel sprach sich schnell herum, und der junge Pianist ward bald ein berühmter Mann.

Beethoven und der Kaiser

Ludwig van Beethoven wirkte in Gesellschaft oft »abwesend«, weil er sich voll und ganz in seine Musik vertiefte. Das ging so weit, daß er bei einem Diner in der Wiener Hofburg dem neben ihm sitzenden Kaiser Josef II. den Takt auf den Rücken schlug. So sehr der Meister von eifrigen Hofbeamten mit Blicken gemaßregelt wurde - der gütige Monarch lächelte nur und sagte: »Ein Untertan hat mich geschlagen, und ich habe ihn nicht bestraft.«

Kaiser Josef regierte gerade in den Jahren, da die beiden größten Musikgenies in seinem Reich tätig waren. Neben Beethoven lebte auch Mozart in Wien. Wolfgang Amadeus, stets in Geldnöten, bezog ein vom Hof ausbezahltes fixes Gehalt von achthundert Gulden als Kammerkomponist, erhielt aber keinen einzigen Kompositionsauftrag. Befragt nach der Höhe seines Entgelts, sagte Mozart: »Zuviel für das, was ich leiste, aber zuwenig für das, was ich leisten könnte.«

Eine Symphonie als Lebensretter

Was Musik in unserem Inneren zu bewirken vermag, hat jeder schon erfahren: Momente des Glücks, der Erbauung, des Entschwebens in eine andere Welt. Eine ganz andere Dimension von Glück hatte Ende des 19. Jahrhunderts ein Konzert zur Folge, das Joseph Haydn in London gab.

Als er am Ende einer Symphonie den Taktstock aus der Hand legte und sich verbeugte, erhoben sich die begeisterten Besucher von ihren Sesseln und strömten vor zum Orchester, um den genialen Musiker aus der Nähe sehen und bejubeln zu können.

Kaum waren die Sitze in der Mitte des Parketts infolge der Ovationen geleert, löste sich der riesige Kronleuchter aus der Verankerung, stürzte zu Boden und zertrümmerte Teile des Konzertsaales. Abgesehen von wenigen Besuchern, die durch Kristallsplitter leichte Verletzungen erlitten, kam niemand zu Schaden.

Als sich die erste Aufregung gelegt hatte, riefen zahlreiche Menschen das Wort »Mirakel« aus. Haydn war gerührt und dankte der Vorsehung,

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