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Maximilian I. Kaiser - Künstler - Kämpfer von Größing, Sigrid-Maria (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.12.2014
  • Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Maximilian I.

Ein Kaiser zum Anfassen - Der Begründer des habsburgischen Weltreiches Maximilian I. (1459-1519) ist der Habsburgerkaiser auf der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit. Sein buntes, furchtloses Leben verbunden mit seinen weitreichenden fortschrittlichen Ideen faszinieren bis in die Gegenwart: das glücksstrahlende Liebespaar Maximilian und Marie von Burgund, die verlassene Gemahlin Bianca Maria Sforza, die prachtvolle Doppelhochzeit von Wien - Maximilians Ausstrahlungskraft überdauerte die Zeiten. Maximilian war ein Kaiser zum Anfassen, seine Popularität, die er gezielt durch Propaganda vermehrte, blieb unerreicht. Der hochintelligente, phantasievolle und lebensfrohe Herrscher, der sein Leben lang von seinen Feinden zu Kämpfen gezwungen wurde, war selbst ein Literat und unterstützte mit Begeisterung Wissenschaftler und Künstler. Maxilmilian begründete mit seiner großen Reichsreform den österreichischen Beamtenstaat, der sich jahrhundertelang bewährte und bis in unsere Tage Gültigkeit besitzt. Unzählige Geschichten und Legenden geben bis heute Zeugnis von seiner ungebrochenen Popularität. Sie haben den genialen Habsburgerkaiser unsterblich gemacht. Dr. phil. Sigrid-Maria Größing, geboren am 5.6.1939 in Sulzbach-Rosenberg in Bayern, studierte Germanistik und Geschichte in Wien und Salzburg. Danach unterrichtete sie an verschiedenen höheren Schulen in Deutschland und Österreich. Seit 1990 ist sie sehr erfolgreich als freie Schriftstellerin tätig. Sie veröffentlichte bislang 21 Bücher, die sich hauptsächlich mit der Geschichte der Habsburger beschäftigt, und die in insgesamt acht Sprachen übersetzt wurden. Im In- und Ausland hält sie Vorträge an zahlreichen Universitäten. Sigrid-Maria Größing ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann in Großgmain bei Salzburg. Bei Amalthea erschienen unter anderem die Bestseller 'AEIOU. Glück und Unglück im österreichischen Kaiserhaus', 'Um Krone und Liebe. Macht der Geschichte', 'Maximilian I.', 'Um Macht und Glück. Schicksale der Geschichte', 'Der goldene Apfel', 'Tu felix Austria' und zuletzt 'Die Genies im Hause Habsburg'. http://www.sigridmariagroessing.at/

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 01.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783902998729
    Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
    Größe: 865 kBytes
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Maximilian I.

Die ungleichen Eltern: Friedrich III. und Eleonore

Es war ein merkwürdiger Tag, jener 22. März des Jahres 1459. Hell leuchtend hatte ein Komet seine Bahn über den nächtlichen Himmel gezogen wie einst der Stern von Bethlehem und die Menschen in erwartungsvolles Erstaunen, aber auch in Angst und Schrecken versetzt: Hatte der Himmel selbst ein Zeichen gegeben in dieser wirren düsteren Zeit?

Es herrschte Chaos im Land, denn keinem einzigen Herrscher war es in den letzten Jahrzehnten möglich gewesen, nur einigermaßen für Sicherheit und Ruhe zu sorgen. Brutale Gewalt bestimmte den Alltag und nur der Starke hatte eine Chance, sich in dieser Wirrnis zurechtzufinden. Wegelagerer und Strauchdiebe bedrohten nicht nur die Händler, sie unterbanden mit ihren hinterlistigen Überfällen auf Handelszüge jedwedes geregeltes Leben auch in den Städten. Hunger machte sich breit, denn kaum einer getraute sich mehr, mit seinen Gütern eine größere Wegstrecke im Lande zurückzulegen. Das Geld hatte in den letzten Jahrzehnten stetig an Kaufkraft eingebüßt, so dass König Friedrich III. schließlich keinen anderen Rat wusste, um dieser Misere Abhilfe zu schaffen, als immer mehr Münzen auf den Markt werfen zu lassen. Dabei wurden die Geldstücke Zug um Zug leichter, sie enthielten bei jeder neuen Prägung weniger Edelmetalle und schon sehr bald höhnte man sie ihres geringen Wertes wegen als "Schinderlinge". Es hätte einer wahrhaft starken Hand bedurft, um all die Missstände zu beseitigen.

Der Habsburger Friedrich, den man im Jahre 1440 zum deutschen König gewählt und zwei Jahre später in Aachen gekrönt hatte, war mit seinen 25 Jahren nicht der Mann, der mit diesen Zuständen hätte fertig werden können. Die Kurfürsten hatten seinerzeit bewusst keinen durchschlagskräftigen Menschen zum König gekürt, denn jeder der deutschen Fürsten und auch der österreichischen Adeligen war einzig und allein daran interessiert gewesen, die eigenen Machtbefugnisse zu behalten, wenn nicht sogar noch auszubauen. Das Reich brauchte zwar einen Monarchen, aber beileibe keinen Herrscher! Und Friedrich würde voraussichtlich keinerlei Ambitionen an den Tag legen, irgendeinem der Großen des Reiches auch nur das Geringste am Zeug flicken zu wollen.

Man hatte richtig spekuliert. Friedrich kämpfte mit viel zu vielen Problemen in den eigenen Ländern, als dass er große Reichspolitik hätte machen können. Zusätzlich litt er ein Leben lang an chronischem Geldmangel und sein eigener Bruder Albrecht machte ihm, wo er nur konnte, das Leben schwer. Von allem Anfang an hatte er den Herrschaftsanspruch Friedrichs in Frage gestellt, denn der eigentliche Nachfolger des früh verstorbenen Habsburgerkönigs Albrecht war dessen nachgeborener Sohn Ladislaus, der allerdings noch in den Kinderschuhen steckte. Man hatte Friedrich, der selber erst die Zwanzig überschritten hatte, zum Vormund des Knaben bestellt und ihm damit eine Aufgabe übertragen, die sich für ihn zu einem lukrativen Geschäft entwickeln sollte, da er die beträchtlichen Einnahmen aus dem reichen Böhmen und dem wohlhabenden Ungarn, aus den Ländern, die seinem Mündel von seinen Eltern vererbt worden waren, in die eigene Tasche streichen konnte, ohne seinen Bruder daran zu beteiligen! Ein nicht enden wollender Bruderzwist bahnte sich an, wobei Albrecht vor keiner listigen Intrige und keiner infamen Schurkerei zurückschreckte, wenn es galt, Friedrich und dessen Familie das Leben schwer zu machen.

Albrecht wäre vermutlich in diesen harten Zeiten der richtige Herrscher gewesen. Stets prunkvoll gekleidet, schien er der Inbegriff von Entschlossenheit und Tatkraft zu sein, von Unerschrockenheit und Kühnheit, ein echter Haudegen und mutiger Kämpfer.

Friedrich III. stellte das genaue Gegenteil seines dynamischen Bruders dar, zurückhaltend, griesgrämig, ein ewiger Zauderer. Während der eine wie ein Spieler alles auf eine

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