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Die Ahnen der Merowinger und ihr "fränkischer" König Chlodwig Ein neuer Blick auf die Frühgeschichte unseres Kontintents von Schmoeckel, Reinhard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.04.2016
  • Verlag: Books on Demand
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Die Ahnen der Merowinger und ihr "fränkischer" König Chlodwig

Von den Merowinger-Königen, den Gründern des Fränkischen Reiches im Frühmittelalter und Vorgängern der viel bekannteren Karolinger, weiß man nur wenig. Hauptsächlich liegt das daran, dass im Zusammenhang mit der katholischen Taufe des Königs Chlodwig um das Jahr 500 n. Chr. zwei Dinge unbedingt verschwiegen werden mussten: 1. dass dieser Chlodwig von sich behauptete, Blutsnachkomme von Jesus zu sein, 2. dass dieser Chlodwig nicht "fränkischer" = germanischer Herkunft war, sondern aus dem Volk der Sarmaten kam. Der Pakt zwischen Chlodwig und der katholischen Kirche zur Wahrung dieser Geheimnisse hat bisher gewirkt. Die Geschichtsforschung hat sie nie aufdecken können oder wollen. Erst jahrzehntelange Forschungen zum Volk der Sarmaten haben den Autor dieses Bandes 6 der Buchreihe zu neuen Erkenntnissen geführt, die in allen Einzelheiten mit Indizien aus zahlreichen Wissenschaften belegt werden können und plausibel die bewusste Geschichtsfälschung vor 1500 Jahren widerlegen. Reinhard Schmoeckel, geboren 1928 in Berlin, promovierter Journalist. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Redakteur einer Tageszeitung Jurastudium, danach Arbeit in mehreren obersten Bundesbehörden in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn. Daneben populärwissenschaftlicher Forscher und Schriftsteller zur Geschichte der Menschen lange vor unserer Zeit. Die Forschungen nach den Sarmaten dauern schon 20 Jahre und fanden ein solches Echo durch sachdienliche Hinweise von Lesern, dass im Laufe der Zeit immer neue Bücher nötig wurden.

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Die Ahnen der Merowinger und ihr "fränkischer" König Chlodwig

3. Die "fränkische Wandersage": eine "kecke Fabelei"?

Etwa 20 Jahre nach dem Tod Gregors von Tours machte sich ein anderer Chronist in Gallien daran, die Geschichte des Fränkischen Reiches zu beschreiben, natürlich ebenfalls auf Lateinisch. Man kennt den Namen eines Mönchs Fredegar, weiß aber kaum etwas über ihn. Er scheint im Jahr 613 (und wahrscheinlich auch noch etwas später) geschrieben zu haben. Ein weiterer Teil der recht umfangreichen Texte dürfte etwa um das Jahr 658 verfasst worden sein; man nennt das Ganze daher auch die "Chronik Fredegars und seiner Fortsetzer" 5 .

Anders als der Bischof Gregor hatte der Mönch Fredegar offenbar keine Hemmungen, Dinge über die Frühzeit der "Franken" wiederzugeben, die ihm mündlich erzählt worden waren. Nach Lage der Dinge konnte er auf andere Weise auch überhaupt nichts erfahren haben. Vermutlich hat er sich bei verschiedenen alten Adelsfamilien aus der engen Umgebung des Königshauses erkundigt, was man dort über die Vorfahren noch wusste. Das war erstaunlicherweise zum Teil den bereits von Gregor von Tours in Erfahrung gebrachten Informationen ziemlich ähnlich, zum Teil ging es aber weit darüber hinaus, in Zeiten, die möglicherweise anderthalb Jahrtausende zurück lagen!

Es sind zwei Kapitel im "Buch III", die hier wörtlich zitiert werden müssen, damit der Leser an Stellen weiter hinten in diesem Buch, wenn darauf Bezug genommen wird, nachschlagen kann, ob das Behauptete auch stimmt.

Kapitel 2: "Über die ältesten Frankenkönige schrieb der heilige Hieronymus, was schon vorher die Geschichte des Dichters Vergil berichtet: Ihr erster König sei Priamus gewesen, als Troja durch die List des Odysseus erobert wurde, seien sie von dort fortgezogen und hätten und hätten dann Friga als ihren König gehabt; sie hätten sich geteilt, und der eine Volksteil wäre nach Mazedonien gezogen, der andere hätte unter Friga - sie wurden als Frigier bezeichnet - Asien durchzogen und sich am Ufer der Donau und am Ozean niedergelassen, dann hätten sie sich nochmals geteilt und die Hälfte von ihnen sei mit ihrem König Francio nach Europa gezogen. Sie durchwanderten Europa und besetzten mit ihren Frauen und Kindern das Ufer des Rheins. Nicht weit vom Rhein versuchten sie eine Stadt zu bauen, die sie nach Troja benannten. Dieses Werk wurde zwar begonnen, aber unvollendet. Der andere Teil, der am Ufer der Donau zurückgeblieben war, erwählte sich Torcoth zum König, nach dem sie in diesem Lande Türken genannt wurden, und die anderen wurden nach Francio als Franken bezeichnet. ..."

Für die Übersetzung des lateinischen Wortes "Torci" in "Türken" ist der moderne Übersetzer Kusternig verantwortlich. Als Philologe scheint er nicht viel von Geschichte verstanden zu haben. Denn wenn hinter der "Sage" von "Frigern" (Phrygiern?) und Mazedoniern, von "Torci" (in Wahrheit wohl ein Stamm der Sarmaten!) und Vorgängern von "Franken" historisch irgend etwas halbwegs Reales stecken sollte, dann spielte sich das spätestens in der ersten Hälfte des letzten vorchristlichen Jahrtausends ab! Da aber war von den späteren Türken in Kleinasien noch für mehr als tausend Jahre keine Rede. Die möglichen Zusammenhänge werden im Kapitel II. 1 näher erklärt.

Kapitel 9: "Die Franken wählten nach sorgfältigen Überlegungen einen König, der sich wie früher durch langes Haar auszeichnete, aus dem Geschlecht des Priamus, Friga und Francio, sein Name war Theudomer, Sohn des Richimer. ... Ihm folgte in der Herrschaft sein Sohn Chlodio, der stärkste Mann seines Volkes, der in der Feste Esbargum im Gebiet der Thoringer residierte. ... Man erzählt, Chlodio habe sich einmal im Sommer mit seiner Gattin an den Meeresstrand begeben, als seine Gemahlin mittags zum Baden ins Meer hinaus watete, habe sie ein Meer-Ungeheuer mit Stierkopf angefallen. Als sie nun daraufhin von dem Untier oder (eventuell auch als "sowohl als auch" zu übersetzen!)

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