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Bayerns Königinnen von Schad, Martha (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.03.2015
  • Verlag: Piper Verlag
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Bayerns Königinnen

Die badische Prinzessin Caroline, Therese von Sachsen-Hildburghausen, die Hohenzollernprinzessin Marie und die Habsburgerin Marie Therese stammten aus führenden Herrscherhäusern Europas und waren ebenso schön wie gebildet. Sie waren die Frauen an der Seite der bayerischen Könige. Zwar war ihr politischer Einfluss begrenzt, doch sie hinterließen ihre Spuren als wohltätige Landesmütter: Sie engagierten sich auf sozialem und kulturellem Gebiet, förderten Toleranz, Frömmigkeit und Liberalität in Bayern und waren beim Volk äußerst beliebt.

Martha Schad, geboren 1939 in München, studierte Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Augsburg, wo sie auch promovierte. Sie schrieb zahlreiche Bücher über Frauen in der Geschichte und Zeitgeschichte, unter anderem 'Bayerns Königinnen', 'Kaiserin Elisabeth und ihre Töchter', 'Cosima Wagner und Ludwig II. König von Bayern: Briefe' und 'Frauen gegen Hitler'. Sie lebt als freiberufliche Historikerin und Autorin in Augsburg. Zuletzt veröffentlichte sie 'Gottes mächtige Dienerin. Schwester Pascalina und Papst Pius XII.'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 30.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492970501
    Verlag: Piper Verlag
    Serie: Piper Taschenbuch 5298
    Größe: 5666 kBytes
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Bayerns Königinnen

Von der badischen Prinzessin zur bayerischen Kurfürstin

Prinzessin Caroline von Baden und Hochberg und Maximilian Herzog von Pfalz-Zweibrücken waren das erste Königspaar auf dem Thron des am 1. Januar 1806 proklamierten Königreichs Bayern. Doch der Weg dorthin sollte von politischen Wirren und persönlichem Leid gekennzeichnet sein. Es war das »Zeitalter der Französischen Revolution und Napoleons bis zum Wiener Kongreß«, die Zeit zwischen 1795 und 1816, die Mitteleuropa von Grund auf umgestaltete.1

Maximilian Maria Michael Johann Baptist Franz von Paula Joseph Kaspar Ignatius Johann Nepomuk kam am 27. Mai 1756 als zweiter Sohn des Pfalzgrafen Friedrich Michael von Birkenfeld-Zweibrücken und dessen Ehefrau Maria Franziska Dorothea, Prinzessin von Pfalz-Sulzbach, im Schloß zu Mannheim zur Welt. An seiner Wiege war ihm nicht gesungen, daß er einmal sämtliche wittelsbachischen Länder erben und der erste König eines neuen Bayern werden sollte.

Max Joseph hatte einen älteren Bruder, Karl August, der nach dem Tod Herzog Christians IV. die Regierung in Zweibrücken antrat. Da dessen einziger Sohn früh gestorben war, wurde Max Joseph nach Karl Augusts Tod 1795 Thronerbe von Zweibrücken. Auch mit der Rückkehr Bayerns an diese pfälzische Linie konnte man nach mehr als vierhundert Jahren Trennung nicht mehr rechnen. Doch mit dem Tode des kinderlosen Kurfürsten von Pfalz-Bayern, Karl Theodor, im Jahre 1799 fiel Bayern dann tatsächlich ebenfalls an Max Joseph.

Als Max Joseph elf Jahre alt war, starb sein Vater, mit vier hatte er bereits seine Mutter »verloren«. Sie wurde von ihrem Schwager, dem seit 1760 regierenden Herzog Christian IV. von Zweibrücken, vom Hof verbannt, weil sie sich während der oft langen Abwesenheit ihres Mannes mit einem Schauspieler liiert hatte, von dem sie ein Kind bekam.

Im Jahre 1772, als Max Joseph sechzehn Jahre alt war, fanden es sein Onkel und Vormund Herzog Christian und dessen Frau Gräfin Forbach an der Zeit, nach einer passenden Braut für ihren Schützling Ausschau zu halten, doch erst 1785 sollte es gelingen, den inzwischen 29jährigen endlich zum Heiraten zu zwingen. Max Joseph war nämlich um keinen Preis bereit, sein »ziemlich ungebundenes Leben«, wie es Rall gelinde ausdrückt2, aufzugeben. Frauen, Spielsucht und ungeheure Schulden bestimmten bis zu seiner Heirat mit Auguste Wilhelmine von Hessen-Darmstadt sein Leben. König Ludwig XVI. von Frankreich bezahlte zeitweilig die Schulden für Max Joseph; er wurde auch der Taufpate von dessen erstem Sohn Ludwig, der am 25. August 1786 in Straßburg zur Welt kam und später keinerlei Sympathien für Frankreich empfand. Nach dem Sturm auf die Bastille in Paris am 14. Juli 1789 begannen auch in Straßburg die Unruhen gegen die königliche Regierung. Max Joseph, der dort das königlich französische Infanterieregiment »Alsace« kommandierte, verließ die Stadt und ging zunächst nach Darmstadt, dann nach Mannheim. Als auch um Mannheim gekämpft wurde, floh Max Joseph mit seinen Kindern nach Ansbach. Am 30. März 1796 war seine Frau an der Schwindsucht gestorben. Fünf Kinder hatte sie ihm geboren, von denen vier überlebten. Die beste Charakterisierung Max Josephs stammt wohl von Eberhard Weis: »Nachgeborener Prinz von Pfalz-Zweibrücken, leichtlebiger französischer Offizier des Ancien Regime, landloser, vor den Revolutionsheeren flüchtender Herzog, einer der letzten Kurfürsten des alten Reiches.«3

Das Haus Baden

Und wer war Caroline? Sie und ihre Zwillingsschwester Amalie kamen als erste von insgesamt sieben Kindern des badischen Erbprinzen Karl Ludwig und Amalie Prinzessin von Hessen-Darmstadt, Tochter des Landgrafen Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt und der »Großen Landgräfin« Karoline, zur Welt; deren Vater wiederum war ein Wittelsbacher, H

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