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Das Original-Mayerling-Protokoll der Helene Vetsera: 'Gerechtigkeit für Mary' von Markus, Georg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.04.2014
  • Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
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Das Original-Mayerling-Protokoll

Die bewegende Wahrheit: Alle Details zur Tragödie von Mayerling Der Tod des Kronprinzen Rudolf und der Baronesse Mary Vetsera stellt noch immer eines der großen Rätsel der österreichischen Geschichte dar. Nie wurde der Fall wirklich abgeschlossen, immer wieder tauchen neue Gerüchte auf, wie der Sohn des Kaisers und seine Geliebte ums Leben kamen. Nun liegt ein Zeugnis vor, das wenige Wochen nach der Tragödie diktiert wurde: die "Denkschrift" von Marys Mutter, Helene Vetsera. Auf 148 Seiten, die hier erstmals im handschriftlichen Original und transkribiert wiedergegeben werden, macht sie deutlich, dass ihre Tochter nicht, wie vom Kaiserhaus verbreitet, Täterin, sondern Opfer war. Sie enthüllt zahlreiche Details der Vorgeschichte sowie die letzten Briefe Marys: "Ich konnte der Liebe nicht widerstehen." Georg Markus und Katrin Unterreiner veröffentlichen dieses einmalige Dokument aus der "Kaiserhaussammlung Plachutta" und enthüllen die Geheimnisse der Tragödie von Mayerling.

Georg Markus, einer der erfolgreichsten Schriftsteller und Zeitungskolumnisten Österreichs, lebt in Wien, wo er sich als Autor von Sachbüchern und großer Biografien einen Namen machte. Seine Bücher Unter uns gesagt, Die Enkel der Tante Jolesch, Adressen mit Geschichte, Die Hörbigers und Was uns geblieben ist führten monatelang die Bestsellerlisten an. In seiner Kolumne Geschichten mit Geschichte schreibt er historische Berichte für die Zeitung Kurier, von März 2000 bis März 2008 gestaltete und moderierte er im RadioKulturhaus des ORF die Ö1-Sendreihe Das war's, Erinnerungen an das 20. Jahrhundert. Aufsehen erregte Georg Markus, als er 1992 den Grabraub der Mary Vetsera aufdeckte, nachdem das Skelett der Geliebten des Kronprinzen Rudolf bei Nacht und Nebel aus ihrer Gruft in Heiligenkreuz bei Wien entwendet worden war. Weltweite Beachtung fand auch seine im März 2009 im Kurier erschienene Artikelserie, in der er zum ersten Mal über den unehelichen Sohn John F. Kennedys mit einer gebürtigen Österreicherin berichtete. Mutter und Sohn leben heute in den USA. Hunderte Zeitungen und TV-Sender in aller Welt übernahmen den Exklusivbericht von Georg Markus. Georg Markus ist Mitglied des P.E.N.-Clubs und des Österreichischen Schriftstellerverbandes. Die Bücher von ihm wurden u. a. ins Englische, Französische, Spanische, Ungarische, Polnische, Tschechische und Japanische übersetzt. Katrin Unterreiner, Studium der Kunstgeschichte sowie Geschichte an der Universität Wien. 2000 bis 2007 wissenschaftliche Leiterin der Kaiserappartements der Wiener Hofburg und Kuratorin des 2004 eröffneten Sisi Museums. Kuratorin zahlreicher Ausstellungen sowie Publikationen zur Wiener Hofburg sowie Alltagskultur des Wiener Hofes. Autorin der 2005 und 2006 erschienenen Biographien 'Sisi - Mythos und Wahrheit' und 'Kaiser Franz Joseph - Mythos und Wahrheit'. Letzte Publikationen bei Amalthea: 'Morphium, Cannabis und Cocain' und 'Frühere Verhältnisse'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 296
    Erscheinungsdatum: 07.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783902862839
    Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
    Größe: 12101 kBytes
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Das Original-Mayerling-Protokoll

GEORG MARKUS

Meine zwei Begegnungen mit Mary Vetsera
Nach dem "Grabraub" die "Denkschrift"

Meine erste Begegnung mit Mary Vetsera liegt mehr als zwei Jahrzehnte zurück und hätte skurriler nicht sein können. Ein Möbelhändler aus Linz rief mich an und teilte mir mit, im Besitz der Gebeine von Kronprinz Rudolfs letzter Liebe zu sein. Was sich vorerst wie ein schlechter Witz anhörte, sollte sich bald als aufsehenerregendster "Grabraub" der österreichischen Geschichte erweisen. Die sterblichen Überreste der Mary Vetsera waren tatsächlich bei Nacht und Nebel aus ihrer Gruft im Stiftsfriedhof von Heiligenkreuz bei Wien gestohlen worden, und bald danach lag der Kopf der toten Baronesse auf meinem Schreibtisch – doch darauf komme ich später noch zu sprechen.

Meine zweite Begegnung mit Mary Vetsera erlebe ich durch die vorliegende "Denkschrift" ihrer Mutter, der Baronin Helene Vetsera. Und sie ist um nichts weniger aufregend, als es der Grabraub war. Die 148 handgeschriebenen Seiten sind der Aufschrei einer Frau, der das denkbar Schlimmste widerfahren war, was einer Mutter widerfahren kann: Ihre 17-jährige Tochter Mary war im Jagdschloss Mayerling bei Wien tot aufgefunden worden.

Als hätte das nicht genügt, wurde der verzweifelten Frau vom kaiserlichen Hof erklärt, dass Mary, ehe sie sich das Leben nahm, den Thronfolger ermordet hätte. Auch damit nicht genug, untersagte man Helene Vetsera, ihre tote Tochter noch einmal zu sehen und an ihrer Beisetzung teilzunehmen.

Wie man heute weiß, hat Mary Vetsera die Tat, derer man sie beschuldigte, nicht begangen. Sie war Opfer und nicht Täterin.

Es ist mehr als verständlich, dass Helene Vetsera, als sie nach Wochen des ersten Schocks wieder klar denken konnte, all die Lügen, Irreführungen und Heucheleien nicht auf sich und vor allem ihrer verstorbenen Tochter sitzen lassen wollte. Sie sah es als ihre Pflicht an, Mary wenigstens im Angesicht des Todes Gerechtigkeit zukommen zu lassen. In erster Linie, indem sie widerrief, dass ihre Tochter die Mörderin des Kronprinzen Rudolf sei.

Und das tat Helene Vetsera mit der hier vorliegenden "Denkschrift". In klaren Worten, wie sie in den 125 Jahren, die seither ins Land gezogen sind, sonst nicht gefallen sind. Die gebrochene Mutter schildert aber auch, wie es zur Tragödie von Mayerling kam, wie man Mary, die noch ein halbes Kind war, aus ihrem Elternhaus "schmuggelte", was an jenem 30. Jänner 1889 im Jagdschloss des Thronfolgers passierte und wie übel man ihrer Tochter auch nach ihrem Tod noch mitspielte.
Das kurze Leben der Mary Vetsera

Wer aber war das Mädchen, dem so viel angetan wurde? Marie Alexandrine Freiin von Vetsera war am 19. März 1871 in Wien als drittes von vier Kindern des aus Pressburg stammenden Diplomaten Albin Vetsera und der Helene geb. Baltazzi zur Welt gekommen. "Mary", wie sie bald gerufen wurde, wohnte zunächst in der am Ufer des Donaukanals gelegenen elterlichen Villa Am Schüttel Nr. 11 in der Wiener Leopoldstadt, ehe die Familie in das elegantere Palais Vetsera in der Salesianergasse 11 übersiedelte. Mary Vetsera erhielt ihren Unterricht vorerst durch private Hauslehrer und besuchte später das "Erziehungsinstitut für adlige Mädchen" im Salesianerkloster, wo sie auf ein Leben in der "großen Welt" vorbereitet werden sollte.

Mary war das, was man eine "gute Kaisermischung" nannte. Die väterlichen Vorfahren waren Slawen und Deutsche, die Ahnen der Mutter Italiener, Gri

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