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Der Wiener Kongress Diplomaten, Intrigen und Skandale von Ehrlich, Anna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.04.2014
  • Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Der Wiener Kongress

Das neue Standardwerk zum 200. Jahrestag Aus ganz Europa strömten im Herbst 1814 Könige mit ihren Familien, Hocharistokraten und Damen mit ihrem Gefolge, Diplomaten und Abgesandte mit ihren Sekretären, aber auch jede Menge Menschen, die einfach Geld verdienen wollten, nach Wien. Die Freude über Napoleons Niederlage wurde von den Siegern ausgiebig gefeiert, ein Fest folgte dem anderen, der Kongress "tanzte", liebte und intrigierte. Doch in den Ausschüssen wurde unter dem Kommando des Staatskanzlers Metternich auch gearbeitet. Die Verhandlungen gestalteten sich äußerst schwierig. Trotzdem gelang es, eine europäische Friedensordnung zu schaffen, die ein halbes Jahrhundert lang hielt. Dieses Buch erschließt die historischen Zusammenhänge, führt aber auch in Konferenz- und Ballsäle, in die Amtsstuben der Geheimpolizei und in die Salons der großen Damen. Der Wiener Kongress, historisch genau und spannend erzählt. Anna Ehrlich, Juristin und Historikerin, bietet seit über 30 Jahren in Wien informative und unterhaltsame Führungen an. Einen spannenden historischen Überblick gibt sie in ihren Büchern zu Themen aus der Sitten-, Medizin- und Rechtsgeschichte. Zuletzt erschienen: "Karl Lueger", "Wien für kluge Leute" und "Wien für kluge Kinder". Christa Bauer ist Fremdenführerin in Wien. Zahlreiche Artikel in historischen Magazinen. Seit 2008 ist sie im Vorstand des Vereins der geprüften Wiener Fremdenführer, derzeit dessen Präsidentin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 07.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783902862853
    Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
    Größe: 5558 kBytes
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Der Wiener Kongress

Vorgeschichte

Die Koalitionskriege

Die Voraussetzungen für das Zusammentreten des Kongresses, für die politische Neuordnung Europas, wurden auf den Schlachtfeldern und an vielen Konferenztischen geschaffen.

Frankreich begann den Ersten Koalitionskrieg mit der Kriegserklärung vom 20. April 1792. Die gegnerischen Verbündeten, Österreich und Preußen, denen sich nach der Hinrichtung König Ludwigs XVI. (1754–1793) und seiner Gattin Marie Antoinette (1755–1793) Großbritannien, Piemont-Sardinien, Spanien und Neapel anschlossen, bemühten sich vergeblich, die Französische Revolution und ihre Auswirkungen aufzuhalten oder sogar rückgängig zu machen. Der Frieden von Campo Formio zwischen Frankreich und dem militärisch geschlagenen Österreich beendete am 17. Oktober 1797 den Krieg für Österreich. Das linke Rheinufer wurde von Frankreich annektiert, Österreich trat die Österreichischen Niederlande (das heutige Belgien) zugunsten Frankreichs ab. Es kam außerdem zu einer Neuordnung in Italien, wobei Venedig, Istrien und Dalmatien an Österreich fielen.

Napoleon Bonaparte (1769–1821) als Kaiser der Franzosen.

Die zweite Koalition gegen Frankreich 1799 bestand aus Großbritannien, Österreich, Russland, dem Osmanischen Reich, Portugal, Neapel und dem Kirchenstaat, Preußen blieb neutral. Sie scheiterte ebenso, denn inzwischen hatte Napoleon Bonaparte (1769–1821) die Macht in Frankreich übernommen. Seinem militärischen Genie hatten die Verbündeten nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Am 9. Februar 1801 wurde der Friede von Lunéville zwischen Frankreich und Österreich sowie dem Heiligen Römischen Reich geschlossen. Der Friede von Campo Formio wurde bestätigt, das Großherzogtum Toskana und das Herzogtum Modena fielen an Frankreich. Napoleon krönte sich am 2. Dezember 1804 in der Kirche Notre-Dame de Paris zum Kaiser der Franzosen. Sein Außenminister Talleyrand riet ihm vergeblich, sich damit und mit den Ergebnissen des mit Großbritannien 1802 geschlossenen Friedens von Amiens zufriedenzugeben, doch Napoleon war nicht aufzuhalten.

Kaiser Franz I. (1768–1835) von Öster-reich.
Napoleons Aufstieg

Die Eroberung Deutschlands

Die dritte Koalition gegen Frankreich, bestehend aus Österreich, Großbritannien, Russland und Schweden, formte sich im Jahre 1805. Preußen blieb neutral, da mochte Metternich, der österreichische Botschafter in Berlin, noch so sehr um Unterstützung bitten. Vom ursprünglichen Ziel der Koalitionskriege, die Revolution aufzuhalten, war nun keine Rede mehr: Jetzt musste Napoleons Vormarsch in ganz Europa gestoppt werden. Der selbsternannte neue Kaiser der Franzosen verlangte von Franz II. von Österreich (1768–1835), die österreichischen Garnisonen aus Tirol und Venetien abzuziehen, was dieser am 27. August ablehnte. Napoleon schloss mit Spanien und den Herrschern von Bayern, Baden und Württemberg Verträge ab, und nach der Kriegserklärung an Österreich am 25. September überquerte die französische Armee den Rhein. Die Schlacht von Austerlitz (heute Slavkov, Tschechische Republik) am 2. Dezember 1805 endete mit einer schweren Niederlage für die vereinigte russische und österreichische Armee. Danach, bei den Waffenstillstandsverhandlungen im dortigen Schloss, einem Familienbesitz des Fürsten Kaunitz 1 , trafen der französische und der österreichische Kaiser einander zum ersten Mal, was Franz mit den

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