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Gesammelte Werke: Politische Schriften + Historiografische Werke + Biografien Aus Zwei Jahrtausenden Deutscher Geschichte + Friedrich II. König von Preußen + Das Römische Imperium der Cäsaren + Zum Kriege 1870/71 + Elisabeth, Königin von England + Bacon und Shakespeare... von Ranke, Leopold von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.08.2015
  • Verlag: e-artnow
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Gesammelte Werke: Politische Schriften + Historiografische Werke + Biografien

Dieses eBook: 'Gesammelte Werke: Politische Schriften + Historiografische Werke + Biografien' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Inhalt: Grundsätze Rankescher Geschichtsschreibung Die großen Mächte Aus Zwei Jahrtausenden Deutscher Geschichte Frankreich und Deutschland Über die Verwandtschaft und den Unterschied der Historie und der Politik Politisches Gespräch Über die Epochen der neueren Geschichte Savonarola Geschichte des Don Carlos Das Römische Imperium der Cäsaren Zum Kriege 1870/71 Friedrich II. König von Preußen Zur eigenen Lebensgeschichte Ursprung des Christentums Staat und Kirche Kaisertum und Papsttum Kaiser Maximilian I. Kaiser Karl V. Martin Luther Luthers Einwirkung auf die deutsche Literatur Die Türken vor Wien 1529 Karls V. Flucht aus Innsbruck 1552 Kaiser Karl V. nach seiner Abdankung Deutsche Wissenschaft und Literatur in der Reformationszeit Deutschland nach dem Augsburger Religionsfrieden Ignatius Loyola Ausbreitung der Jesuiten in Deutschland Die Bauten der Päpste des 16. Jahrhunderts in Rom Die Republik Venedig nach der Mitte des 16. Jahrhunderts Philipp II., König von Spanien Die spanische Armada Elisabeth, Königin von England Bacon und Shakespeare Heinrich IV., König von Frankreich Fortsetzung der Gegenreformation in Deutschland Deutschland vor dem dreißigjährigen Kriege Wallenstein Der westfälische Friede Kardinal Richelieu Kardinal Mazarin Ludwig XIV., König von Frankreich Frankreichs Handel und Kolonialwesen unter Colbert Karl I., König von England Oliver Cromwell Seekrieg zwischen England und Holland Ausbruch des Siebenjährigen Krieges Der Feldzug von 1760 Der Rückzug aus Frankreich 1792 Der Friede zu Basel Der Friede zu Tilsit 1807 Napoleon I. und Papst Pius VII. Napoleon I. und Napoleon III. Der deutsche Zollverein Die Ablehnung der deutschen Kaiserwürde 1849 Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen Der Krieg gegen Österreich 1866 ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 2200
    Erscheinungsdatum: 24.08.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026843689
    Verlag: e-artnow
    Größe: 6448 kBytes
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Gesammelte Werke: Politische Schriften + Historiografische Werke + Biografien

1. Ursprung des Christentums

Inhaltsverzeichnis
Weltgeschichte III, Kap. 5 S. 152 ff.

Zu den universalhistorisch wichtigsten Handlungen der Römer gehört es, daß sie den Jehovahkult in der Zeit der Makkabäer vor der Vernichtung schützten. Sie waren auch später davon entfernt geblieben, ihn zu unterdrücken; Pompejus betrat das Allerheiligste des Tempels, allein die Gottesverehrung in demselben störte er nicht; er ließ selbst den Tempelschatz unberührt. Das römische Reich schloß diesen Dienst in sich ein. Wenn aber die anderen Religionen der besiegten Völker, die italischen, griechischen, selbst die asiatischen und die ägyptische, Eingang in Rom fanden, und sich auf eine oder andere Weise eine gewisse Geltung selbst in der Hauptstadt verschafften, so war dies der jüdischen unmöglich; 52 sie war und blieb heterogen und unverständlich. Die Ursache davon liegt in der mit der römischen verwandten Natur der erstgenannten Religionen; sie schlossen sämtlich eine Vergötterung der Naturkräfte in sich ein. Anders verhielt es sich mit der Religion des Volkes Israel; sie beruhte auf dem Glauben an einen intelligenten Gott, den Schöpfer der Welt. Dieser Glaube war durch die strengsten Satzungen festgehalten worden, so daß der Monotheismus in der Form der Nationalität erschien.

Im Laufe der Begebenheiten war nun aber das Land des monotheistischen Gesetzes in sehr eigenartige Verhältnisse zu den Römern getreten, bei denen sich aus der politischen Verflechtung nach und nach auch ein religiöser Gegensatz von höchster Bedeutung erhoben hat. Die Autorität der Römer im Lande, welche von den Juden doch selbst gewünscht worden war, 53 bildete einen Teil der Weltherrschaft der Römer, deren Idee zugleich eine religiöse Seite hatte; der Widerstand, den die Juden leisteten, beruhte auf dem religiösen Partikularismus, den sie bekannten. Sie träumten von einem König, der sie von Rom losreißen und die Welt mit eisernem Zepter regieren werde, so wie jetzt sie von einem solchen regiert wurden: so verstanden sie die ihnen vom Altertum her überlieferte Prophezeiung eines Messias , der sie befreien und die Welt ihnen unterwerfen werde.

In der Tat aber war doch ihre Religion in der provinzialen Form, die sie annahm, unfähig, nicht allein sich in der Welt Bahn zu machen, sondern auch nur sich einer viel stärkeren Macht gegenüber zu behaupten. Wenn der Kampf begann, so konnte er nicht anders als zum Untergang Judäas führen. In dieser Krisis nun, in welcher die politisch-militärische Vielgötterei und der aus den Urzeiten stammende, mit den hierarchischen Formen einer Landesverfassung umkleidete Monotheismus miteinander in einen Kampf gerieten, in dem sich für den letzteren nichts als der Untergang absehen ließ, ist Jesus Christus erschienen.

Indem ich diesen Namen nenne, muß ich, obwohl ich glaube ein guter evangelischer Christ zu sein, mich dennoch gegen die Vermutung verwahren, als könnte ich hier von dem religiösen Geheimnis zu reden unternehmen, das doch, unbegreiflich wie es ist, von der geschichtlichen Auffassung nicht erreicht werden kann. So wenig, wie von Gott dem Vater, kann ich von Gott dem Sohne handeln; die Begriffe der Verschuldung, Genugtuung, Erlösung gehören in das Reich der Theologie und des die Seele mit der Gottheit verknüpfenden Bekenntnisses. Dem Geschichtschreiber kann es nur darauf ankommen, die große Kombination, der welthistorischen Momente, in welchen das Christentum erschienen ist, wodurch dann auch seine Einwirkung bedingt wurde, zur Anschauung zu bringen.

Von allen herrlichen Worten, die von Jesus Christus vernommen worden sind, ist keines wichtiger, folgenreicher als die Weisung, dem Kaiser zu geben was des Kaisers, und Gott was Gottes ist. Dieses Wort hatte nach beiden Seiten hin eine zugleich nahe und unermeßliche Tragweite. An der von dem römischen Imperium in Anspruch genommenen Divinität 54 konnte man dann nicht länger festhalt

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