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Was uns geblieben ist Die großen Familien in Österreich von Markus, Georg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.07.2014
  • Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
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Was uns geblieben ist

Österreichs berühmte Familien und Dynastien im Porträt Georg Markus widmet sein neues Buch den großen österreichischen Familien und stellt damit erneut seinen Spürsinn für spannende, aber auch amüsante Themen der Geschichte unter Beweis. Der Leser begegnet dem Porsche-Clan und den Rothschilds, den Laudas, Hörbigers, Mautner Markhofs und Metternichs. Mit viel Feingefühl gewährt der Bestsellerautor tiefe Einblicke hinter die Kulissen und zeigt auf diese Weise das sehr private Leben legendärer Familien. Georg Markus erzählt von Glück und Tragödie österreichischer Schlüsselfiguren und ihrer Ahnen und Angehörigen, darunter auch die Familien Freud, Mahler, Thimig-Reinhardt, Kokoschka, Habsburg, Strauß, Bösendorfer, Schnitzler, Nestroy, Albach-Retty - den Vorfahren der Romy Schneider... Mit einer Fülle an bisher nie veröffentlichten Geschichten erfährt man hier vom Aufstieg und Fall, vom Streben und Scheitern heimischer Dynastien, von den Schicksalen berühmter Leute, die aus herrschaftlichen Häusern, Künstlerfamilien oder auch aus ganz kleinen Verhältnissen stammen. Liebe, Streit, Hass, Intrigen, Heiteres und Tragisches, manchmal sogar Mord und Totschlag - all das gab es innerhalb der hier beschriebenen Familien. Genügend Themen jedenfalls für ein überaus spannendes Buch.

Georg Markus, einer der erfolgreichsten Schriftsteller und Zeitungskolumnisten Österreichs, lebt in Wien, wo er sich als Autor von Sachbüchern und großer Biografien einen Namen machte. Seine Bücher Unter uns gesagt, Die Enkel der Tante Jolesch, Adressen mit Geschichte, Die Hörbigers und Was uns geblieben ist führten monatelang die Bestsellerlisten an. In seiner Kolumne Geschichten mit Geschichte schreibt er historische Berichte für die Zeitung Kurier, von März 2000 bis März 2008 gestaltete und moderierte er im RadioKulturhaus des ORF die Ö1-Sendreihe Das war's, Erinnerungen an das 20. Jahrhundert. Aufsehen erregte Georg Markus, als er 1992 den Grabraub der Mary Vetsera aufdeckte, nachdem das Skelett der Geliebten des Kronprinzen Rudolf bei Nacht und Nebel aus ihrer Gruft in Heiligenkreuz bei Wien entwendet worden war. Weltweite Beachtung fand auch seine im März 2009 im Kurier erschienene Artikelserie, in der er zum ersten Mal über den unehelichen Sohn John F. Kennedys mit einer gebürtigen Österreicherin berichtete. Mutter und Sohn leben heute in den USA. Hunderte Zeitungen und TV-Sender in aller Welt übernahmen den Exklusivbericht von Georg Markus. Georg Markus ist Mitglied des P.E.N.-Clubs und des Österreichischen Schriftstellerverbandes. Die Bücher von ihm wurden u. a. ins Englische, Französische, Spanische, Ungarische, Polnische, Tschechische und Japanische übersetzt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 293
    Erscheinungsdatum: 18.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783902998606
    Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
    Größe: 815 kBytes
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Was uns geblieben ist

KENNEDY & KAISERHAUS

Eine ungewöhnliche Familiengeschichte

Eines Tages läutet mein Telefon. Die Anruferin teilt mir mit, dass in den nächsten Tagen eine alte Dame nach Wien käme, die ich unbedingt treffen müsse, weil sie eine hochinteressante Familiengeschichte zu erzählen hätte.

Nun treffe ich immer wieder alte Damen, die mir hochinteressante Familiengeschichten erzählen, wobei sie einmal mehr und einmal weniger hochinteressant sind. Diese Familiengeschichte sollte sich allerdings in der Tat als außergewöhnlich erweisen. Bringt sie doch eine Verbindung zwischen den Häusern Habsburg und Kennedy zustande. Aber davon hatte ich vorerst noch keine Ahnung.

Die Anruferin erklärte, dass die Freundin mit der hochinteressanten Familiengeschichte Lisa Lanett heiße und als gebürtige Österreicherin seit vielen Jahren in den USA lebe. Ich gab mich zurückhaltend, auch als die Dame am Telefon sagte, dass Lisas Großvater ein echter Erzherzog gewesen sei – schließlich gibt es immer wieder solche Fälle, weil eine nicht unerhebliche Anzahl von Angehörigen des ehemaligen Kaiserhauses illegitime Kinder in die Welt gesetzt hat, deren Enkel und Urenkel nach und nach ihre Geschichten erzählen wollen.

Ich kann beim besten Willen nicht alle Leute treffen, die über hochinteressante Familiengeschichten verfügen, ich schaff es einfach nicht. Vielleicht war's Zufall, vielleicht Intuition – Glück war's auf jeden Fall. Denn ich sagte zu und traf die Anruferin ein paar Tage später in Begleitung ihrer mittlerweile in Wien eingetroffenen Freundin Lisa Lanett im Café Diglas auf der Wollzeile.

Mrs. Lanett war damals 87 Jahre alt, in sehr guter Verfassung und immer noch berufstätig. Sie lebt in San Antonio im US-Bundesstaat Texas, wo sie trotz ihres hohen Alters ein kleines Immobilienbüro betreibt. Sie hat ein aufregendes Leben hinter sich, war Fotomodell, Tänzerin, Schauspielerin, eine wunderschöne Frau – und sechs Mal verheiratet. Aber das große Geheimnis ihres Lebens hatte sie bisher für sich behalten. Es betrifft ihren Sohn Tony, heute 65 Jahre alt.

"Also, Mrs. Lanett", sagte ich, nicht ahnend, was da auf mich zukommen würde, "erzählen Sie mir Ihre Geschichte."

Und sie erzählte: Dass sie am 7. August 1921 als Elisabeth Hortenau in der Hinterbrühl bei Wien zur Welt gekommen, dass ihr Vater Alfred von Hortenau ein unehelicher Sohn der Hofoperntänzerin Marie Schleinzer und des berühmt-berüchtigten Lebemannes Erzherzog Otto gewesen sei.

Nun ist in der Geschichtsschreibung der Familie Habsburg hinlänglich bekannt, dass "der schöne Otto", wie man ihn in der Monarchie nannte, als Schürzenjäger verschrien war. Man weiß auch von seiner Liaison mit der Tänzerin Marie Schleinzer, der zwei Kinder entsprangen. Lisa Lanetts Herkunft als Enkelin der Marie Schleinzer ist nachweisbar, die Beziehung des Erzherzogs mit der Solotänzerin vielfach dokumentiert und unbestritten. Das also war die Geschichte, die Lisa Lanett mir erzählen wollte. Der Name John F. Kennedy war bis dahin nicht gefallen.

Ob sie selbst auch Kinder hätte, fragte ich Frau Lanett.

"Ja, einen Sohn", antwortete sie.

"Und welcher Ihrer sechs Männer ist der Vater?", wollte ich noch – eher aus Höflichkeit denn aus ehrlicher Neugierde – wissen.

"Keiner von ihnen."

"Wer sonst?", staunte ich.

Frau L

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