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Wie die Zeit vergeht Neues, Heiteres und Spannendes aus Österreichs Geschichte von Markus, Georg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.08.2014
  • Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Wie die Zeit vergeht

Eine humorvolle Geschichte Österreichs in Geschichten In seinem neuen Buch erzählt Georg Markus österreichische Geschichte auf ganz neue, aber wie immer spannende und unterhaltsame Weise. Er beschreibt das Leben der Menschen in früheren Zeiten: der Aristokraten und der 'kleinen Leute', der Ärzte und der großen Komponisten, der Dichter, Maler und Schauspieler. Aber auch das der Monarchen, deren Hofzeremoniell so streng war, dass sie nicht einmal ihren Gemahlinnen einen 'spontanen Besuch' abstatten durften. Kein Wunder, dass so mancher Habsburger auch im Kapitel 'Toll trieben es die alten Wiener' anzutreffen ist, in dem heimliche Liebschaften und Affären geschildert werden. Der Name Grillparzer findet sich nicht nur bei den Literaten, sondern überraschenderweise auch im Abschnitt 'Große Kriminalfälle', da Markus bei seinen Recherchen zu diesem Buch herausfand, dass der Bruder des Dichters mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt kam. Wir reisen mit dem Bestsellerautor durch österreichische Zeitläufe. Das beginnt beim ersten Babenberger - er starb an den Folgen eines Mordanschlags, der eigentlich einem anderen galt - und führt uns in die Zeit, als die Pferdetramway durch die 'Elektrische' abgelöst wurde. Georg Markus ging der Frage nach, warum es gerade hierzulande so viele Orden, Berufs- und Ehrentitel gibt, er schildert die Entwicklung des österreichischen Films und die Schicksale seiner Legenden - von Hedy Lamarr über Oskar Werner bis Romy Schneider. Im Mittelpunkt des Kapitels 'Österreich wird narrisch' stehen Radiolieblinge von Heinz Conrads bis Edi Finger, und in 'Nie wieder Fernsehen' finden sich Bildschirmpioniere wie Hans-Joachim Kulenkampff, Heinz Fischer-Karwin und Heribert Meisel. Georg Markus gelingt es in diesem Buch, wichtige Stationen der österreichischen Geschichte und ihrer Haupt- und Nebendarsteller spannend und amüsant zu erzählen. 'Wie die Zeit vergeht' ist ein unverzichtbares Standardwerk zur Geschichte Österreichs. Georg Markus, einer der erfolgreichsten Schriftsteller und Zeitungskolumnisten Österreichs, lebt in Wien, wo er sich als Autor von Sachbüchern und großer Biografien einen Namen machte. Seine Bücher Unter uns gesagt, Die Enkel der Tante Jolesch, Adressen mit Geschichte, Die Hörbigers und Was uns geblieben ist führten monatelang die Bestsellerlisten an. In seiner Kolumne Geschichten mit Geschichte schreibt er historische Berichte für die Zeitung Kurier, von März 2000 bis März 2008 gestaltete und moderierte er im RadioKulturhaus des ORF die Ö1-Sendreihe Das war's, Erinnerungen an das 20. Jahrhundert. Aufsehen erregte Georg Markus, als er 1992 den Grabraub der Mary Vetsera aufdeckte, nachdem das Skelett der Geliebten des Kronprinzen Rudolf bei Nacht und Nebel aus ihrer Gruft in Heiligenkreuz bei Wien entwendet worden war. Weltweite Beachtung fand auch seine im März 2009 im Kurier erschienene Artikelserie, in der er zum ersten Mal über den unehelichen Sohn John F. Kennedys mit einer gebürtigen Österreicherin berichtete. Mutter und Sohn leben heute in den USA. Hunderte Zeitungen und TV-Sender in aller Welt übernahmen den Exklusivbericht von Georg Markus. Georg Markus ist Mitglied des P.E.N.-Clubs und des Österreichischen Schriftstellerverbandes. Die Bücher von ihm wurden u. a. ins Englische, Französische, Spanische, Ungarische, Polnische, Tschechische und Japanische übersetzt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 293
    Erscheinungsdatum: 20.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783902998590
    Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
    Größe: 718 kBytes
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Wie die Zeit vergeht

WOLFERL, FRANZL, SCHANI

Musikland Österreich

Ein Volk, das seine Komponisten beim Vornamen nennt, muss wohl eine sehr innige Beziehung zur Musik haben. Und das hat es auch, die Österreicher holten sich aus der Fülle ihrer Begabungen ein paar ganz spezielle heraus und erklärten Wolferl, Franzl und Schani zu ihren Lieblingen. An Genies gibt's keinen Mangel.

Mozart ist die oberste Instanz. Und das, obwohl er nie Österreicher war. Als er am 27. Jänner 1756 in Salzburg zur Welt kam, gehörte die Stadt nicht zu Österreich, sie war vielmehr ein souveränes Erzbistum und war davor noch im Herzogtum Bayern gelegen. Als Salzburg österreichisch wurde, war Mozart schon tot.

Sein Leben zeigt, wie sehr die Menschheitsgeschichte von schicksalhaften Fügungen abhängt: Mozarts Mutter brachte sieben Kinder zur Welt, von denen fünf im Säuglingsalter starben. Eines der beiden, die überlebten, war Wolfgang Amadeus. Er lebte nur 35 Jahre, aber wäre er ein Jahr früher gestorben – wir hätten "Die Zauberflöte" nicht. Andererseits: Welche Melodien wären noch entstanden, hätte er länger gelebt.

Schon die frühen Kompositionen zeigen das Genie des kleinen Wolfgang, der das Klavierspiel in Vollendung beherrschte, wie sein Vater bescheinigte: "Diesen Menuett und Trio hat der Wolfgangerl den 26ten January 1761 einen Tag vor seinem 5ten Geburtstag um halb 10 Uhr nachts in einer halben Stund gelernet." Ein Jahr später wurde das Wunderkind bereits auf Konzertreisen gefeiert.

Mozarts Vater begleitete die ersten Tourneen seines Sohnes und seiner Tochter Maria Anna, genannt Nannerl. Im Alter von sieben Jahren spielte Wolfgang Amadé, wie er sich nun nannte, vor Maria Theresia in Schönbrunn. Oft zitiert wird, wie er der leutseligen Kaiserin "auf den Schoß sprang, sie um den Hals nahm und ihr Gesicht mit Küssen bedeckte". Weniger bekannt ist, dass Maria Theresia später ihrem Sohn Ferdinand brieflich mitteilte, Mozart gehörte "dem unnützen Volk an, das Kunst nicht als noble Freizeitpassion, sondern zum Profit betreibt".

Mozart fühlte sich in der späteren Mozartstadt beengt und ging nach Wien, wo er als freier Komponist arbeitete und Constanze Weber, die Schwester seiner Jugendliebe Aloysia, heiratete. Sie schenkte ihm sechs Kinder, von denen wieder nur zwei den Vater überleben sollten. In dieser Zeit entstanden einige der gewaltigsten Werke der Musikgeschichte: "Die Entführung aus dem Serail", "Die Hochzeit des Figaro", "Don Giovanni", "Cosi fan tutte" ... Zwar musste er die ersten Jahre seines Wien-Aufenthalts durch Klavierunterricht "an meist unbegabten Schülern" finanzieren, aber sein überragendes Talent war – zumindest in den musikinteressierten Kreisen – in der Stadt Gesprächsthema.

Josef II., der Mozart eine Stelle als k. k. Kammerkompositeur gab, wusste, was er an ihm hatte. Als sich ein General während einer Hoftafel beim Kaiser beklagte, dass Mozart sich nicht gehörig benehme, erwiderte Josef gelassen: "Lass Er mir den Mozart in Ruhe. Einen General kann ich mir alle Tage machen, aber einen Mozart nie wieder!"

Das Genie war nicht arm, es verdiente, selbst in weniger guten Zeiten, mehr als ein Arzt oder Universitätsprofessor. Neben seinem Gehalt als Kammerkompositeur brachten ihm die Aufführungen seiner Opern Einnahmen, die ihm ein zumindest gutbürgerliches Leben hätten sichern können. Allein als Klaviervirtuose verdiente er rund 10 000 Gulden pro Jahr .

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