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Wo liegt eigentlich Casanova begraben? Barock und Aufklärung - Außereuropäische Kulturen II. von Elbern, Stephan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.12.2015
  • Verlag: Books on Demand
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Wo liegt eigentlich Casanova begraben?

Casanova - der geistreiche und sinnenfrohe Venezianer wurde zum Symbol für das Lebensgefühl von Barock und Rokoko - aber wo liegt der selbsternannte "Chevalier de Seingalt" begraben? Wo ruhen Velázquez und Montesquieu, Cromwell und Seydlitz, d'Artagnan und der Müller von Sanssouci - oder der Benediktinermönch Dom Pérignon, der einst den Sekt erfand? Was geschah mit dem Leichnam der unglücklichen Königin Marie Antoinette, den Gebeinen von Kapitän Kidd und "Jud Süß"? In seinem vierten Band begleitet das Gräberlexikon den Leser erneut zu zahlreichen historischen Ruhestätten - von Spanien bis Russland, aber auch zu den Hochkulturen Ostasiens und den Indianerstämmen Nordamerikas. Zahlreiche Grabstätten von bedeutenden Persönlichkeiten sind hier aufgeführt - vom Westfälischen Frieden bis zum Vorabend der Französischen Revolution. Die prägenden Herrschergestalten dieser Epoche stehen neben begnadeten Künstlern, Dichtern und Musikern, verlockenden Mätressen sowie den großen Denkern der Aufklärung.

Dr. Stephan Elbern, geb. 1957, veröffentlichte mehrere wissenschaftliche Publikationen zu Geschichte und Kultur des Klassischen Altertums. Auf zahlreichen Reisen besuchte er ungezählte historische Stätten auf vier Kontinenten.

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Wo liegt eigentlich Casanova begraben?

G

Gabriel, Jacques-Ange

Abb. 4

Französischer Architekt (1698 - 1782)

Im Auftrag Ludwigs XV. baute er die Schlösser von Compiègne und Fontainebleau aus; in Versailles errichtete er die Hofoper sowie das Petit Trianon. Zudem schuf er im Stil des frühen Klassizismus die École militaire und die Place Louis XV (j. Place de la Concorde) in Paris sowie das Rathaus von Dijon.

Er wurde in St-Germain-l'Auxerrois zu Paris beigesetzt (Boinet I, 274).

Gainsborough, Thomas

Englischer Maler (1727 - 1788)

Unter dem Einfluß Lorrains und des französischen Rokoko schuf er hervorragende Landschaftsbilder; die ungeliebte Porträtmalerei diente lediglich dem Lebensunterhalt. In seinem Alterswerk wurde er zum Vorläufer J. Constables.

Seinem Wunsch entsprechend, wurde er auf dem Friedhof von Kew (Surrey) begraben; das Bahrtuch trugen u.a. J. Reynolds und B. West (G. Pauli, Gainsborough, Bielefeld 1904, 50).

Galvani, Luigi

Italienischer Naturwissenschaftler (1737 - 1798)

In seiner Vaterstadt Bologna wirkte er als Professor für Anatomie und Geburtshilfe. Durch Zufall entdeckte er bei Versuchen mit Froschschenkeln elektrische Erscheinungen; auch wenn er sie fehlerhaft deutete und in einer mehrjährigen wissenschaftlichen Kontroverse A. Volta unterlag, begründete er damit die Elektrophysiologie.

Dem eigenen Wunsch folgend, wurde er ohne jeden Aufwand neben seiner Gattin im Kloster der Corpus-Domini-Schwestern zu Bologna beigesetzt (S. Züllig, Luigi Galvani 1732 - 1789 (sic!). Der Entdecker der Bioelektrizität, Basel 1969, 10).

Gay, John

Englischer Dichter (1685 - 1732)

Er verfaßte heitere Dichtungen sowie Dramen und Fabeln nach dem Vorbild La Fontaines; berühmt wurde er durch das parodistische Werk "The Beggar's Opera", das B. Brecht mit großem Erfolg neubearbeitete.

Man bestattete ihn in Poets' Corner im südlichen Querhaus von Westminster Abbey; das Monument trug das lebensnahe Porträt des Dichters sowie Epitaphien aus seiner Feder und von A. Pope. Als man hinter dem Denkmal mittelalterliche Wandmalereien entdeckte (1939), wurde es auf das Triforium versetzt und ist seither nicht mehr zugänglich (P. Lewis - N. Wood (Hrsgg.), John Gay and the Scriblerians, London 1988, 216-18; Bradley, 38f.).

Gedike, Friedrich

Preußischer Bildungsreformer (1754 - 1803)

Ungezählte Jugendliche mögen ihn noch heute verfluchen - denn er leitete durch die Gründung eines pädagogischen Seminars für "gelehrte Schulen" und die Einführung des Abiturs an den Gymnasien (1788) die preußischen Bildungsreformen ein.

Er wurde auf dem St. Marien- und St. Nikolai-Friedhof in (Berlin-) Pankow begraben (Mende, 182).

Gellert, Christian Fürchtegott

Deutscher Dichter (1715 - 1769)

Mit großem Erfolg lehrte er an der Leipziger Universität Poesie und Philosophie; auch der junge Goethe zählte zu seinen Schülern. Er verfaßte bedeutende Kirchenlieder ("Die Himmel rühmen...") und führte den Roman in die deutsche Literatur ein; in seinen vielgelesenen "Fabeln und Erzählungen" spiegelt sich das Tugendideal der Aufklärung. Von den Zeitgenossen wurde er hochgeschätzt; selbst Friedrich d. Gr. - sonst eher der französischen Sprache zugeneigt - würdigte ihn einer Unterredung.

Er wurde auf dem Alten Johannisfriedhof zu Leipzig beigesetzt; der Andrang der Trauernden war so groß, daß der Rat der Messestadt Besuche an seinem Grab untersagte. In der Kirche errichteten ihm Freunde ein Monument in Gestalt eines Obelisken; auf dem Sarkophag aus schwarzem Alabaster halten "Tugend" und "Religion" das Bildnismedaillon des Dichters. Bei der Erweiterung der Johanniskirche wurden seine Gebeine - gemeinsam mit den Überresten von J. S. Bach - in eine Gruft unter dem Altarraum umgebettet (1900). Nach dem 2. Welt

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