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Dag Hammarskjöld Leben und Profil. von Benning, Hermann J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.03.2012
  • Verlag: Verlag Neue Stadt
eBook (ePUB)
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Dag Hammarskjöld

Dag Hammarskjöld (1905-1961), UN-Generalsekretär und Friedensnobelpreisträger, hat Spuren hinterlassen. Einer seiner Nachfolger, Kofi Annan, bekannte: "Für einen Generalsekretär der Vereinten Nationen gibt es keine bessere Methode, als sich zu fragen: Wie hätte Hammarskjöld gehandelt?" Der erste Teil der Biografie zeichnet die Lebensstationen des schwedischen Diplomaten nach. Kenntnisreich wird dargestellt, wie Hammarskjöld in den zahlreichen Krisensituationen während seiner Amtszeit agierte. Der zweite Teil lenkt den Blick auf die verborgene Seite seiner Person: auf sein inneres Ringen, seine Einsamkeit, seine Hoffnungen und seinen Glauben, wie sie in den bilderreich-poetischen, meist fragmentarischen Tagebuchnotizen aufscheinen. Bennings einfühlsame Annäherung vermittelt eine Ahnung von der Größe dieses Menschen, dem es vermutlich zu verdanken ist, dass es nicht zu einem Dritten Weltkrieg gekommen ist.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 27.03.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783879964123
    Verlag: Verlag Neue Stadt
    Größe: 989kBytes
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Dag Hammarskjöld

DIE FAMILIE HAMMARSKJÖLD

Dag Hammarskjöld entstammte einer in Schweden hoch angesehenen adeligen Familie, in der es über Jahrhunderte Tradition war, in Staat, Gesellschaft und Kirche, Wissenschaft und Wirtschaft zu dienen. Am Südrand des Vättersees liegt die Stadt Jönköping, bis vor einigen Jahrzehnten das Zentrum der schwedischen Zündholzindustrie. Dort kam Dag in der Villa Liljeholmen im gleichnamigen Stadtteil am 29. Juli 1905 zur Welt. Er war der jüngste von vier Söhnen des Ehepaares Agnes, geb. Almqvist, und Hjalmar Hammarskjöld. Seine Eltern hatten sich 1884 kennengelernt und sechs Jahre später geheiratet. Sein Vater (1862–1953) war im Stammsitz der Hammarskjölds geboren, dem kleinen Gut Tuna ganz nahe bei Vimmerby, dem Geburtsort der Schriftstellerin Astrid Lindgren in der südschwedischen Provinz Småland.

Die mittlerweile gründlich erforschte Ahnengeschichte der Familie reicht zurück bis zu dem Rittmeister Peder Michelsson (um 1560–1640), der Oberst und Statthalter von Öland wurde. König Karl IX. hatte ihn 1610 für seine Verdienste ums Vaterland geadelt und ihm das kleine Rittergut Tuna mit drei weiteren ländlichen Anwesen in der Umgebung geschenkt; dazu bekam er den Adelsnamen Hammarskjöld und das Familienwappen mit zwei überkreuzten Hämmern auf weißem Schild; es setzt den neuen Namen der Familie heraldisch ins Bild. "Nennen Sie mich Hämmerschild", so antwortete Hammarskjöld einmal einem englischsprachigen Journalisten auf die Frage, wie man seinen Namen aussprechen müsse.

Viele Nachfahren des adeligen Rittmeisters machten in den vergangenen vier Jahrhunderten Karriere im Staatsdienst, als Politiker und Diplomaten, ranghohe Offiziere, Wissenschaftler und Industriemanager. Die Hammarskjölds übernahmen Verantwortung für ihr Land und gehörten zur Elite Schwedens. Auch Dags Vater und seine drei Brüder standen in dieser Tradition: Sein ältester Bruder Bo (1891–1974) arbeitete als Jurist im Range eines Staatssekretärs im Sozialministerium und regierte danach 23 Jahre die historische Provinz Södermanland in Mittelschweden. Sein Bruder Åke (1893–1937) wurde ebenfalls Jurist und Diplomat; als er 44-jährig starb, war er seit einem Jahr Richter am Ständigen Internationalen Gerichtshof des Völkerbundes in Den Haag. Der Journalist Sten Hammarskjöld (1900–1972) verklagte 1965 erfolgreich Presseorgane wegen Verleumdung seines Bruders, weil sie den Verdacht in die Welt gesetzt hatten, dieser habe seinem Leben selbst ein Ende gesetzt. Der Bruder des Vaters, ihr Onkel Carl Gustaf (1865–1940), war am Ende seiner beruflichen Laufbahn General und Stabschef der schwedischen Armee.

Ihr Vater, Hjalmar Hammarskjöld, hatte an der traditionsreichen Universität Uppsala Jura und Philosophie studiert. Der junge Wissenschaftler arbeitete danach als Dozent für Zivilrecht an der dortigen Hochschule, ab 1891 als Lehrstuhlinhaber. So wohnte das junge Ehepaar Hammarskjöld zunächst in der einstigen königlichen Residenzstadt nördlich von Stockholm. Als er 1895 in den Dienst des Justizministeriums berufen wurde, übersiedelte die Familie mit den bereits geborenen Söhnen Bo und Åke nach Stockholm. Hjalmar Hammarskjöld qualifizierte sich auch im Völkerrecht und machte weiter Karriere: Als parteiloser Konservativer wurde er 1901 Justizminister und war ab 1904 Mitglied des Haager Schiedshofs. Nach dem gescheiterten Versuch einer Wahlrechtsreform schied er bereits 1902 aus dem Kabinett aus und wurde Präsident des Appellationsgerichts von Götaland für ganz Südschweden in Jönköping, wo Dag 1905 zur Welt kam. Am Tag seiner Geb

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