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Das verborgene Leben des Fidel Castro Ich war 20 Jahre Leibwächter des Maximo Lider. Das ist die wahre Geschichte von Sanchez, Juan Reinaldo (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.02.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Das verborgene Leben des Fidel Castro

Fidel Castro ist einer der geheimnisumwobensten Staatsmänner des 20. Jahrhunderts. Über sein Leben ist wenig bekannt. Doch jetzt erzählt Juan Reinaldo Sánchez, Castros langjährige Leibwächter, erstmals von seiner Zeit an der Seite des kubanischen Revolutionsführers. Mit seinem Buch liefert er erstmals umfassende Einblicke in das private und politische Leben Castros, durch die nicht nur der Máximo Líder sondern auch wichtige Stationen der Weltpolitik in einem vollkommen neuen Licht erscheinen. Eine brisante Biografie, die das Bild vom Máximo Líder erschüttert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 312
    Erscheinungsdatum: 12.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732506071
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: La vie cachée de Fidel Castro
    Größe: 7271 kBytes
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Das verborgene Leben des Fidel Castro

CAYO PIEDRA, DIE PARADIESISCHE INSEL DER CASTROS

Die Jacht von Fidel Castro schaukelt auf dem Karibischen Meer. Erst vor zehn Minuten haben wir Anker gelichtet, und schon haben uns weiße Delfine auf dem türkisblauen Wasser an der Südküste Kubas ausgemacht. Ein Schwarm von neun oder zehn dieser Säugetiere patrouilliert steuerbord, ganz nah am Schiffsrumpf; eine andere Gruppe folgt im Kielwasser etwa dreißig Meter backbord hinter uns. Das Ganze wirkt beinahe wie die motorisierte Eskorte eines Staatschefs bei einem offiziellen Besuch ...

"Die Ablösung ist da: Du kannst dich ausruhen", sage ich zu Gabriel Gallegos und weise auf die zahlreichen Rückenflossen, die rasend schnell die Wasseroberfläche durchpflügen.

Mein Scherz entlockt dem Kollegen ein Grinsen. Aber drei Minuten später ändern die unberechenbaren Tiere ihren Kurs, entfernen sich und verschwinden am Horizont.

"Kaum da, und schon wieder weg! Wie unprofessionell ...", scherzt nun Gabriel seinerseits.

Was Professionalität angeht, macht uns keiner etwas vor. Wir sind beide vor dreizehn Jahren in den Personenschutz des Comandante eingetreten. Das war im Jahr 1977. Und auf Kuba ist nichts professioneller organisiert, besser eingespielt oder gar wichtiger als der persönliche Schutz des Staatschefs. Die kleinste Bootstour von Fidel, sei es auch nur ein einfacher Angelspaß oder eine Unterwasserjagd, setzt einen beeindruckenden Apparat militärischer Sicherheitsmaßnahmen in Gang. So wird die Jacht von Fidel Castro, die Aquarama II , grundsätzlich von der Pionera I und der Pionera II eskortiert, zwei fünfundfünfzig Fuß (siebzehn Meter) langen, beinahe identisch ausgestatteten, leistungsstarken Schnellbooten, von denen eines zudem mit einer vollständigen medizinische Notversorgung ausgestattet ist, sodass der Comandante im Fall plötzlich auftretender gesundheitlicher Probleme unverzüglich versorgt werden kann.

Zehn Mitglieder des engsten Personenschutzes von Fidel, jener Eliteeinheit, der auch ich angehöre, verteilen sich auf diese drei Boote - so wie wir uns an Land auf drei Autos verteilen. Die Boote sind mit schweren Maschinenfeuerwaffen ausgerüstet und verfügen über einen Vorrat an Granaten, Kalaschnikows vom Typ AK-47 sowie ausreichend Munition, um jeder Eventualität angemessen begegnen zu können. Es stimmt, dass Fidel Castro seit Anbeginn der kubanischen Revolution unentwegt von Attentaten bedroht ist: Die CIA hat zugegeben, dass sie Hunderte geplant hatte - sei es mit Gift, mit präparierten Schreibutensilien oder Zigarren ...

In offeneren Seegebieten wird zusätzlich noch ein Boot der Küstenwache mobilisiert, das dort dann die Radarkontrolle in der Luft und auf dem Wasser übernimmt. Die Instruktion lautet: Jedes Boot, das sich auf mehr als drei Seemeilen der Aquarama II nähert, wird aufgebracht. Auch die kubanische Luftwaffe ist in diese Manöver eingebunden: Am etwa einhundert Kilometer entfernten Luftwaffenstützpunkt Santa Clara harrt ein Pilot in voller Ausrüstung und in höchster Alarmbereitschaft aus, um jederzeit in seine MiG-29 sowjetischer Bauart springen, in weniger als zwei Minuten starten und die Aquarama II mit Überschallgeschwindigkeit erreichen zu können.

An jenem Tag herrscht schönes Wetter. Das überrascht nicht: Es ist Hochsommer Anno Salutis 1990, also im zweiunddreißigsten Jahr der Herrschaft von Fidel Alejandro Castro Ruz, der mittlerweile dreiundsechzig Jahre alt ist. Im vorausgegangenen Herbst ist die Berliner Mauer gefallen. Der amerikanische Präsident George H. Bush bereitet die Operation "Wüstensturm" vor: den Einmarsch in den Irak Saddam Husseins. Und Fidel Castro schippert hier an Bord des einzigen Luxusbootes der Republik Kuba, das er natürlich sein Eigen nennt, zu seiner streng geheim gehaltenen Privatinsel Cayo Piedra.

Es ist ein eleg

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