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Die Jagd auf Osama Bin Laden Eine Enthüllungsgeschichte von Bergen, Peter L. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.04.2012
  • Verlag: DVA
eBook (ePUB)
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Die Jagd auf Osama Bin Laden

Enthüllt erstmals die Hintergründe der lange vergeblichen Suche nach Osama Bin Laden
Beinahe zehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wurde Osama Bin Laden endlich von amerikanischen Spezialeinheiten in seinem Versteck in Pakistan aufgespürt. Peter L. Bergen hat 1997 als erster westlicher Journalist ein Interview mit Osama Bin Laden geführt, das den Terroristen einer breiten Öffentlichkeit bekannt machte. In diesem aktuell recherchierten Buch enthüllt er die Hintergründe der Jagd auf den größten Terroristen unserer Zeit. Warum dauerte es so lange, Bin Laden zu finden, wer deckte ihn und half ihm? Genoss er die Unterstützung Pakistans? Wie organisierte sich al-Qaida unter dem Druck der Verfolgung? Warum versagten wiederholt westliche Geheimdienste und Spezialeinheiten? Und, nicht zuletzt, was geschah wirklich bei der Tötung Bin Ladens in Abbottabad?

Peter Bergen wuchs in England auf, studierte an der Oxford University. Von 1990 bis 1999 arbeitete er als Terrorismus-Experte bei CNN und berichtete über Afghanistan, Pakistan und den internationalen Terrorismus, der von dieser Region ausgeht. Für sein Buch 'Holy War, Inc.' erhielt er das renommierte Leonard Silk Journalism Stipendium.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 30.04.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641090630
    Verlag: DVA
    Originaltitel: Manhunt
    Größe: 5041 kBytes
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Die Jagd auf Osama Bin Laden

1 9 /11 und danach

BIN LADEN WAR BESESSEN von der Vorstellung, die Vereinigten Staaten seien schwach. In den Jahren vor dem 11. September 2001 beschwor er gegenüber seinen Anhängern oft diese Schwäche und führte als Beleg dafür Beispiele an wie den Rückzug der US -Truppen aus Vietnam in den Siebzigerjahren und zwei Jahrzehnte später den Rückzug aus Somalia nach dem "Black Hawk Down"-Vorfall, bei dem 18 amerikanische Soldaten ihr Leben verloren. Gerne erzählte der Terrorchef auch von den Kämpfern, die al-Qaida 1993 als Ausbilder zu den Clans nach Somalia entsendet hatte, die gegen die im Rahmen der UN -Hilfsmission zur Ernährung der hungernden Somalier im Land stationierten amerikanischen Truppen kämpften. "Unsere Leute waren entsetzt von der geringen Moral des amerikanischen Soldaten und sahen, dass der amerikanische Soldat nur ein Papiertiger ist", frohlockte Bin Laden, 1 und seine Schüler stimmten dem Mann, den sie wie einen Vater liebten, begeistert zu. 2

"Die Amerikaner", versicherte Bin Laden seinen Männern, "lieben das Leben, so wie wir den Tod lieben." Nach der Niederlage, die die Dschihad-Kämpfer den Sowjets in Afghanistan zugefügt hatten, hätten die Amerikaner viel zu viel Angst, auch nur einen Stiefel auf afghanischen Boden zu setzen! 3 Amerika sei, predigte Bin Laden seinen Anhängern, genauso schwach wie die frühere Sowjetunion. 4 Wer auch immer aus seinem inneren Zirkel Zweifel an dieser Einschätzung hegen mochte, behielt das für sich.

Als die Pläne für die 9 /11-Attacken konkretere Formen annahmen, äußerten einige hochrangige Al-Qaida-Funktionäre die Sorge, die Anschläge könnten den Zorn des Talibanführers Mullah Mohammed Omar erregen, dem Bin Laden, zumindest formell, ja einen Treueid geleistet hatte. 5 In den fünf Jahren, die Bin Laden zu der Zeit schon als Gast der Taliban in Afghanistan weilte, hatten Mullah Omar und andere hochrangige Taliban klargemacht, dass al-Qaida Afghanistan nicht als Basis für einen eigenen Krieg gegen Amerika benutzen durfte. Bin Laden glaubte, sich gegen jeden möglichen Unwillen, den die Anschläge auf Amerika bei den Taliban auslösen könnten, immunisieren zu können, indem er ihnen einen höchst begehrten Kopf auf dem Silbertablett präsentierte: den von Ahmed Schah Massud, dem legendären Führer dessen, was vom Widerstand gegen die Taliban in Afghanistan noch übrig geblieben war. 6 Für das Attentat auf Massud hatte Bin Laden zwei belgisch-tunesische Al-Qaida-Selbstmordattentäter ausgewählt, die, als Fernsehjournalisten getarnt, vorgaben, ein Interview mit dem Führer der Nordallianz führen zu wollen. 7

Im Sommer 2001, während die Massud-Attentäter auf ihren Anschlag vorbereitet wurden, legten die Al-Qaida-Führer letzte Hand an ihre Pläne für die spektakulären Angriffe auf die amerikanische Ostküste. Von Hamburg aus schickte Ramzi Binalshibh, eine der Schlüsselfiguren der dortigen Terrorzelle, am Donnerstag, dem 6. September, eine Nachricht an Bin Laden, in der er ihm mitteilte, dass die Anschläge auf Washington und New York am folgenden Dienstag erfolgen würden. 8 Und am 9. September vernahm Bin Laden die willkommene Nachricht, dass seine Attentäter Massud erledigt hatten. 9 Damit war die Bühne bereit für die Aktion, von der Bin Laden überzeugt war, dass sie sein größter Triumph werden würde: für einen spektakulären Schlag gegen das Land, in dem er den größten Feind des Islam sah, weil es die gottlosen Diktaturen und Monarchien im Nahen Osten und, natürlich, Israel am Leben erhielt. Mit einem einzigen, gewaltigen Schlag gegen die Machtzentren Amerikas würde er, Bin Laden, die Vereinigten Staaten dazu bewegen, sich aus dem Nahen Osten zurückzuziehen, woraufhin Israel - und die arabischen Autokratien - hinweggefegt und durch Regime nach dem Vorbild der Taliban ersetzt würde

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