text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Gespräche über ein Leben mit John F. Kennedy Mit einem Vorwort von Caroline Kennedy von Kennedy, Jacqueline (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.09.2011
  • Verlag: Hoffmann und Campe Verlag
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Gespräche über ein Leben mit John F. Kennedy

Eine der unvergesslichen Frauen des 20. Jahrhunderts erinnert sich an die Ehe mit John F. Kennedy und ihre - privaten wie öffentlichen - Erfahrungen. Ein Resümee, fast 50 Jahre unter Verschluss gehalten: vom Aufstieg eines Weltpolitikers bis zum dramatischen Ende, dem Attentat in Dallas. In tiefster Trauer über den Verlust ihres dreieinhalb Monate zuvor ermordeten Mannes empfängt Jacqueline Kennedy Anfang März 1964 den Historiker Arthur M. Schlesinger und gewährt ihm sieben Interviews, insgesamt sechseinhalb Stunden lang. Sie gibt ihm überraschende Einblicke in Kennedys Wirken als Senator und späterer Präsident der USA, erzählt von ihren Gesprächen mit ihm, von ihrer Rolle in seiner politischen Karriere. Sie wirft interessante, von feinem Gespür zeugende Schlaglichter auf Begegnungen mit bedeutenden Männern und weltbewegende Ereignisse wie die Kubakrise. Und auch private Belange rücken in den Blick, etwa der Glaube ihres Mannes, die Verbundenheit der Kennedy-Brüder und ihr eigenes Hineinwachsen in die Rolle der First Lady. Jacqueline Lee Bouvier Kennedy Onassis, geboren 1929 in Southampton, Long Island, New York, gestorben 1994 in New York City, heiratete 1953 John F. Kennedy. Von Kennedys Vereidigung als 35. Präsident der Vereinigten Staaten am 20. Januar 1961 bis zu seiner Ermordung am 22. November 1963 in Dallas, Texas, war sie die First Lady an seiner Seite.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 16.09.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783455850116
    Verlag: Hoffmann und Campe Verlag
    Originaltitel: Historic Conversations on Life with John F. Kennedy
    Größe: 10808 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Gespräche über ein Leben mit John F. Kennedy

EINFÜHRUNG

MICHAEL BESCHLOSS

Nun ist es also endlich an ihr, zu sprechen. Unzählige Bücher sind über John Fitzgerald Kennedy geschrieben worden, doch wer sie liest, stellt fest, dass die Stimme einer entscheidenden Zeugin praktisch ganz fehlt. So formulierte die New York Times in ihrem Nachruf am Tag nach ihrem Tod, am 19. Mai 1994: "Ihr Schweigen über ihre Vergangenheit, besonders über die Kennedy-Jahre und die Ehe mit dem Präsidenten, hatte immer etwas Geheimnisvolles." Sie hat nie ein Buch mit Erinnerungen, geschweige denn eine Autobiographie geschrieben.

Jacqueline Lee Bouvier wurde am 28. Juli 1929 in Southampton, im Staat New York, geboren, wo sowohl die väterliche als auch die mütterliche Linie ihrer Familie einen Sommersitz hatte. Ihr sonnengebräunter, französischstämmiger Vater, John Vernou Bouvier, war nach seinem Studium in Yale der Familientradition gemäß an die Wall Street gegangen. Seine Karriere erholte sich allerdings nach dem Börsenkrach von 1929 nicht mehr. Ihre Mutter, Janet Norton Lee, war die Tochter eines irischstämmigen Selfmademan, der es in New York zu einem erfolgreichen Bankier und Immobilienhändler brachte. In ihrer Kindheit zwischen Park Avenue und Long Island beschäftigte sich Jackie (sie bevorzugte eigentlich Jacqueline, aber Freunde und Verwandte gebrauchten nur selten den vollen Namen) mit Reiten, Zeichnen und Lesen – besonders Kunstgeschichte, Gedichte, französische Geschichte und Romane hatten es ihr angetan. Als sie zwölf war, ließen sich ihre Eltern scheiden, und ihre Mutter heiratete Hugh D. Auchincloss jr., einen der Standard-Oil-Erben, der Jackie und ihrer jüngeren Schwester Lee auf seinem malerischen Anwesen in McLean, im Staat Virginia, und in Newport, im Staat Rhode Island, ein Zuhause gab. Als Schülerin der Miss Porter's School in Farmington, in Connecticut, wo auch ihr Pferd Danseuse untergebracht war, galt Jackie als eigensinnig und ungezogen, aber hochintelligent.

Nach zwei Jahren am Vassar College, wo es ihr nicht gefiel, verbrachte sie ein Studienjahr an der Sorbonne und der Universität Grenoble. Hier blühte die junge Frau auf. Nach ihrer Rückkehr nach Merrywood, dem Haus ihres Stiefvaters am Potomac, machte sie 1951 ihren Abschluss an der George Washington University und gewann, unter 1200 Mitbewerberinnen, den Prix de Paris des Vogue -Magazins. Dafür hatte sie eine Ausgabe des Magazins entworfen und einen Essay über "Menschen, denen ich gern begegnet wäre" geschrieben (es waren Oscar Wilde, Charles Baudelaire und Sergej Diaghilew). Der Preis beinhaltete ein einjähriges Redaktionspraktikum bei der Vogue in New York und Paris. Das lehnte sie allerdings ab – zur Erleichterung ihrer Mutter, die das große Interesse ihrer Tochter für Frankreich als unguten Einfluss ihres Vaters, Jack Bouvier, wertete. Jackie trat stattdessen eine Stelle als Fotoreporterin beim Washington Times-Herald an. In dieser Eigenschaft lernte sie auch den Mann kennen, den sie später heiraten sollte.

Das erste Mal hatte sie Jack Kennedy 1948 getroffen, als sie in einem Zug von Washington, D. C., nach New York kurz mit einem, wie sie damals schrieb, zuvorkommenden "großen, hageren, jungen Kongressabgeordneten sprach, der sehr langes rötliches Haar hatte". Die Begegnung hatte allerdings keine Folgen. Im selben Jahr nahm Charles Bartlett, ein Freund der Familie, sie auf der Hochzeitsfeier seines Bruders auf Long Island bei der Hand, um sie "durch die Masse von Menschen" zu führen und sie Jack Kennedy vorzustellen, "aber bis ich sie hindurchmanövriert hatte, war er schon verschwunden". Offiziell vorgestellt wurde

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen