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Krieg um jeden Preis Gier, Machtmissbrauch und das Millardengeschäft mit dem Kampf gegen den Terror von Risen, James (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.09.2015
  • Verlag: Westend Verlag
eBook (ePUB)
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Krieg um jeden Preis

'Eine beängstigende Lektüre' -Johanna Adorján FAS Unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung führt die US-Regierung einen Krieg, der in keinem Verhältnis mehr zur tatsächlichen Bedrohung durch terroristische Organisationen steht. Es geht um ein Milliardengeschäft und das Interesse einiger Menschen, diesen Krieg am Laufen zu halten - koste es, was es wolle. James Risen zeigt, wer die Akteure sind. Seit 9/11 führt Amerika einen endlosen Krieg gegen den Terror, weltweit und ohne das Versprechen auf Frieden. James Risen, Journalist bei der New York Times und zweifacher Pulitzerpreisträger, offenbart in seinem neuen Buch das unvorstellbare Ausmaß der verborgenen Kosten dieses Krieges, erzählt von Profitgier und verschwendetem Geld, von unerhörtem Machtmissbrauch, von Kriegen gegen Normalität, Anstand und Wahrheit. Unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung hat die US-Regierung schändliche Dinge getan - und heute wird alles getan, um diese zu verdecken. Wer profitiert vom Krieg gegen den Terror? Wer verdient konkret daran? James Risen deckt auf.

James Risen arbeitet als investigativer Journalist bei der New York Times und ist Autor des Bestsellers 'State of War' über die CIA sowie weiterer Bücher. 2002 wurde er mit Kollegen für die Hintergrundberichterstattung zu 9/11 mit dem Pulitzerpreis geehrt. Mit Eric Lichtblau deckte er bereits 2004 die umfassende Überwachung der eigenen Bürger durch die NSA auf und wurde dafür 2006 ein weiteres Mal mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet. Er lebt in Maryland, USA.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 14.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864895951
    Verlag: Westend Verlag
    Originaltitel: Pay any Price: Greed, Power, and Endless War
    Größe: 562 kBytes
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Krieg um jeden Preis

Einleitung

Am 9. April 2009, kurz vor Amtsantritt der ersten Regierung Barack Obamas, nahm Paul Wolfowitz an einer bescheidenen Feier auf dem Nationalfriedhof Arlington teil. Es war der sechste Jahrestag des Falls von Bagdad, und der ehemalige Vizeverteidigungsminister der USA hatte sich in Abschnitt 60 des Friedhofs, wo die Toten des Irakkriegs begraben liegen, mit kaum fünfzig Leuten versammelt, um des 9. Aprils 2003 zu gedenken, als amerikanische Panzer in die Innenstadt von Bagdad ratterten und auf dem Firdos-Platz die Statue Saddam Husseins vom Sockel stürzten. Wolfowitz und die glühenden Befürworter der Irakinvasion begingen den 9. April als Tag der irakischen Befreiung, und es scherte sie wenig, dass nun, im Jahr 2009, die meisten Amerikaner vom Irak die Nase voll hatten und am liebsten vergessen hätten, dass ihr Land dort je einen Krieg geführt hatte.

Wolfowitz lauschte den Reden der Veteranen der Amerikanischen Legion, der Mutter eines gefallenen Soldaten vom Gold Star Mothers Club, des irakischen Botschafters und einer betagten Gesellschaftsdame aus dem feinen Washingtoner Stadtteil Georgetown namens Viola Drath, die das feierliche Gedenken organisiert hatte. Was machte es schon, dass sich die Invasion, die Saddam Hussein in nur drei Wochen gestürzt hatte, zu einem endlosen Zermürbungskrieg ausgewachsen hatte; oder dass sich die irakischen Massenvernichtungswaffen, die zur Begründung der Invasion hatten herhalten müssen, als Fantasiegespinst entpuppt hatten; oder dass an eben jenem sechsten Jahrestag des Falls von Bagdad geschätzte 30 000 Iraker auf dem Firdos-Platz der Stadt zusammenströmten, um wütend gegen die fortdauernde amerikanische Besetzung des Iraks zu protestieren, während der Jahrestag in den Vereinigten Staaten, von dieser kleinen Zusammenkunft in Abschnitt 60 abgesehen, weitgehend unbeachtet blieb. Nichts davon zählte. Wolfowitz, einer der Architekten des Irakkriegs, war guten Mutes. Als wir nach der Feier zum Friedhofsausgang schlenderten, tauschten wir Nettigkeiten aus und kamen ein wenig ins Plaudern. Wolfowitz war ohne Frage froh darüber, dass sich der Irakkrieg, zumindest aus seiner Sicht, so gut entwickelt hatte und der neue Präsident alle Anstalten machte, den globalen Krieg gegen den Terror energisch weiterzuführen und dabei viele der umstrittenen Maßnahmen der Regierung Bush zu bestätigen und zu verlängern.

Und ein Ende des Kriegs war - obwohl die Republikaner bei den Präsidentschaftswahlen 2008 von den Wählern aus dem Amt gefegt worden waren und Wolfowitz längst seinen Stuhl im Pentagon geräumt hatte - nicht in Sicht. Vielleicht bestand Barack Obamas größte politische Stärke darin, dass er als Kandidat so völlig anders wirkte als George W. Bush. Sein Wahlkampf verhieß Licht nach acht Jahren, in denen Bushs Vizepräsident Dick Cheney nichts lieber getan hatte, als auf der, wie er es nannte, "dunklen Seite" zu Werke zu gehen.

Aber Regierungsmacht lässt sich, einmal angehäuft, nur schwer wieder aufgeben, und Obama erlag rasch der Versuchung. Er verkündete, er wolle "nach vorn blicken, nicht zurück", und sprach sich gegen umfassende neue Untersuchungen des Einsatzes von Folter, der rechtswidrigen Gefangenenüberstellungen, der geheimdienstlichen Ausspähung amerikanischer Bürger im Inland und anderer möglicher strafbarer Handlungen des Regierungsapparats unter George Bush aus. Nachdem er an seinem ersten Tag im Amt einen Präsidentenerlass zur Schließung des Gefängnisses von Guan-tänamo Bay unterzeichnet hatte, änderte Obama seinen Kurs wieder und ließ die Anstalt in Betrieb. Er umgab sich mit Beratern, die tief in die umstrittensten sicherheitspolitischen Maßnahmen der BushAdministration verstrickt waren. Er weitete den Einsatz von Drohnen für "gezielte Tötungen" auf der ganzen Welt aus, setzte die Praxis der Anklage von Terrorverdächtigen vor Militärtribunalen fort, erlaubte den Strafverfolgungsbehörden, solche in den USA gefangenen Ve

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