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NS-Verbrecher und Staatssicherheit Die geheime Vergangenheitspolitik der DDR von Leide, Henry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.09.2007
  • Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
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NS-Verbrecher und Staatssicherheit

Bis heute gilt die konsequente Verfolgung von NS-Tätern als "gute Seite" des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Doch hinter der Fassade des antifaschistischen Musterstaats wurde ein sorgsam verhülltes, doppeltes Spiel gespielt: SED und Staatssicherheit prangerten die Bundesrepublik an und lieferten Fälle für Vorzeigeprozesse, aber zugleich stellten sie Ermittlungen gegen NS-Täter hintan, wenn sie dem Image der DDR zuwiderliefen. Henry Leide analysiert systematisch die Formen dieser Politik: Anwerbungen von früh amnestierten oder nie verurteilten NS-Verbrechern als Informanten und Agenten in Ost und West, mangelhafte Ermittlungen gegen Hunderte belastete DDR-Bürger, vereitelte Strafverfahren gegen angesehene DDR-Ärzte und verweigerte Rechtshilfe für die ausländische Justiz bei gleichzeitiger Monopolisierung vieler Akten durch die Geheimpolizei. In dieser Praxis entpuppt sich der DDR-Antifaschismus als instrumentelles Kampfprogramm in der deutsch-deutschen Systemkonkurrenz. Henry Leide ist Mitarbeiter in der Außenstelle Rostock der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 11.09.2007
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783647350189
    Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
    Größe: 3012 kBytes
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