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Kompendium semantische Netze Konzepte, Technologie, Modellierung von Reichenberger, Klaus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.05.2010
  • Verlag: Springer-Verlag
eBook (PDF)
40,00 €
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Kompendium semantische Netze

Semantische Technologien werden als die zukünftige Form menschlichen Wissens gehandelt. Gleichzeitig haftet ihnen etwas von einer Geheimwissenschaft an. Dieses Kompendium bietet eine - auch für Einsteiger verständliche - Einführung in das Thema. Es präsentiert verschiedene semantische Techniken, von automatischen Text-Mining-Verfahren bis hin zu komplexen Ontologien. Leser werden anhand von Beispielen in die Lage versetzt, selbst zu beurteilen, was semantische Technologien leisten. Im praktischen Teil lernen sie, semantische Netze zu modellieren.

Klaus Reichenberger ist Mitgründer und Geschäftsführer der intelligent views gmbh, wo er neben Vertrieb und Marketing den Bereich Knowledge Engineering verantwortet. In den letzten Jahren hat er bei intelligent views ein Team von Knowledge-Engineers aufgebaut, das einmalige Erfahrung in der praktischen Umsetzung semantischer Technologie versammelt: von der Modellierung semantischer Netze und Konfiguration intelligenter Applikationen bis zur Verknüpfung von Ontologien mit Suchmaschinen, Text-Mining-Techniken und user generated semantics.

Klaus Reichenberger hat über 12 Jahre Erfahrung in den Gebieten Semantik und Wissensmanagement und ist einer der führenden Experten in semantischer Modellierung. Sein persönlicher Schwerpunkt liegt im Thema 'business semantics' - wie bringe ich semantische Technologie ins Unternehmen und seine Prozesse hinein, welchen Nutzen kann ich damit stiften?

Vor der Gründung von intelligent views forschte Klaus Reichenberger bei der Fraunhofer Gesellschaft in den Bereichen Visualisierung und Wissensrepräsentation. Er ist Autor zahlreicher Publikationen und Vorträge zum Thema Wissensmanagement und Semantik.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 197
    Erscheinungsdatum: 17.05.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783642043154
    Verlag: Springer-Verlag
    Größe: 7843 kBytes
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Kompendium semantische Netze

" Kapitel 3 Tagging und assoziative Netze (S. 21-22)

3.1 Tagging

Lassen Sie uns in die Übersicht über die verschiedenen Grade der semantischen Informationserschließung mit einer Vorstufe semantischer Netze einsteigen, dem Tagging von Informationen. Tags sind Schlagworte, mit denen beliebige Objekte charakterisiert werden können. Tags sind nichts grundsätzlich Neues, wir kennen sie als Teil einer klassischen Kombination aus jeder Bibliothek.

Hier sind die Bücher nach einer Aufstellungssystematik in Regale (= in Ordner) eingeordnet, daneben aber auch in einem Schlagwortkatalog verzeichnet (= mit Tags versehen). Diese Schlagworte werden entweder vom Verlag vorgeschlagen oder von einem Mitarbeiter der Bibliothek vergeben, der das Buch gelesen oder mindesten überflogen hat; als Dienstleistung für die Nutzer der Bibliothek. Die Praxis der Verschlagwortung bzw. des Tagging erleichtert das Finden relevanter Informationen ungemein; besonders zwingend natürlich dort, wo die Gegenstände, die gefunden werden sollen, sich anderen Techniken wie etwa der Volltextsuche verweigern.

Das ist z.B. der Fall bei einer der ersten und immer noch populärsten Anwendungen des Tagging, der Web-Bilddatenbank flickr,2 hier wird eine sehr große Sammlung von Bildern erst dadurch handhabbar gemacht, dass diese getagged sind. Das Neue am Tagging gegenüber dem Schlagwortkatalog der Bibliothek ist der dezentrale Charakter – nicht ein Redaktionsteam vergibt die Tags, sondern alle Nutzer einer Community.

Entsprechend setzt das Tagging in der Frage der Qualität auf der Prinzip der wisdom of crowds (auch crowdsourcing): worauf sich eine Mehrheit von Nutzern bei der Vergabe von Tags einigen kann, ist bestimmt auch für eine Mehrheit von Nutzern bei der Suche gut. Dieser Ansatz hat allerdings seine Grenzen. Welche das sind, zeigt uns am besten ein Beispiel: Wie bei den Verzeichnisstrukturen im letzten Abschnitt gelingt es auch dem Tagging i.d.R. nicht Objektidentität herzustellen, wenn auch aus anderen Gründen: Hier nämlich finden Synonyme wie Coffee Makers und Coffee Machines, hier finden Einzahl, Mehrzahl und Schreibfehler nicht zueinander.

Die Folgen sind ähnlich: Ein Nutzer steigt vielleicht mit dem Begriff Coffee Machine ein und weiß nicht, dass ihm wertvolle Dokumente entgehen, die aber mit Coffee Maker getagged sind. Dokumente mit Tags wie Coffee Makers (Plural) oder Coffe (Schreibfehler) sind wie falsch eingeordnete Bücher in einer Bibliothek – sie werden höchstens durch Zufall wiedergefunden. Dieses Problem ist untrennbar mit dem Ansatz verbunden, sich das Instrumentarium der Erschließung durch die Nutzer aufbauen zu lassen. Dann wären für unseren Nutzer noch Beziehungen (z.B. zwischen Coffee und Coffee Machine) hilfreich, denen er aufWunsch nachgehen könnte. Und schließlich würde eine Gruppierung der Tags, etwa in Getränke, Komponenten und Maschinentypen die Übersichtlichkeit und Eindeutigkeit erhöhen. Beides sind Instrumente, die uns das Tagging nicht ohne weiteres bieten kann."

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