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MediaFotografie - analog und digital Begriffe, Techniken, Web von Walter, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.03.2006
  • Verlag: Springer-Verlag
eBook (PDF)
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MediaFotografie - analog und digital

Digitalfotografie wird in der aktuellen Literatur stets als DIGITALfotografie verstanden. Dieses Buch versucht bewusst, zu einem besseren Verständnis der modernen Fotografie zu führen, indem das erfolgreiche Zusammenwirken von klassischer mit digitaler Technologie genauso im Fokus steht wie Techniken und Besonderheiten der Digitalfotografie selbst. Die Grundlagen werden dabei theoretisch erläutert und an Bildbeispielen gezeigt. Hinzu kommen besondere Themen der Digitalfotografie wie Farbe und Schwarzweiß, Rausch- und Staubkorrektur, Internetpublikation, Urheberrechtsfragen und die Möglichkeiten des 'digitalen Negativs', der raw-Datei. Neben Photoshop wird weitere einschlägige Software wie GIMP und C1 behandelt.

Kurzbiografie Professor Dr. Thomas Walter:

1986 - 1991: Physikstudium an der TU Darmstadt

1989: Aufenthalt am Deutschen Elektronen-Synchroton (DESY), Hamburg, und Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes.

1991 - 1995: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am FB Mathematik der TU Darmstadt

1991: Förderpreis der WE Heraeus-Stiftung

1994: Promotion am FB Mathematik der Technischen Hochschule Darmstadt

1995 - 1997: Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Wissenschaftsrates im Referat Quantitative Analysen, Statistik, Datenverarbeitung

1998 - 8/2000: Leiter der Stabsabteilung 'Datenverarbeitung und Organisation' an der Universität Tübingen

Seit 9/2000: Professor für das Lehrgebiet 'Programmierung und Betrieb von Web-Sites' an der Fachhochschule Kaiserslautern, Standort Zweibrücken

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 312
    Erscheinungsdatum: 30.03.2006
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783540273714
    Verlag: Springer-Verlag
    Größe: 16106 kBytes
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MediaFotografie - analog und digital

7 Schwarzweiß mit Digital (S.201)

Schwarzweiß war bis in die 60er-Jahre des letzten Jahrhunderts das vorherrschende Medium der Fotografie, und auch heute noch erfreut sich die Schwarzweißfotografie - nicht zuletzt in der Werbung - großer Beliebtheit. Während nun die klassische Fotografie den Weg von Schwarzweiß (SW) zur Farbe gefunden hat, ist das Farbbild stets die Ausgangssituation in der Digitalfotografie, da praktisch keine Kamera einen reinen SW-Chip verwendet.

Wir haben also stets die Aufgabe zu lösen, aus einem Farbbild ein Schwarzweiß- Bild zu generieren, und dies ist schwieriger, als es zunächst erscheinen mag - es birgt aber auch ein besonderes Potential "analogdigitaler" Kreativität! Rein technisch wäre ein SW-Sensor sehr interessant, da er ohne Interpolationsverfahren zu sehr scharfen Abbildungen führen würde. Er würde aber gleichzeitig die Graustufenumwandlung, wie wir in diesem Kapitel sehen, stark einschränken.

7.1 Bemerkungen zur Schwarzweißfotografie

7.1.1 Schwarzweiß analog und digital

In Abschnitt 4.4 haben wir gesehen, wie ausgehend von den Messwerten des Sensors durch Interpolation die volle RGB-Information für alle Pixel errechnet und in den klassischen Dateiformaten abgespeichert wird (nur die unverarbeiteten raw-Daten sind hier eine Ausnahme).

Ein Graustufenbild entsteht in dieser Diktion, indem alle drei Farbkanäle stets den gleichen Wert aufweisen. Dadurch entstehen Dateien gleicher Größe wie ein Farbbild, und die Ausgabe auf einem Drucker ist in diesem Sinne spannend, weil nicht sicher ist, dass wirklich ein rein graues Bild entsteht: Ein Farbstich ist nicht auszuschließen.

Anders ist die Situation bei Reduktion auf ein echtes Graustufenbild. Hier werden - durch geeignete Verfahren, die wir unter 7.3 kennen lernen werden - die drei Farbkanäle auf einen einzigen Graukanal reduziert: Die entstehenden Dateien haben nur noch ein Drittel des Umfangs des entsprechenden Farbbildes.

In Abschnitt 7.3.3.1 ist mehr zum Übergang vom "grauen RGB-Bild" zum echten Graustufenbild zu finden. Nur noch wenige Digitalkameras haben einen dedizierten Schwarzweiß-Modus, welcher die direkte Aufzeichnung von SW-Bildern erlaubt. Diese SW-Bilder sind gut, um einen ersten Eindruck von der SW-Wirkung eines Motivs zu bekommen, für einen bewussten Einsatz sollte aber das Farbbild aufgezeichnet und dann mit einem der nachfolgenden Verfahren gezielt und variabel in Graustufen umgewandelt werden.

Digitale SW-Kameras, also solche, welche erst gar kein Farbbild erzeugen, gibt es heute praktisch nicht mehr, obwohl diese den Vorteil haben, ohne Interpolationsverfahren auszukommen. Im Analogen gab es einen beliebten Trick, um die Stimmung einer SW-Aufnahme eines Motivs zu bekommen: Setzt man einen Kodak Wratten-Filter 90 (graues Gelbbraun, ein typisches Betrachtungsfilter, vgl. [Kod]) vor die Aufnahmeoptik, so ergibt sich bei kurzer Motivbetrachtung ein guter Eindruck der entsprechenden SW-Aufnahme. Hier bietet natürlich die digitale Welt viele Verbesserungen.

7.1.2 Die Kunst der Schwarzweißfotografie

Warum im 21. Jahrhundert überhaupt noch Schwarzweißfotografie - wenn, wie wir gesehen haben, technisch sowieso die Farbaufzeichnung heute der Standard ist. Diese Frage ist berechtigt, es lassen sich aber auch viele Antworten finden.

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