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Android Hacking Behalten Sie Ihre Daten auf dem Handy und nicht beim Geheimdienst: Schwachstellen und Sicherheitslücken finden und beseitigen von Immler, Christian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.01.2016
  • Verlag: Franzis
eBook (ePUB)
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Android Hacking

Alle zwei Jahre ein neues Smartphone und zusätzlich warten, bis der Hersteller die neueste Android-Version ausliefert. Ja, so sieht der Lebens- zyklus vieler Smartphones aus. Außerdem werden die Funktionen des Smartphones häufig beschnitten. Das müssen Sie nicht mitmachen. Lösen Sie sich von gegebenen Fesseln und hacken Sie sich frei. Android ganz nach Ihrem Geschmack: Mit alternativen Launchern können Sie schnell das Aussehen der Oberfläche ändern. Android Emulator auf dem PC: Apps vor der Installation in einer gesicherten Umgebung testen. Rooten Sie Ihr Android-Smartphone frei Beim Kauf eines neuen Android-Smartphones ist das Betriebssystem installiert und konfiguriert. Um an die versteckten Funktionen zu gelangen, müssen Sie das System rooten. Als sogenannter Superuser haben Sie dann Zugriff auf das ganze System und können alles damit anstellen. Erst nach dem Rooten wissen Sie, wie mächtig Android eigentlich ist. Alternative Launcher und Custom-ROMs Sollten Sie der Standardoberfläche überdrüssig geworden sein, so können Sie mit einem anderen Launcher die Oberfläche ganz einfach ändern. Hierfür müssen Sie Ihr System noch nicht einmal rooten. Wenn Sie aber noch mehr aus dem System herausholen wollen, steht Ihnen neben dem Rooten noch die Möglichkeit zur Installation von Custom-ROMs offen. Auch auf alten Smartphones kommen Sie damit in den Genuss der neuesten Android-Versionen. Christian Immler, Jahrgang 1964, war bis 1998 als Dozent für Computer Aided Design an der Fachhochschule Nienburg und an der University of Brighton tätig. Einen Namen hat er sich mit diversen Veröffentlichungen zu Spezialthemen wie 3-D-Visualisierung, PDA-Betriebssystemen, Linux und Windows gemacht. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet er als erfolgreicher Autor mit mehr als 200 veröffentlichten Computerbüchern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 20.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783645222952
    Verlag: Franzis
    Größe: 80118 kBytes
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Android Hacking

Geheimnisse rund ums "Rooten"

Kurz nach der öffentlichen Vorstellung des ersten Android-Smartphones G1 fand die damals schon sehr aktive Android-Community eine Möglichkeit, einen allumfassenden Systemzugriff auf die Geräte zu erlangen, der dem normalen Benutzer verborgen blieb. Da Android auf Linux basiert, wurde diese Methode als "rooten" bezeichnet, nach dem Linux-Superuser root .

Android geht wie jede Linux-Variante von einem normalerweise eingeschränkten Benutzerkonto aus, dem kritische Systemzugriffe verwehrt werden. Ein spezieller Benutzer root hat Zugriff auf das komplette System, was natürlich auch mit Risiken verbunden ist. In Android gibt es keinen Standardbenutzer, sondern jede App ist ein eigener Benutzer mit bestimmten Rechten, die bei der Installation durch die in der Datei AndroidManifest.xml festgelegten Systemberechtigungen definiert werden und die der Anwender bei der Installation auch bestätigen muss.

"Das Recht auf Root-Zugriff auf Ihr System ist ein zentrales Problem" , sagte Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Web auf einer Linux-Konferenz in Australien. "Das Recht auf Root ist das Recht, Dinge zu speichern, die so laufen, wie Sie es wollen." Ein Gerät, das dem Anwender dieses Recht nicht einräume, diene einem fremden Herrn.

Android-Nutzer können sich mit besonderen - von den Geräteherstellern nicht autorisierten - Tools selbst Root-Zugriff auf ihr Smartphone oder Tablet freischalten. Dabei wird der Benutzer root angelegt, der normalerweise gar nicht vorhanden ist, und die Systempartition im Dateisystem komplett mit Schreibzugriff gemountet, damit dieser Benutzer auch schreibend auf alle Dateien zugreifen kann - was diesem Benutzer und allen Apps mit Root-Zugriff verständlicherweise auch zerstörerische Fähigkeiten ermöglicht.

Sind Sie sich nicht sicher, ob Ihr Smartphone gerootet ist oder nicht, hilft die kostenlose App Root Verifier weiter. Diese App überprüft das Smartphone auf mögliche Root-Zugriffe, ohne es selbst zu rooten oder irgendwelche anderen Veränderungen vorzunehmen. Damit der Test auf einen möglichen Root-Zugriff funktioniert, fragt die App wie jede App, die Root-Rechte benötigt, bei der Superuser-App nach. Hier muss eine entsprechende Anfrage bestätigt werden, um den Test durchzuführen.

Bild 1.1: Root Verifier stellt fest, ob ein Smartphone gerootet ist oder nicht.

Ist auf dem Smartphone kein Google Play Store vorhanden, weil zum Beispiel ein CustomROM installiert ist, kann Root Verifier auch über den F-Droid-App-Store heruntergeladen werden.

Das # -Zeichen, das die Root Verifier-App als Logo nutzt, ist übrigens das Linux-interne Symbol für den Root-Benutzer und wird im Zusammenhang mit Rooten noch öfter auftauchen.

Rooten wird häufig dafür genutzt, nicht benötigte Bloatware-Apps, die Gerätehersteller oder Mobilfunkprovider auf den Smartphones vorinstalliert haben, zu entfernen, was bei in der Firmware installierten Apps auf klassischem Weg nicht möglich ist.

Was bedeutet Firmware?
Klassischerweise unterscheidet man in der Computertechnik zwischen Hardware und Software. Hardware ist die Elektronik, und Software sind die Programme, einschließlich Betriebssystem, die diese Elektronik steuern. Firmware liegt irgendwo dazwischen. Dabei handelt es sich um Programme oder Betriebssysteme, die fest auf einem Chip eingebrannt sind und deren Zweck darin besteht, die Grundlage zu liefern, damit weitere Software die Hardware steuern kann.

Da auch Firmware in letzter Zeit immer wieder vom Hersteller aktualisiert wird, ist sie heute nicht mehr fest in einem Chip eingebrannt, und es gibt Methoden, sie zu verändern. Die dazu notwendigen Werkzeuge waren ursprünglich nur den Herstellern zugänglich. Die Android-Community und auch Google selbst stellen mittlerweile diverse derartige Tools zur Verfügung./

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