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Schnelleinstieg Banana Pi 160 Seiten Boards, Installation, Programmierung, Elektronikprojekte und Zubehör nutzen von Schlenker, Mattias (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.06.2015
  • Verlag: Franzis
eBook (ePUB)
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Schnelleinstieg Banana Pi

Auch wenn der Raspberry Pi als Inbegriff des Single-Board-Computers gilt: Es gibt mehr als nur den Pi - ob als Ein-, Um- oder Aufsteiger, es lohnt sich der Blick auf den Banana Pi. Schon der Name weist auf die Ähnlichkeiten hin, d. h., vorhandene Projekte können Sie gut auch portieren. Profitieren Sie von der besseren Hardware! Nicht nur die Boards werden erklärt, sondern auch die praktische Nutzung von Zubehör. Wenig Theorie, dafür viel Praxis: dokumentiert mit Quellcode, Schaltbildern und Screenshots. Richtiges Board und Betriebssystem wählen, installieren und programmieren Es gibt nicht den einen Banana Pi. Lernen Sie die unterschiedlichen Boards kennen und wählen Sie das richtige für sich aus. Bananian, OpenWRT oder Ubuntu? Egal welches Sie wählen, die Installation wird Ihnen Schritt für Schritt erklärt. Für die Programmierung nehmen Sie am besten Python. Wie diese Programmiersprache installiert und genutzt wird, wird anhand eines eigenen Projekts gezeigt. Mit Praxisprojekten den Banana Pi ausreizen Bananian als Betriebssystem ist sehr mächtig. Nach der richtigen Einbindung im Netzwerk nutzen Sie Ihren Banana Pi als Druckerspooler und wandeln PostScript vor dem Ausdruck in das binäre Format des Druckers um. Cloudserver und Desktopersatz sind genauso dabei wie Dateiserver und Videorekorder. Die Umsetzung von Projekten an der GPIO lernen Sie auch anhand von Praxisbeispielen kennen. Webcam oder Servomotor? Zwei Beispiele zeigen Ihnen, wie es geht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 10.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783645223034
    Verlag: Franzis
    Größe: 17243 kBytes
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Schnelleinstieg Banana Pi

GRUNDLAGEN

Geschichte des Banana Pi

Single-Board-Computer sind kein neues Phänomen, bereits Ende der 1990er gab es die Minimalcomputer für kommerzielle Kunden. Sie hatten primär zwei Einsatzbereiche: Der erste war die Entwicklung von Steuerungskomponenten für die Industrie. Die hierfür verwendeten Platinen wurden auf breite klimatische Einsatzbereiche optimiert, in kleinen Serien hergestellt, und die Hersteller garantierten eine lange Verfügbarkeit - das sorgte leider für hohe Preise. Bereits für einfache SBCs wurden mehrere Hundert Euro aufgerufen.

Der zweite Einsatzbereich war der als Musterplatine für die aufkommende Heimvernetzung, wie DSL-Router oder NAS (Network Attached Storage). Basierend auf den Referenzdesigns konnten Hardwarehersteller dann Software für DSL-Router und später die abgespeckten Platinen (weniger Schnittstellen, weniger Speicher) entwickeln. In Form von NAS und Router wurden die ersten Single-Board-Computer dann von der Community entdeckt, die mit eigener Firmware die Funktionalität erweiterte und so vollwertige Server für den Hausgebrauch schuf oder Linux-basierte Settop-Boxen zu Entertainment-Centern ausbaute.
Die frühen Jahre

Die bekanntesten Geräte dieser Ära dürften der Linksys-Router WRT54G(L) und der erste populäre NAS-Server Linksys NSLU2 gewesen sein. Softwareseitig verschrieb sich das OpenWRT-Projekt (und das verwandte DD-WRT-Projekt) der Entwicklung einer schlanken Firmware. Debian arbeitete früh an Paketen für die typischerweise verwendeten MIPS- und ARM-Architekturen, sodass erfahrene Linux-Anwender mit den bekannten Paketwerkzeugen arbeiten konnten. Heutzutage gesellen sich mit Yocto Linux und uClibc Buildroot weitere Embedded Linuxe hinzu, und in Form von NetBSD und mit Einschränkungen FreeBSD stehen "echte Unixe" bereit.

Dennoch galten Single-Board-Computer bis vor ein paar Jahren als reines Nerd-Spielzeug. Das hatte vor allem zwei Gründe: Eine fehlende Anschlussmöglichkeit für Tastatur und Monitor machte das Debugging schwierig und erforderte zusätzliche Kenntnisse sowie zusätzliche Hardware in Form eines 3,3-V- oder 5-V-USB-Seriell-Adapters, um auf den Bootloader und vor Initialisierung der Netzwerkschnittstellen auf eine Konsole zugreifen zu können.

Die zweite Hürde waren fest verlötete "Massenspeicher" - meist Flash-Bereiche mit 2 bis 32 MByte: Schlägt die Installation eines Betriebssystem-Images fehl, muss umständlich aus dem Bootloader heraus per TFTP (Trivial File Transfer Protocol) eine erneute Installation gestartet werden - auch hierfür ist zusätzliche Software (im Sinne eines TFTP-Servers) notwendig, zudem brauchen Sie das nötige Expertenwissen im Umgang mit Bootloader und TFTP-Server.

Linux-Experimente auf dem DSL-Router: Weil die Netzwerkschnittstelle nicht initialisiert wurde, musste ich zum Lötkolben greifen, um Zugriff auf eine serielle Konsole zu bekommen - derartiges Ungemach droht beim Banana Pi nicht.
Die ARM-Plattform

Ein Meilenstein für die Entwicklung heute omnipräsenter Minicomputer (Smartphones, Tablets, NAS-Geräte, Videoplayer etc.) war die Entwicklung der ARM-Prozessorfamilie. Entstanden ist diese im Umfeld der Universität Cambridge, als die Entwickler des "Volkscomputers" BBC Micros mit dem verbauten Prozessor unzufrieden waren. Mangels guter Rechenleistung zu günstigen Preisen entwickelten sie einfach einen eigenen Prozessor. Der trug zunächst den Namen Acorn RISC Machines - dabei ist RISC wiederum ein Akronym für Reduced Instruction Set Computing, was dafür steht, dass wenige, dafür hochoptimierte Befehle verwendet werden. Später wurde die Prozessorsparte ausgelagert, die Abkürzung steht seither für Advanced RISC Machines.

Für den Erfolg der ARM-Architektur dürften zwei Entscheidungen ausschlaggebend gewesen sein: Zum einen können ARM-Prozessoren mit wenigen Transistoren und damit billig gefertigt werden. Zum anderen baut ARM Holdi

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