text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

IT-Projektmanagement im Wandel HMD - Praxis der Wirtschaftsinformatik Heft 260

  • Erscheinungsdatum: 28.04.2008
  • Verlag: dpunkt
eBook (PDF)
18,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

IT-Projektmanagement im Wandel

Globalisierung, kurze Projektlaufzeiten und vor allem immer wieder kurzfristige Änderungen (moving targets) erfordern agile Vorgehensweisen. Neue Vertragsmodelle und erzwungene Zusammenarbeit mit Konkurrenten stellen neue Fragen der Kollaboration. Was ist das Besondere an modernen IT-Projekten? Welche Rolle spielen heute Professionalisierung des Projektmanagements und Zertifizierung? Hat Serviceorientierung wie ITIL einen Einfluss auf die Projektsteuerung in einem Umfeld, das wieder stärker nach Kundenorientierung verlangt? Wie hat sich das Projektmanagement in einer Offshoring/Outsourcing-Umgebung und in ein Multi-Projektmanagement einzugliedern? Wie lassen sich technisch orientierte Experten unter diesen Bedingungen motivieren und führen? Wie wichtig für den Projekterfolg sind heute Teambildungs- und andere motivatorische Maßnahmen? Allgemein: Wohin geht der Trend? Diese Fragen und noch mehr wollen wir unter dem Stichwort 'IT-Projektmanagement im Wandel' ansprechen und dabei in bewährter Manier führende und erfahrene Autoren zu Wort kommen lassen. Diese Fragen und noch mehr wollen wir unter dem Stichwort 'IT-Projektmanagement im Wandel' ansprechen und dabei in bewährter Manier führende und erfahrene Autoren zu Wort kommen lassen. Karsten Hoffmann

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 28.04.2008
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783898649674
    Verlag: dpunkt
    Größe: 3425 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

IT-Projektmanagement im Wandel

Das Projekt als widerständiges Nest (S. 34-35)

Die Provokation vorweg: Für das Management des dynamischen Anteils von Projekten sind die üblichen Projektmanagementmethoden nutzlos oder – ein Vorschlag zur Güte – sie sind Nebensache. Die Enge globaler Märkte zwingt Unternehmen, sich mit Ideen Konkurrenz zu machen. Ideen sind immer Überraschungen. Die Menge dieser Überraschungen nennen wir Dynamik. Sie nimmt zu und ist inzwischen dominierendes Umgebungselement fast aller Projekte.

Die meisten Unternehmen leiden unter dieser neuen Dynamik. Die wenigen, die diese neue Dynamik in Gebrauch nehmen, nennen wir "dynamikrobuste Höchstleister". Sie benutzen neben den bekannten wissensbasierten Prozessen vor allem sogenannte dynamikrobuste Projekte für ihre Wertschöpfung. Wer Höchstleister nicht nur bewundern, sondern auch als Vorbild nutzen will, muss sie verstehen. Da diese mehr auf Können statt auf Wissen basieren, ist dies nicht leicht. Wir benutzen dazu einen systemischen Denkhintergrund.

1 Dynamik

Die modernen Probleme der Wertschöpfung, auch die des Projektmanagements, haben alle eine gemeinsame Ursache: Dynamik. Wir verstehen darunter das Maß für Überraschungen, die ein Unternehmen oder ein Projekt aushalten bzw. erzeugen muss, um erfolgreich zu sein. Überraschungen können zwei Ursachen haben: erstens mangelndes Wissen. Dagegen helfen Methoden, denn sie machen das vorhandene Wissen verfügbar. Zweitens, die Idee eines Konkurrenten. Hier hilft kein Wissen, hier hilft nur eine eigene Idee.

Wenn die Überraschung zwei Ursachen haben kann, dann auch die Dynamik. Allerdings nennen wir "Dynamik", die aus Unwissenheit oder Überforderung erwächst, lieber Chaos. Die moderne Dynamik, um die es hier geht, entsteht aus globaler Enge. Märkte globalisieren sich durch Wachstum in der Fläche. Ist ein Markt schließlich global, kann er sich nicht mehr weiter ausbreiten. Es wird eng. Regionen, in denen unbehelligt Produkte abgesetzt werden können, werden rar.

Eigenes Wachstum ist nur noch zulasten anderer Marktteilnehmer möglich. Diese wehren sich natürlich. Besonders erfolgreich sind überraschende Aktionen. Wer seinen Wettbewerber auf dem falschen Fuß erwischt, kann ihm Marktanteile abnehmen. Manche Unternehmen nutzen Überraschung als taktische Waffe und sind selbst beweglich genug, um durch überraschende Manöver ihrer Wettbewerber nicht aus dem Tritt zu geraten. Wir nennen diese Unternehmen "dynamikrobuste Höchstleister". Eines ihrer wichtigsten Werkzeuge sind dynamikrobuste Projekte.

2 Projekt als Lösung?

Projekte sind temporäre Sonderorganisationen mit einer Linienorganisation als Umgebung. Sie sind also von der Linie getrennt, aber intensiv an diese gekoppelt. So ist ein Projekt immer eine Organisation in einer Organisation. Projekte werden gebildet, um Aufgaben zu lösen, die innerhalb der Linie nicht oder nicht ohne Schaden für die Linie bearbeitet werden können. Das sind in der Regel Aufgaben, die nur einmalig oder nur selten zu bearbeiten sind. Als Projektstruktur dienen hier sogenannte temporär modifizierte Linien. Diese Struktur ist immer noch die dominierende. Jedoch sind die konventionellen Projekttypen zu empfindlich für hohe Dynamik. Für Aufgaben mit hohem dynamischem Anteil werden dynamikrobuste Projektstrukturen benötigt. Diese sind Ursache und gleichermaßen Lösung für Dynamikprobleme.

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen