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Wicket Komponentenbasiert und objektorientiert - das alternative Java-Webframework von Mader, Jochen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.03.2012
  • Verlag: entwickler.press
eBook (ePUB)
18,99 €
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Wicket

Apache Wicket ist ein komponentbasiertes Webframework, das sich in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Vertreter seiner Gattung gemausert hat. Man könnte diese Beliebtheit mit der einfachen Integration von Ajax oder der rigorosen Trennung von Markup und Logik erklären. Aber was Wicket wirklich über die Masse konkurrierender Frameworks erhebt, sind der Verzicht auf eine eigene Markup-Sprache und das objektorientierte Programmiermodell. Dadurch rücken Java und seine Sprachmittel stark in den Vordergrund. Das ermöglicht es erfahrenen Entwicklern, sehr schnell in die Kernkonzepte von Wicket einzusteigen und auch komplexeste Anwendungen umzusetzen. Ziel dieses Buchs ist es, die grundlegenden Konzepte von Wicket zu vermitteln und im weiteren Verlauf auf fortgeschrittene Aspekte einzugehen. Hierzu wird eine Beispielanwendung entwickelt und Schritt für Schritt erweitert. Anhand detaillierte Codebeispiele werden Sachverhalte wie der Wicket Request Cycle, Models, Validierung und JUnit Testing erklärt. Des Weiteren werden Themen wie Deplyoment-Szenarien (JEE6, Beanstalk, ...) , jQuery-Integration und Performance-Tuning in separaten Kapiteln behandelt. Durch Studium dieses Buchs soll ein Entwickler befähigt werden, skalierbare, wartbare Webanwendungen in Wicket zu bauen, und er soll lernen, eigene, wiederverwendbare Komponenten zu entwickeln und fremde Komponenten zu erweitern.

Jochen Mader hat über zehn Jahre Erfahrung im Bereich Architektur und Entwicklung. Derzeit ist er bei der Senacor Technologies AG für verschiedene Wicket-Projekte als Technical Lead verantwortlich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 218
    Erscheinungsdatum: 30.03.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783868026054
    Verlag: entwickler.press
    Größe: 5427 kBytes
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Wicket

3 Java im Web

Der Startschuss zum World Wide Web (WWW), wie wir es heute kennen, erfolgte im Jahr 1993 mit der Freigabe von Mosaic, dem ersten freien Webbrowser. War das damalige Netz noch stark auf die Auslieferung statischer Inhalte fokussiert, bot das neue Medium deutlich mehr.

Um dieses Potenzial zu nutzen, wurde die Basis für einen neuen Standard zur Auslieferung dynamischer Inhalte entwickelt. Unter dem Namen Common Gateway Interface (CGI) wurde eine Laufzeitumgebung für Serverseitige Skripte und Programme definiert. Die größte Schwäche dieser Spezifikation waren die hohen Anforderungen an den Server. Für jeden Request wurde ein eigener Prozess erzeugt, in dem das jeweilige Programm ausgeführt wurde. Das wurde vor allem deshalb zum Problem, weil praktisch alle diese Programme in irgendeiner Skriptsprache geschrieben waren. So musste für jeden Request der Interpreter gestartet werden, was oft ein Vielfaches der Laufzeit des eigentlichen Skripts darstellte. Schnell wurde eine Erweiterung des bestehenden Standards unter dem Namen FastCGI entwickelt, um die Serverlast zu reduzieren. FastCGI erlaubte es, mit Programmen via TCP oder Unix Domain Sockets zu kommunizieren. Ein entsprechendes Programm musste nur einmal instanziiert werden und konnte dann für beliebig viele Requests verwendet werden. Durch die Verwendung von Sockets war es sogar möglich, die entsprechenden Programme auf anderen Servern zu betreiben.

Aber selbst dieser Ansatz wurde bald an seine Grenzen getrieben und man begann, nach Werkzeugen zu suchen, die für die Erstellung dynamischer Webpräsenzen besser geeignet waren. Der wichtigste Schritt auf diesem Gebiet war die Einführung eines Modul Layers in Apache, dem wichtigsten Webserver. Damit war es möglich, eigene Module zu registrieren, die ähnlich wie FastCGI nur einmal geladen wurden und dann so viele Requests wie nötig beantworten konnten. Meist verbargen sich Interpreter von Skriptsprachen hinter folgenden Modulen:

mod_perl : Die wohl älteste für diese Aufgabe eingesetzte Skriptsprache. In diesem Buch soll sie aber nicht näher betrachtet werden
mod_python : Python ist eine sehr elegante Sprache. Meine erste Begegnung mit Python für Webapplikationen war allerdings Zope.
mod_php : Wohl das bekannteste installierbare Sicherheitsloch im Webumfeld.
Java fristete in der Anfangszeit noch ein Schattendasein, was sich im Jahr 1997 durch die Freigabe der Servlet-Spezifikation änderte.

3.1 Servlets und JSPs

Die Geschichte des Servlet API scheint durchaus Anlass für Diskussionen zu geben, weshalb ich hier nur auf einen kurzen, aber informativen Blog-Post 1 von Jim Driscoll verweisen will. Viel wichtiger für uns sind die Auswirkungen von Servlets auf Java. Aus der Spezifikation ergaben sich mehrere wichtige Grundlagen für heutige Java-Webanwendungen. Da wäre zum einen das Servlet API. Hier wurden sowohl Protokolleigenschaften von HTTP als auch Erweiterungen wie HTTP-Sessions verfügbar gemacht. Auf diesem API aufsetzend wurden die Java Server Pages (JSP) geschaffen. JSPs erlaubten es, Markup und spezielle Tags samt eingebettetem Java-Code zu vereinen (Listing 3.1). Das Ergebnis wurde dann von einem speziellen Compiler on the Fly in Servlets umgesetzt.


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Listing 3.1: JSP-Beispiel

Ein neues Deployment-Format wurde geschaffen, um Servlet-API-basierte Applikationen zu bündeln. Diese so genannten Web Application Archives (WAR) s

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