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Monitoring mit Zabbix: Das Praxishandbuch Grundlagen, Skalierung, Tuning und Erweiterungen von Kramm, Thorsten (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.03.2016
  • Verlag: dpunkt
eBook (PDF)
30,99 €
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Monitoring mit Zabbix: Das Praxishandbuch

Die Anzahl der IT-Systeme wächst stetig. Täglich kommen neue Server und Geräte in unseren Netzwerken zum Einsatz. Doch die Anzahl der Personen, die diese Netzwerke betreuen, nimmt nicht im gleichen Maße zu. Damit Systeme und Netzwerke dennoch stabil bleiben, wird effektives und effizientes Monitoring zu einem entscheidenden Faktor. Eine Monitoring-Lösung, die sich für komplexere Aufgaben in Unternehmen bewährt hat, bietet seit mehr als 10 Jahren das Open-Source-Monitoring-System Zabbix. In diesem Buch erfahren Sie alles über das Monitoring mit Zabbix. Neben den Grundlagen werden auch Spezialthemen wie Skalierung, Tuning und Erweiterung eines Zabbix-Servers erläutert. Mit zahlreichen konkreten Beispielen aus seiner beruflichen Praxis veranschaulicht der Autor die Arbeit mit Zabbix und bezieht dabei auch die wesentlichen Neuerungen der Version 3 ein. Der Inhalt richtet sich gleichermaßen an Anfänger und Profis. Wenn Sie noch nicht mit Zabbix überwachen, lernen Sie Schritt für Schritt die Einrichtung eines professionellen IT-Monitorings. Wenn Sie Zabbix bereits nutzen, gibt Ihnen das Buch viele Tipps aus der Praxis und sofort nutzbare Beispiele, wie Sie konkrete Anforderungen umsetzen. Thorsten Kramm beschäftigt sich seit 1999 mit IT-Systemen im Unternehmenseinsatz. In verschiedenen Firmen leitete er die IT-Abteilungen. Frustriert über die mangelnde Benutzerfreundlichkeit vieler Monitoring-Lösungen kam er 2006 zu Zabbix. Als Berater hat er in vielen Firmen Zabbix eingeführt und große Setups aufgebaut. Thorsten Kramm beschäftigt sich nicht nur mit den technischen Details von IT-Systemen. Sein Augenmerk gilt auch den Soft Skills und der menschlichen Komponente. Ein System funktioniert nur so gut, wie die Menschen, die es betreiben. Thorsten Kramm gibt Trainings zu den Themen Monitoring, IT-Automatisierung und Kanban in der IT. Er lebt und arbeitet in Berlin. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Webseite http://system42.io.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 08.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864918971
    Verlag: dpunkt
    Größe: 28141 kBytes
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Monitoring mit Zabbix: Das Praxishandbuch

2 Der Einstieg: Was ist Monitoring?

2.1 Warum Monitoring?

Die perfekten IT-Systeme, die zuverlässig und ohne Fehler ihre Dienste tun, gibt es nicht. Ein funktionierendes IT-System ist kein Zustand, sondern ein Prozess, der von Menschen (Administratoren) permanent begleitet werden muss.

Zahlreiche Ereignisse sorgen immer wieder dafür, dass ein IT-System seinen Dienst versagt. Verschleißteile wie Festplatten, fehlerhafte Bedienung, bösartige Angriffe oder das Versäumen von regelmäßigen Pflegeaufgaben sind nur einige Gründe, warum Fehler und Ausfälle auftreten. Und spätestens dann, wenn Ihr Kunde schneller als Sie bemerkt, dass ein System nicht mehr funktioniert, brauchen Sie ein Monitoring.

Die folgenden Aufgaben sollte ein Monitoring-System für Sie erledigen:

den Status aller Komponenten erfassen

Daten aufbereiten, sortieren und bewerten

übersichtliche Zusammenfassungen präsentieren

Abweichungen vom Normalzustand erkennen

Alarm auslösen

Zustände und Veränderungen protokollieren

die Einhaltung von Prozessen oder eine Abweichung überwachen und protokollieren
2.2 Monitoring ist mehr als ein Alarm im Fehlerfall

Je größer ein IT-System ist, desto schwieriger wird es, den Überblick über den Zustand des gesamten Systems und aller Einzelkomponenten zu behalten. Entsprechend muss das Monitoring-System komplexere Aufgaben als die zuvor beschriebenen erfüllen.

Einen Alarm zu senden, wenn ein Fehler auftritt, ist eine wichtige, aber bei weitem nicht die einzige Aufgabe eines Monitoring-Systems. Monitoring heißt, viele Daten zu sammeln und automatisiert die richtigen Schlüsse zu ziehen. Fällt eine Komponente aus, ist es nicht schwer, daraus zu schlussfolgern, dass ein Problem vorliegt! Es sollte sich jemand darum kümmern! Ab einer gewissen Anzahl von Systemen gehören Meldungen des Monitoring-Systems zum Alltag. Das Monitoring-System sollte harmlose von schweren Fehlern unterscheiden und je nach Schweregrad unterschiedliche Medien zur Benachrichtigung nutzen können.

Neben der Erkennung von Fehlern sollte ein Monitoring-System Schlüsse oder konkrete Aussagen zur Zuverlässigkeit von Systemen und Komponenten ermöglichen. Dazu ist das Speichern historischer Daten notwendig. Dabei sollte das System eine Schnittstelle und ein sogenanntes User-Interface zur Verfügung stellen, um die gespeicherten Daten schnell und bequem auswerten zu können.

IT-Verantwortliche und Systemadministratoren möchten mithilfe eines Monitoring-Systems auch vorbeugen, dass eine Komponente oder ein Dienst ausfällt. Dafür ist in der Regel die Auswertung vieler Daten notwendig. Die Performance von Komponenten und Diensten und die Auslastung der Infrastruktur muss ebenfalls permanent gemessen und grafisch dargestellt werden. Ein einfaches Beispiel ist der freie Speicher auf einer Festplatte. Wenn das Monitoring-System einen Anstieg des verbrauchten Speichers von X GB pro Tag berechnet, ist es nicht schwer, vorherzusagen, wann die Fesplatte voll sein wird.

Wenn nun ein Dienst auf fünf Server mit insgesamt 20 Festplatten zugreift, wollen Sie an einem Sonntagabend nicht in der Wochenendruhe gestört werden, nur weil eine Festplatte voll ist. Nun hat das Monitoring-System eine komplexe Aufgabe zu bewerkstelligen und muss die Daten von 20 Festplatten, fünf Servern, einem Dienst, den Wochentag und die Uhrzeit zu einer "Entscheidung" verarbeiten: Geht ein Alarm raus, oder nicht?

Performancedaten werden aber nicht zur Prognose des nächsten Ausfalls gebraucht. Ein Monitoring-System sammelt viele Daten auf Verdacht, ohne dass diese automatisiert ausgewertet werden. Diese Daten brauchen Sie, um nicht vorhersehbare Störfalle zu erklären. Ein einfaches Beispiel sind die Besucherzahlen auf einer Webseite.

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