text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

TCP/IP - Grundlagen und Praxis Protokolle, Routing, Dienste, Sicherheit von Lienemann, Gerhard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.12.2013
  • Verlag: Heise Verlag
eBook (ePUB)
31,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

TCP/IP - Grundlagen und Praxis

TCP/IP gilt als Standard für die Kommunikation in Netzwerken - sowohl im lokalen Bereich als auch im weltumspannenden Internet. Wie jede Protokollfamilie so setzt sich auch TCP/IP aus verschiedenen Komponenten zusammen. Sie werden im Rahmen dieses Buches mit folgenden Schwerpunktthemen umfassend erläutert: - Entwicklung und Funktion von Netzwerken - Bridging, Switching und Routing - Protokolle der TCP/IP-Familie - Adressierung im Netzwerk (statisch, dynamisch per DHCP) - Namensauflösung im IP-Netzwerk (Domain Name Service) - Routing-Protokolle im IP-Netzwerk und deren Funktion - Spezielle Dienste auf Basis von TCP/IP - TCP/IP in kabellosen Netzwerken (WLAN, Bluetooth, DSL-Vectoring usw.) - Implementierung von TCP/IP in Betriebssystemen - Sicherheit im IP-Netzwerk (IPsec, VPN, SSL) - Weiterentwicklungen auf Basis von IPv6 - Internet der Dinge Neben den Grundlagen werden auch praktische Aspekte beleuchtet, die für die tägliche Arbeit von Relevanz sein können, beispielsweise wie auf Basis eines Windows-Servers ein System aufgebaut werden kann, mit dem in einem Netzwerk die Namensauflösung (DNS) realisiert wird. Installationen oder Implementierungen, die für Dienste wie E-Mail, WWW oder FTP (File Transfer Protocol) erforderlich sind, werden ebenfalls praxisorientiert dargestellt. Ein eigenes Kapitel widmet sich dem 'Troubleshooting': Aufgezeigt werden 'aus der Praxis für die Praxis' Lösungsansätze für häufig auftretende Problemfälle. Gerhard Lienemann arbeitete seit 1991 für etwa 12 Jahre als Netzwerkadministrator in einem produzierenden Betrieb bevor er dann ins technische Management wechselte. Seitdem war er zunächst zuständig für operative Kommunikationssicherheit und übernahm dann zusätzlich die Betreuung eines europäischen Netzwerkteams. In dieser Funktion ist er bis heute tätig. Dirk Larisch hat nach dem Studium der Informatik eine Anstellung bei einem der größten deutschen Buchverlage angetreten. Seit mittlerweile über 23 Jahren ist er im EDV-Bereich zweier Krankenhäuser und bei der größten deutschen Krankenkasse tätig bzw. tätig gewesen. Neben seiner Tätigkeit als IT-Leiter führt er auch Systemverwaltertätigkeiten für die eingesetzten, heterogenen Netzwerke und Systeme durch. Die aus seiner täglichen Arbeit rekrutierenden Erfahrungen und die angeeigneten Kenntnisse hat er in einer Vielzahl von Fachartikeln und Büchern niedergeschrieben, wobei bis zum heutigen Tag im In- und Ausland über 70 Bücher veröffentlicht worden sind.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 500
    Erscheinungsdatum: 06.12.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944099125
    Verlag: Heise Verlag
    Größe: 11238 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

TCP/IP - Grundlagen und Praxis

1 Netzwerke

Zu Beginn der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts, als der Siegeszug der Personal-computer begann, dachte niemand daran, derartige einzelne Arbeitsplätze in Form eines Netzwerks zu kombinieren. Stellten diese doch zu der Zeit vielmehr ein individuelles Hilfsmittel für bestimmte, ausgewählte Mitarbeiter dar; einen deutlichen Prestigegewinn konnte jeder verbuchen, dessen Schreibtisch ein PC "zierte". Die nächste Investition führte in der Regel zur Anschaffung eines Druckers. Als jedoch der Gerätepark in den Büros immer mächtiger wurde, wurde relativ schnell klar, dass es sicher kostengünstiger wäre, ein Ressourcen-Sharing (Teilen der Geräte) vorzunehmen. Anfangs leisteten noch Drucker-Umschalter gute Dienste, die es ermöglichten, einen Drucker von mehreren Arbeitsplätzen aus parallel zu nutzen. Doch schnell zeigten sich ähnliche Fragestellungen in Bezug auf Plotter (die damals Kostendimensionen eines Kleinwagens hatten) oder auch beim Einsatz von Scannern.

Neben dem gewichtigen Problem der "Hardwarevervielfältigung" stellte sich auch immer häufiger die Frage nach gemeinsam zu nutzender Software. Leistungsfähige Softwarepakete waren auch schon damals nicht gerade günstig. Aus diesen und ähnlichen Anforderungen wurde die Idee einer intelligenten Vernetzung von Personalcomputern und Peripheriegeräten und damit einer gemeinsamen Nutzung von Soft- und Hardware geboren. Als Vorbild dienten bereits bestehende, in Ansätzen vergleichbare Vernetzungen von Datenverarbeitungsanlagen, beispielsweise auf Basis der mittleren Datentechnik wie IBMs /36 oder DECs VAX.

In den folgenden Jahren entstand ein vermehrter Bedarf an der Nutzung gemeinsamer Datenpools sowie der Integration entfernter Rechner in einen einzigen logischen Rechnerverbund. Das Großprojekt "PC-Vernetzung" boomte. Zum Teil wurden bekannte (und bereits vorhandene) Netzwerktechnologien und -protokolle genutzt (z.B. TCP/IP); allerdings kamen auch zahlreiche Neuentwicklungen zum Zuge (z.B. IBM LAN-Server oder Microsoft LAN-Manager).

Die Vielfalt an Netzwerken und Netzwerkprotokollen führte im Laufe der Zeit sehr schnell zur Festlegung entsprechender Standards, denn ein Netzwerk besitzt nur dann in ausreichendem Maße kommunikative Eigenschaften, wenn es mit anderen Netzwerken innerhalb des eigenen Unternehmens verbunden bzw. gekoppelt werden oder mit Netzwerken entfernter Standorte Daten austauschen kann. Schnell entstanden so die ersten lokalen Netzwerke (LAN = Local Area Network ), die dann nach und nach über entsprechende Anbindungen mehr und mehr zu WAN-Netzwerken (WAN = Wide Area Network ) ausgebaut wurden.
1.1 Netzwerkstandards

Wie bei jeder Technologie so werden auch im Netzwerkbereich bestimmte Vorgaben, Normen oder Standards benötigt, an denen sich die verschiedenen Entwicklungen orientieren. Bei der Behandlung von Netzwerkstandards sind dies insbesondere das ISO/OSI-Referenzmodell sowie die Normierungen und Vorgaben des IEEE Institute of Electrical and Electronic Engineers (Institut der elektrischen und elektronischen Ingenieure), aber ebenso auch bestimmte Kommentierungen von Entwicklungen, die unter der Bezeichnung RFC (Request For Comment) allgemein üblich und bekannt sind.
1.1.1 OSI als Grundlage

Zur Vereinheitlichung der Datenübertragung wurde das OSI-Referenzmodell geschaffen, das bestimmte Vorgaben für die Kommunikation offener Systeme darlegt. Das OSI-Modell ermöglicht den Herstellern, ihre Produkte für den Netzwerkeinsatz aufeinander abzustimmen und Schnittstellen offenzulegen.

Dies ist somit die Basis für sämtliche Festlegungen im sogenannten ISO- bzw. OSI-Schichtenmodell, wobei die ei

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen