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Orte - Fabriken - Geschichten 188 historische Industriebauten in Vorarlberg von Motter, Barbara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.05.2014
  • Verlag: Haymon Verlag
eBook (ePUB)
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Orte - Fabriken - Geschichten

Ob im Dorf, mitten in der Stadt oder an entlegener Stelle wie an Flüssen und Bächen - in Vorarlberg findet sich eine große Anzahl von Industriebauten aus der Zeit von 1800 bis 1945. Barbara Motter und Barbara Grabherr-Schneider präsentieren 188 historische Industriestätten aus der Region und laden ein, sich mithilfe zahlreicher Karten und Fotos selbständig auf Spurensuche zu begeben. Die Autorinnen gewähren faszinierende Einblicke in die historische Industriearchitektur und vermitteln ebenso umfangreich wie spannend einen wichtigen Teil Kulturgeschichte.

Barbara Motter, Historikerin, geboren in Salzburg, Studienschwerpunkt Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Ihr besonderes Interesse gilt der Erforschung, Erfassung und Vermittlung der historischen Kulturlandschaft. Dazu veröffentlichte sie im Jahr 2006 im Studienverlag Innsbruck gemeinsam mit dem Fotografen Konrad Rainer den Band 'Gartenhüsle - Anonyme Nutzbauten im Unteren Rheintal'. Barbara Grabherr-Schneider, Kunsthistorikerin und Bautechnikerin, geboren in Höchst/Vorarlberg. Seit Jahren als Denkmalpflegerin und in der Erwachsenenbildung tätig. Besonderes Anliegen ist ihr die zeitgemäße und lebendige Vermittlung verschiedenster Themen rund um die Erhaltung des baukulturellen Erbes.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 26.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783709935750
    Verlag: Haymon Verlag
    Größe: 56326kBytes
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Orte - Fabriken - Geschichten

Bregenz

1 Wollgarnspinnerei Schoeller Mariahilfstraße 29

1a Schoeller Arbeiterwohnhäuser Radbahngasse 3 – 14, Mariahilfstr. 17 und 19, Gilmgasse 3, Heldendankstraße 25, Mariahilfstraße 31

1b Schoeller Beamtenwohnhäuser und Villen Mariahilfstraße 27, Eragasse (Mitte), Riedergasse 46, Josef-Huter-Straße 34, Augasse 10

1c Schoeller Villa Liebenstein Arlbergstraße 66

2 Nutzung Kloster Mehrerau Mehrerauerstraße 66

3 Zichorienfabrik Druckergasse 5

4 Rotfärberei Gysi Mehrerauerstraße 70 a

5 Wirkwarenfabrik Benger Mehrerauerstraße 3, 3a und 5

6 Knorr Quellenstraße 22

7 Maggi Areal Broßwaldengasse 12

7a Maggi Beamtenvilla Josef-Huter-Straße 36

8 Strickwarenfabrik Altmann Arlbergstraße 117

8a Wohnhäuser Altmann Josef-Huter-Straße 15, 28 – 30, 32

9 Goldwarenfabrik Standort nicht eruierbar

9a Palais Thurn und Taxis Gallusstraße 10

9b Villa Grunental Gallusstraße 2

10 Elektra Bregenz Brielgasse 27

11 Kraftwerk Bregenz Rieden Weidachstraße 6

12 Ansitz Kronhalde Kronhaldenweg 19

13 Kaiser Bonbons Scheffelstraße 12

14 Seidenbandfabrik Trüdinger & Consorten Bahnhofstraße 53, Klostergasse 30

15 Gebrüder Schmied & Co Bahnhofstraße 47, Klostergasse 30

DIE LANDESHAUPTSTADT MIT dem Blick auf den See schien lange Zeit mehr etwas für Romantiker als für Industrielle zu sein und war zum Beispiel im Vergleich zu Dornbirn nicht das, was man hinsichtlich der vorhandenen Industrie in der Phase der Frühindustrialisierung gemeinhin als große Nummer bezeichnen würde. Später hingegen bedeutete die Seenähe wegen der Luftfeuchtigkeit für die Wollgarnverarbeitung einen Standortvorteil.

Kolorierte Ansicht der Bregenzer Bucht, um 1910

Im 18. Jahrhundert ist die Errichtung einer Baumwollweberei durch Carl Bernhard Caspar von der Trave dokumentiert, der 1767 eine Manufaktur in der Oberstadt eröffnete, welche offenbar aufgrund von Zollvergehen schon wenige Jahre nach der Gründung wieder von der Bildfläche verschwand. Im 19. Jahrhundert kam es im Zuge der Frühindustrialisierung zu zaghaften Gründungen in bereits bestehenden Gebäuden. So zum Beispiel auf dem Ansitz Kronhalde in Rieden, auf welchem die Unternehmer Schertler und Krüsy einen Spinnereibetrieb mit etwa zehn Beschäftigten führten.

Als bestehende Gebäude boten sich auch die Räumlichkeiten des 1806 säkularisierten Klosters Mehrerau an. 1829 erwarben "Feuerstein Josefs Erben", die ursprünglich in Bezau auf Tabakerzeugnisse spezialisiert waren, Teile des Klosters im Bereich des heutigen Bauhofs und errichteten eine Produktion für Steingut- und Porzellanerzeugnisse. 1842 verpachteten sie die Gebäude für zwölf Jahre an Christian Trampler, der eine "Zichorien- und Modekaffeefabrik" gründete und bis zu 50 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigte, ehe der Betrieb von Gruber und Kiene aus Lochau übernommen wurde. Auf dem Areal des Klosters selbst erwarb der Zürcher Unternehmer Konrad Gysi, der in Fußach eine bedeut

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