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Kunst unterrichten Die Vermittlung von Kunstgeschichte und künstlerischem Arbeiten. von Busse, Klaus-Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.04.2015
  • Verlag: Athena Verlag
eBook (PDF)
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Kunst unterrichten

Studierende, Referendarinnen und Referendare, Lehrerinnen und Lehrer planen Kunstunterricht, führen ihn durch und überprüfen seinen Erfolg. Mit welchen Inhalten, Medien und Methoden arbeiten sie dabei? Das Buch zeigt Handlungsrepertoires für die Vermittlung von Kunstgeschichte und künstlerischem Arbeiten im Zusammenhang mit den kunstdidaktischen Debatten um die Aktualität des Faches an Schulen, Museen und anderen Orten der Kunstvermittlung. Es leistet einen Beitrag zum Umgang mit den Anforderungen des Praxis-Semesters, sucht nach einer gemeinsamen Sprache für alle beteiligten Personenkreise und richtet sich deshalb auch an erfahrene Lehrerinnen und Lehrer. Die kunstdidaktischen Handlungsrepertoires unterstützen die Arbeit an Lehrplänen und an Kompetenzprofilen von Schule und Unterricht. Der Autor entwickelt am Beispiel von Handlungsroutinen ein Modell von thematischen, medialen und methodischen Skripten, mit dem kunsthistorische Objekte und künstlerische Handlungen für Vermittlungsprozesse erfassbar sind. Dabei bezieht er sich auf Vermittlungsprojekte in Schulen, Hochschulen, Museen und im öffentlichen Raum. Das Buch richtet sich an Studierende, Referendarinnen und Referendare, Lehrerinnen und Lehrer, Fachleiterinnen und Fachleiter in der schulpraktischen Ausbildung, an Ausbildungskoordinatorinnen und -koordinatoren an Schulen und darüber hinaus an Fachleute in Museen und anderen Vermittlungsorten mit dem Ziel, eine gemeinsame Sprache für die Ziele der Kunstvermittlung zu finden.

Klaus-Peter Busse, geb. 1953, ist Professor für Kunstdidaktik an der TU Dortmund. Nach seinem Studium der Germanistik und Kunst promovierte er über Cy Twombly, und seine Habilitation befasste sich mit dem "Atlas" im kunstdidaktischen Kontext. Er war Studiendirektor an einem Gymnasium in Wattenscheid und Fachleiter für Kunst am Studienseminar in Hagen/Westfalen. Im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 wurde er Sprecher der Hochschulen im Ruhrgebiet. Lange Jahre war der Autor Vorsitzender des Lehrerbildungsausschusses der Universität Dortmund. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind didaktische Übersetzungen künstlerischer Strategien und kunsthistorischer Forschung in die Vermittlungsmethoden von Kunst. Wichtige Bücher beziehen sich auf das Vermittlungsmodell der Bildumgangsspiele (ab 2003) und auf die künstlerische Kartografie (ab 2007). Heute ist Klaus-Peter Busse Beauftragter des Rektorats der TU Dortmund für das Dortmunder U als Zentrum für Kunst und Kreativität und Mitglied des Beirats des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen. Im ATHENA-Verlag erschien 2012 seine Monographie "o. T. Über Cy Twombly". Er ist dort Mitherausgeber des Bandes "EMSCHERKUNST.2013 - Bildung und Vermittlung im Wandel des öffentlichen Raums" (2014).

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 159
    Erscheinungsdatum: 14.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783898967693
    Verlag: Athena Verlag
    Größe: 3717kBytes
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Kunst unterrichten

2 Die Didaktik des Kunstunterrichts

Bildumgangsspiele und Blickfelder: Zielsetzung des Projekts

Wer sich heute als Lehrerin und Lehrer in der Schulpraxis, als Studentin und Student oder als Referendarin und Referendar in der Lehramtsausbildung ein Bild von der Kunstdidaktik und ihrer Forschung machen will, das von der Theorie direkt in die Praxis führt, erkennt ein weites Feld von Ansätzen, Handlungsmodellen und Forschungsdebatten. Es gibt heute sehr viele kunstdidaktische Fachbücher, die viele Forschungsinteressen der Fachdidaktik darstellen, eine beachtliche Zahl neu entwickelter Lehrbücher für die Unterrichtspraxis und ebenso viele Meinungen darüber, wie man Kunstunterricht machen kann. Dieses weite Feld ist von den Hochschulen geprägt (was in der Geschichte der Kunstpädagogik nicht immer so war), an denen Lehramtsstudiengänge angeboten werden, von sehr vielen fachlichen Publikationen, von einem beachtlichen Engagement in lokalen und überregionalen Tagungen und von Fachzeitschriften.

Auch gibt es Handlungsgerüste, die unveröffentlicht in den Fachseminaren der zweiten Ausbildungsphase praktiziert werden und die maßgeblich die Entwicklung des Kunstunterrichts beeinflussen. Die Fachleiterinnen und Fachleiter orientieren sich dabei an ihrem Erfahrungswissen, an didaktischen und curricularen Standards, aber auch an den Forschungen der Hochschulen. Die Kunstpädagogik ist ebenfalls durch Meinungen und Voreinstellungen der Personen geprägt, die Kunst unterrichten. Dieses "hidden curriculum" hat sich durch die berufliche Professionalisierung und durch den persönlichen wie institutionellen Umgang mit Kunst und Didaktik gebildet.

Alle, die sich für die Kunstdidaktik interessieren, erkennen ein komplexes Geflecht von Wissensbeständen, Forschungsmeinungen, Erwartungen und Normbildungen in einem breiten Konsens darüber, was Kunstunterricht ist und leisten soll. Er vermittelt "Kunst", künstlerisches Arbeiten ("ästhetische Praxis") und den analytischen Umgang mit Kunst und Bildern. Dies ist zugegebenermaßen sehr vage formuliert, und deshalb beginnen hier die Debatten. Denn was ist "Kunst"? Machen Kinder und Jugendliche im Unterricht "Kunst" oder etwas anderes? Was ist analytischer Umgang mit Kunst? Welche Kunst ist das, die sie untersuchen sollen? Warum sollen sie das lernen? Und was ist mit den vielen Bildern, die man nicht der Kunst zurechnet? In der Geschichte der Kunstdidaktik sind diese Fragen sehr unterschiedlich beantwortet worden, und bis heute werden sie debattiert. Kunstpädagogische Kongresse bieten hierzu ein nicht immer willkommenes Forum, wenn universitäre Positionen dargestellt werden und sich in den Mittelpunkt zu drängen scheinen. Eine neue Form der Fortbildung von Kunstlehrerinnen und Kunstlehrern als partizipatives und projektorientiertes Modell zu entwerfen, ist sicherlich dringlich. Statt Metadiskurse zu pflegen (in denen fortwährend theoretische Grundlagen erörtert werden), wäre es inzwischen up-to-date, konkrete inhaltliche Fragen zu entwickeln: wie man beispielsweise Unterrichtssequenzen zu obligatorischen Themen der gymnasialen Oberstufe so plant, dass sie wissenschaftlichen Standards entsprechen.

Einerseits ist die Vielfalt der kunstdidaktischen Debatte sehr belebend und macht das Fach spannend, andererseits sind eine Annäherung, Vergleichbarkeit und Strukturierung der vielen Sprachen der Kunstdidaktik für die Personen wünschenswert, die im beruflichen Alltag stehen, einen konsekutiven Studiengang bewältigen müssen und die Verantwortung für die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern tragen. Dies betrifft auch jene Personengruppen, die Themen für Prüfungen an Schulen und Hochschulen festlegen (was in den Bundesländern unterschiedlich ausgeprägt ist). Zwar führt man immer wieder ins Feld, dass "Kunst" der Bereich des Unvorhersehbaren und letztlich nicht Festlegbaren sei (und für viele gilt diese Behauptung sogar für den analytischen Umg

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