text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Parfum Ein Führer durch die Welt der Düfte von Ellena, Jean-Claude (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.09.2012
  • Verlag: Verlag C.H.Beck
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Parfum

Der Chefparfumeur von Hermès persönlich öffnet die Tür, um uns einen Blick hinter die Kulissen der Parfumhersteller werfen zu lassen. Wie werden Parfums kreiert? Woher kommen die Aromen, wie werden sie hergestellt? Wie entwickelt man ein Duft-Gedächtnis? Was sind die wichtigsten Parfums und wann wurden sie geschaffen? Ein unterhaltsamer Führer durch die glamouröse Welt der Düfte.

Jean-Claude Ellena, 1947 geboren, ist ein französischer Parfumeur und seit 2004 die "Nase" des französischen Luxuswarenherstellers Hermès. Nach verschiedenen Stationen in Grasse, Paris, New York und Genf kreierte er bekannte Namen wie 'First' (1976) für Van Cleef & Arpels, 'Eau Parfumée au Thé Vert' (1992) für Bvlgari oder 'Déclaration' (1998) für Cartier. Anfangs benutzte er gut 200 Ingredienzien für seine Mischungen, neuerdings nur noch etwa 20. Seine Signatur einfach, minimalistisch und modern folgt dem Prinzip der Konzentration auf das Wesentliche.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 173
    Erscheinungsdatum: 25.09.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783406639296
    Verlag: Verlag C.H.Beck
    Größe: 4784 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Parfum

KAPITEL II

DIE NASE UND DER GERUCH

"Nichts ist maßloser als ein Duft."
Jean Giono

D er Geruchssinn ist unter allen Sinnen derjenige, der im Tierreich die größte Verbreitung hat, sei es in der Luft, im Wasser, auf oder unter der Erde; selbst die Bakterien verfügen über ein sensorisches System, um Gerüche ausmachen zu können. Der menschliche Geruchssinn ist zwar weniger leistungsfähig als der von Tieren (Hund, Katze), hat aber erheblichen Anteil am Gefühlsleben. Denken Sie an das Vergnügen am Geruch eines Holzfeuers, eines Kleidungsstückes, der Haut, das rauschhafte Züge annehmen kann. Der Schmerz über den noch verbliebenen Geruch der Person, die gegangen ist. Verlangen und Vergnügen an einem Geschmack, einem Wein, einer Speise. Die Abneigung gegen den Geruch des Krankenhauses, der für Unwohlsein steht. Die Wachsamkeit beim Geruch von Rauch, Gas, Luftverschmutzung, usw.

Der olfaktorische Sinn ist, wie das Sehen, vor allem ein Sinn, der aus der Entfernung arbeitet, und er ist ein leistungsfähiges Ortungssystem, das zum Überleben des Einzelnen und der Spezies beiträgt. Die nachfolgenden Erläuterungen werden uns ein besseres Verständnis dieses verkannten Sinnes ermöglichen.
I. DER GERUCHSSINN

Der Sitz des Geruchssinns. - Er ist im oberen Bereich der beiden Nasenhöhlen angesiedelt. Ein in beiden Nasenlöchern befindliches Epithel - ein Gewebe mit einer Oberfläche von etwa 2 bis 5 cm2, das mit 6 bis 10 Millionen Geruchsrezeptoren versehen ist - ermöglicht uns eine Geruchswahrnehmung quasi in Stereo. Es bildet die erste Stufe unseres Geruchssinnes.
II. DIE OLFAKTORISCHE WAHRNEHMUNG

1. Das olfaktorische System. - Es umfasst drei Ebenen. Das Riechepithel: In ihm befinden sich mehrere Millionen Riechzellen (Geruchsrezeptoren). Aus jeder Zelle gehen etwa zehn in den mukösen Schleim der Riechschleimhaut eintauchende Zilien hervor, in die Rezeptorproteine eingelagert sind. Um geortet werden zu können, müssen sich die mit der Atemluft transportierten Duftmoleküle zunächst in diesem wässrigen Milieu auflösen und sich dann (vorübergehend) an den Zilien mit den darin untergebrachten Chemorezeptoren festsetzen. Jede Rezeptorzelle entspricht nur einem einzigen Typ von Chemorezeptoren.

Eine erstaunliche Besonderheit dieser Rezeptorzellen besteht darin, dass sie sich alle 30 bis 40 Tage regenerieren, wodurch die Fortdauer und die Qualität der olfaktorischen Wahrnehmung gesichert wird.

Der Riechkolben: Der Riechkolben oder Bulbus olfactorius befindet sich an der Basis des Hirnschädels. Er ruht auf einer dünnen, löchrigen Knochenplatte, dem sogenannten Siebbein. Diese wird von Riechnerven durchzogen, die ihn mit dem Riechepithel verbinden. Sobald sich die Duftmoleküle an den Zilien festsetzen, erhalten die Rezeptorzellen von den aktivierten Chemorezeptoren elektrische Signale, die über die Geruchsnerven in bestimmten Regionen des Riechkolbens zusammenlaufen. Der Riechkolben dient dann als Filter und erkennt einen Teil der übermittelten Informationen. Er verdichtet die Informationen und sendet sie über den Tractus olfactorius zum Gehirn, das diese verarbeitet.

Das Gehirn: Die Informationen werden vom Riechkolben über den Tractus olfactorius zum olfaktorischen Kortex geleitet, der sie auf mehrere Hirnregionen verteilt, wie etwa die Amygdala, den Hippocampus, den Thalamus und den orbitofrontalen Kortex. Mehrere dieser Strukturen gehören zum limbischen System, das an die Verarbeitung von Erinnerungen und Emotionen beteiligt ist. Da der Geruchssinn als einziger Sinn direkt mit dem limbischen System verbunden ist, haben Gerüche eine starke emotionale Wirkung.

2. Das trigeminale System. - Neben dem olfaktorischen sind noch weitere sensorische Systeme in der Lage, chemische Moleküle zu o

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen

    ALDI life eBooks: Die perfekte App zum Lesen von eBooks.

    Hier finden Sie alle Ihre eBooks und viele praktische Lesefunktionen.