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Leseförderung und Lesestrategien im Deutschunterricht multinationaler Lerngruppen Klassenstufen 5 und 6 von Müller, Theresia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.03.2010
  • Verlag: GRIN Publishing
eBook (ePUB)
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Leseförderung und Lesestrategien im Deutschunterricht multinationaler Lerngruppen

Examensarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft, Note: 2,00, Freie Universität Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Ergebnisse der PISA-Studie in Bezug auf die Lesekompetenz 15-jähriger Jugendlicher schockten im Jahr 2001 ganz Deutschland. Gerade Kinder nichtdeutscher Herkunft (ndH) schneiden in Bezug auf ihre Lesekompetenz meist weitaus schlechter als deutsche Kinder ab und haben große Schwierigkeiten, im deutschen Bildungswesen zu bestehen. Diese Arbeit soll mögliche Wege der Leseförderung in multinationalen Klassen durch die Arbeit mit emotional-motivierenden Elementen, aber auch durch das Vermitteln und Anwenden kognitive Lesestrategien aufzuzeigen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 101
    Erscheinungsdatum: 15.03.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783640565092
    Verlag: GRIN Publishing
    Serie: Akademische Schriftenreihe Bd.V145933
    Größe: 584 kBytes
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Leseförderung und Lesestrategien im Deutschunterricht multinationaler Lerngruppen

3 Aktuelle Untersuchungen zur Lesekompetenz

Die Bedeutung des Lesens für ein erfolgreiches Leben in unserer Gesellschaft zeigt, wie wichtig es ist, die Lesekompetenz von Schülern gezielt zu fördern. Auch der Einfluss der neuen Medien auf das Leben der Kinder und Jugendlichen und der damit verbundene Bedeutungsverlust des Lesens in der Jugendkultur zeigen die Wichtigkeit die Lesemotivation der Schüler stetig zu stärken und ihnen Freude am Lesen zu vermitteln. Damit eine richtige und erfolgreiche Förderung stattfinden kann, ist es wichtig, sich vorab über den Leistungsstand der Schüler zu informieren und eventuelle Schwächen, die besonderen Förderbedarf verlangen, zu entdecken.

Um Erkenntnis über die Lesekompetenz deutscher Schüler zu erlangen, soll an dieser Stelle ein Überblick über die Ergebnisse der PISA-Studie aus den Jahren 2000 und 2003 sowie über die Ergebnisse der IGLU-Studie gegeben werden. Dabei soll vorab auf den Aufbau und die Ziele der beiden Studien sowie die Definition und Erfassung der Lesekompetenz in PISA und IGLU eingegangen werden. Während PISA die Lesekompetenz 15-jähriger Jugendlicher testet, gibt IGLU Auskunft über die Lesefähigkeit von Grundschülern am Ende der vierten Jahrgangsklasse. Ein Vergleich der Ergebnisse beider Studien kann somit eventuell bestehende Unterschiede in der Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen aufzeigen. Weiterhin sollen die Testergebnisse Auskunft über die Lesefähigkeit von Kindern nichtdeutscher Herkunft geben.

3.1 Die PISA-Studie 2000

Die PISA-Studie (Programm for Internationale Student Assessment) ist die bisher umfangreichste internationale Schulleistungsstudie und wird von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) durchgeführt. Teilnehmer sind 32 Staaten, aus denen jeweils 4500 bis 10.000 Schüler getestet werden. Ziel der Studie ist es, den Regierungen der teilnehmenden Länder in periodischen Abständen "Prozess- und Ertragsindikatoren" [41] zur Verfügung zu stellen, die bei der Verbesserung der nationalen Bildungssysteme eine Hilfe sein können. Gleichzeitig werden Erkenntnisse darüber gewonnen, welche Fähigkeiten

Schüler gegen Ende ihrer Pflichtschulzeit erworben haben und wie sich diese Ergebnisse im Zeitverlauf verändern. [42]

In drei Wellen werden in den Jahren 2000, 2003 und 2006, die Leistungen von 15-jährigen Schülern in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaft erhoben. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht das Faktenwissen der Schüler oder die Beherrschung des im Curriculum vorgegebenen Lehrstoffs, sondern wichtige Basiskompetenzen sowie "Kenntnisse und Fähigkeiten, die man im Erwachsenenleben benötigt." [43] Die Tests sind dabei eine Mischung aus Fragen, für die die Schüler eine eigene Antwort erarbeiten müssen und Multiple-Choice-Aufgaben. In jeder Erhebungswelle wird einer der drei Hauptbereiche gründlich getestet, indem ihm zwei Drittel der Testzeit zugeteilt werden, in den anderen Bereichen werden jeweils nur zusammenfassende Leistungsprofile erfasst. Der Hauptbereich Lesekompetenz macht den Schwerpunkt der Untersuchung im Jahr 2000 aus. [44]

3.1.1 Erfassung der Lesekompetenz

Das Konzept von Lesekompetenz, an dem sich die PISA-Studie orientiert, stammt aus der angelsächsischen Literacy-Konzeption, welche Basiskompetenzen, die zur erfolgreichen Lebensführung in einer Wissensgesellschaft notwendig sind, definiert. Da es zur Bewältigung vieler Lebenssituationen notwendig ist, über die Fähigk

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