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Alles Mythos! 20 populäre Irrtümer über Hollywood von Emmerich, Alexander (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2014
  • Verlag: WBG Theiss
eBook (ePUB)
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Alles Mythos! 20 populäre Irrtümer über Hollywood

Stars, Luxus, Glamour und Schönheit, das große Geld, spannende Unterhaltung: Hören wir den Namen Hollywood, denken wir an all das. Der berühmte Schriftzug hoch über der Stadt Los Angeles, Filmklassiker, Kinoabende und Blockbuster kommen uns in den Sinn. Dabei ist Hollywood gar nicht so leicht zu bestimmen. Ist es ein Stadtteil, der Name einer Industrie, einer Traumfabrik, ein Markenzeichen oder nur ein Mythos? Zwar gibt es den Stadtteil Hollywood, der zu Los Angeles gehört, aber besucht man ihn, wird man dort wenig von den eigenen Vorstellungen wiederfinden. Was also genau ist Hollywood? Welcher ist der erfolgreichste Film aller Zeiten? Und welche deutschen Regisseure und Schauspieler haben sich in Hollywood ein Denkmal gesetzt? Alexander Emmerich blickt hinter die Kulissen der amerikanischen Filmindustrie, zeigt 20 erstaunliche Irrtümer auf und hinterfragt populäre Bilder. Er führt uns damit auch durch über 100 Jahre Filmgeschichte.

Alexander Emmerich, geb. 1974, promovierte an der Universität Heidelberg in Mittlerer und Neuerer Geschichte mit dem Schwerpunkt USA. Von ihm stammen zahlreiche Veröffentlichungen zur deutschen und amerikanischen Geschichte. Er lehrt an der Universität Mannheim.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 01.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783806229240
    Verlag: WBG Theiss
    Größe: 1240 kBytes
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Alles Mythos! 20 populäre Irrtümer über Hollywood

IRRTUM 1:

Hollywood wurde von einem Amerikaner gegründet

"Nichts ist amerikanischer als die Traumfabrik Hollywood selbst." Darüber ist man im Grunde genommen weltweit einer Meinung. Denn die dort produzierten Filme transportieren amerikanische Werte, amerikanische Mythen und amerikanische Produkte und exportieren sie in die ganze Welt. Europäische Kinogänger schütteln nicht selten den Kopf über allzu bombastische und furiose Finale: "typisch amerikanisch" eben. Andere wiederum scheinen eine große Abneigung gegen das amerikanische Kino zu hegen und lehnen die US-Filme made in Hollywood grundweg ab. Sie sind ihnen zu patriotisch, zu heldenhaft und zu actiongeladen. Zudem scheinen Thematik und die Anliegen der Charaktere Europäern häufig fremd. Doch trotz dieser kritischen Töne von eher intellektuellen Cineasten sind die Faszination und die Begeisterung für amerikanische Filme ungebrochen - das beweist der Erfolg an den Kinokassen. Hollywoods Produktionen sind in fast jeder Hinsicht größer, bombastischer - und begeisternder.

Hollywood scheint ein Konzept gefunden zu haben, mit dem seine Macher ihr Publikum weltweit erreichen. Ist dieses Konzept denn wirklich "typisch amerikanisch" oder ist Hollywood doch eher universell? Und wie amerikanisch ist die Traumfabrik eigentlich selbst, die Ursprünge der Filmstadt? Wer hat Hollywood eigentlich gegründet? Wenn die Vereinigten Staaten eine Nation sind, in der vor allem die Nachfahren der europäischen Einwanderer - hauptsächlich aus England, Irland und Deutschland - leben, ist Hollywood dann vielleicht mehr europäisch? Oder flossen auch in Hollywood die Einflüsse zahlreicher Nationen zusammen?
Die Ursprünge des Namens "Hollywood"

Übersetzt man Hollywood wörtlich ins Deutsche klingt das Ergebnis zunächst wenig einladend. holly bedeutet Stechpalme und wood Holz, Gehölz oder auch Wald. Der Name der Traumfabrik mag heute viele schöne Assoziationen in sich bergen, doch ursprünglich war Hollywood ein Ort, an dem Stechpalmen wuchsen, trocken, karg und abweisend. Der Name entsprach wohl der Beschaffenheit der Gegend, sonst hätten die ersten englischsprachigen Siedler sicher einen anderen Namen gewählt. Weltweit existieren über 200 Arten dieser Gewächse, die in allen Klimazonen gedeihen. Hierzulande heißen die Stechpalmen auch Christdorn oder Hülsdorn. Obwohl sie unter Schutz stehen, verwendet man die immergrünen Blätter und die roten Beeren zur Weihnachtszeit um Türen und Eingänge zu dekorieren.

Darüber, wie die Region oberhalb von Los Angeles zu ihrem Namen "Hollywood" kam, gibt es mindestens zwei populäre Versionen. Beide Geschichten gehen auf das 19. Jahrhundert zurück, als Siedler in diese Gegend kamen, in der noch kaum jemand lebte und die aus nichts außer ein paar staubigen Hügeln bestand. Jeder hätte den Kopf geschüttelt, wenn man behauptet hätte, dass es einmal eine Zeit geben würde, in der dieses Land Millionen wert und weltweit bekannt sein würde.

Der einen Version zufolge geht der Name auf die Familie Whitley zurück, die aus dem Osten an die Pazifikküste kam und sich in Cahuenga, einem Hügel samt Passstraße, an die heute noch der Cahuenga Boulevard erinnert, niederließ. Warum die Familie sich für den Namen Hollywood entschied, ruht jedoch im Dunkeln der Geschichte.

Die andere Version stellt Mrs. Horace Henderson Wilcox als Namensgeberin dar, die gemeinsam mit ihrem Mann in den Hügeln eine Ranch betrieb. Von ihr soll der Name stammen, auf den sie ihre neue Umgebung taufte. Dass damit einmal mal nicht nur die karge Hügellandschaft um sie herum gemeint sein würde, konnte Mrs. Wilcox nicht erahnen.
Urbane Anfänge von Hollywood

Um 1900 existierte in der Hügellandschaft schon eine kleine Gemeinde, die sich Hollywood nannte. Sie bestand aus einem Postamt, einer Zeitungsredaktion, einem Hotel, zwei Märkten sowie insgesamt 500 Einwohnern. Das Leben in Hollywood w

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