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Captain Phil Harris Fischer, Outlaw, Fernseh-Held - ein wildes Leben, erzählt von seinen Söhnen

  • Erscheinungsdatum: 30.06.2014
  • Verlag: Ankerherz Verlag
eBook (ePUB)
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Captain Phil Harris

Sein Gespür für die besten Fangreviere der Beringsee und sein bedingungsloser Einsatz für seine Crew sind legendär. Seine Trunksucht, notorische Untreue und Wutanfälle waren gefürchtet. Und als Kapitän Phil Harris mit nur 53 Jahren in Anchorage, Alaska, starb, kannte ein Millionenpublikum sein von Stürmen und Wodka gezeichnetes Gesicht. Wer war der Mann, den seine Gefährten wahlweise den 'König der Beringsee' oder den 'zähesten Bastard der Welt' nannten? Fesselnd geschildert von Harris' Söhnen, erzählt CAPTAIN PHIL HARRIS von den Träumen eines kleinen Jungen auf dem Fangboot seines Vaters, von der ersten Sturmfahrt eines siebzehnjährigen Greenhorns - unbezahlt und seekrank - und vom märchenhaften Aufstieg eines abgewrackten Krabbenfischers zum schillernden Fernseh-Helden der DMAX-Serie 'Fang des Lebens'. Ein Leben so wild und unberechenbar wie die Beringsee. Die Saga von einem unbeugsamen Kapitän und seinen Dämonen, von der Macht der rauen See und der Kraft der Vaterliebe. Josh und Jake Harris, geboren in Dutch Harbor, Alaska, traten als Söhne von Kapitän Phil Harris in die Fußstapfen ihres Vaters und arbeiten heute beide als Kapitäne auf der Beringsee. Im Jahr 2012 erwarben sie die 'Cornelia Marie', das Fangboot, auf dem ihr Vater noch bis kurz vor seinem Tod im Jahr 2010 dem gefährlichsten Job Alaskas nachging. Steve Springer, preisgekrönter US-Journalist und Autor zahlreicher Bestseller, schrieb als Sportreporter 25 Jahre lang für die Los Angeles Times. Zuletzt erschien von ihm und seinem Koautor Blake Chavez die Boxerbiografie 'Hard Luck'. Beide leben in Kalifornien, Springer in den Woodland Hills, Los Angeles, Chavez in Vista, San Diego County.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 30.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783940138743
    Verlag: Ankerherz Verlag
    Serie: Campfire 4
    Originaltitel: Captain Phil Harris
    Größe: 12975 kBytes
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Captain Phil Harris

SALZWASSER IM BLUT

Grant Harris war die Seefahrt nicht in die Wiege gelegt worden, er stammte nicht aus einem Clan namhafter Fischer und folgte keiner Familientradition. Aber er begründete eine neue, so viel ist mal sicher.

Grant, 1933 in Seattle geboren, hat seinen Vater, einen Stahlarbeiter, nie kennengelernt. Seine Eltern hatten sich scheiden lassen und waren ihre eige-nen Wege gegangen, bevor er das Licht der Welt erblickte.

Obwohl er in Seattle aufwuchs, einer Hafenstadt mit einer großen Fischereiflotte, behielt er lange festen Boden unter den Füßen. Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Automechaniker und arbeitete auf dem Bau. Erst 1961, mit 27 Jahren, heuerte er das erste Mal auf einem Schiff an. Über Kanus und Ruderboote war er bis dahin nicht hinausgekommen.

Sein erstes Schiff war die Reefer II , ein Frachter, der auf See tiefgekühlten Fisch bei den Trawlern abholte und zu den Fischfabriken in Alaska brachte. Auf seinen fünfjährigen Sohn Phil wirkte der Abschied des Vaters wie der Aufbruch zu einem großen Abenteuer.

"Es war ein knochenharter Job, aber wenn man jung ist, macht einem das nicht so viel aus. Für mich galt immer: Je härter es wurde, desto größer war auch die Herausforderung."
Grant Harris

Sechs Monate dauerte Grants erste Fahrt, sechs Monate ohne Frau und Sohn, das tat weh. In den folgenden Jahren sollten noch viele solcher langen Reisen folgen. Die Familie gewöhnte sich an den neuen Rhythmus, und Grant lernte, was es bedeutete, ein Fischer zu sein. Doch kaum hatte er seine Liebe zur See entdeckt, verlor er die größte Liebe seines Lebens. 1964 starb seine Frau Phyllis mit gerade einmal 27 Jahren an Hautkrebs.

Phil, acht Jahre alt, war am Boden zerstört, in seinem Leben klaffte plötzlich ein Loch, das nicht mehr zu füllen war. Weil sein Vater stets die Hälfte des Jahres auf See verbracht hatte, war die Bindung zu seiner Mutter umso stärker geworden. Ein Band, das Phil für unzerstörbar gehalten hatte.

Seine beiden Großmütter versuchten, ihn wieder aufzurichten. Ersatzmütter wollten sie sein, jeder Besuch von Phil sollte etwas Besonderes sein. Sie überhäuften ihn mit Geschenken, wachten über seine Hausaufgaben und pflegten ihn hingebungsvoll, wenn er sich eine Erkältung eingefangen hatte. Sie waren immer für ihn da – besonders wenn Grant auf See war.

Um seinem Sohn den Halt der gewohnten Umgebung nicht zu nehmen, behielt Grant das Haus der Familie in Bothell, auch wenn jedes einzelne Zimmer ihn daran erinnerte, wie sehr ihm seine Frau fehlte. Bothell sollte der einzige Ort sein, den Phil je sein Zuhause nannte. Das Städtchen liegt zwölf Meilen nordöstlich von Seattle und hatte rund 2200 Einwohner, als er noch ein Kind war. Ein ruhiger Ort, die meisten Bürger zählten zur Mittelschicht und verdienten ihren Lebensunterhalt in der Industrieproduktion oder der Forschung und Entwicklung.

In Bothell zu bleiben hatte für Phil einen wichtigen Vorteil: Er konnte weiter zur selben Schule gehen und behielt auch seinen Freundeskreis. Trotzdem war Grant klar, dass er ohne Phyllis noch mehr für seinen Sohn tun musste. Als alleinerziehender Vater musste er sein eigenes Leben umkrempeln; monatelang in Alaska zu arbeiten, das war keine Option mehr.

Weil er aber seine Liebe zur See nicht komplett aufgeben wollte, fand er eine Kompromisslösung: Anstatt weiter für andere zu schuften, wollte er sein eigenes Schiff haben und nur noch dann rausfahren, wenn es ihm passte. Mit einem Kompagnon namens Ralph Shumley charterte Grant zunächst ein Boot für den Lachsfang in der Bristol Bay. Rechtzeitig zum Beginn der Saison im Juni nahm er Phil aus der Schule, damit e

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