text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Das 1x1 des Videofilmens Grundlagen der Videotechnik von Wagner, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.02.2014
  • Verlag: Fachverlag Schiele & Schön
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Das 1x1 des Videofilmens

Beim Videofilmen gilt es nicht nur den Camcorder auf ein Motiv zu richten und die Aufnahmetaste zu drücken. Nicht die Kamera macht die Bilder, sondern der, der sie bedient. Filmen ist vor allen Dingen Handwerk und jeder kann es erlernen. In sechs Kapiteln nimmt dieses Buch den Einsteiger sowie den ambitionierten Videofilmer an der Hand und führt ihn durch alle Phasen der Filmproduktion. Egal ob es um die Zusammenstellung der passenden Ausrüstung geht oder um die spätere Nachbearbeitung am heimischen PC. Ausführlich schildert der Autor in kompakter Form, wie man durch Experimente mit der Kamera und ein gezieltes und logisches Vorgehen bei der Filmproduktion zu besseren Bildern und somit auch zu besseren Videos gelangt. Was benötige ich unbedingt zum Filmen? Wie baue ich meine Bilder auf? Wiebekomme ich den richtigen Ton dazu? Wie mache ich aus meinen Aufnahmen einen Film? Wie erzeuge ich Spannung und Dramatik? Wie präsentiere ich den fertigen Film und wie erreiche ich mein Publikum damit? - Diese und viele weitere Fragen werden in diesem Buch ausführlich bearbeitet. Viele Praxisbeispiele fordern zumExperimentieren und Nachmachen auf. Das Ziel ist: Schritt für Schritt das Handwerk des Videofilmens erlernen und mit seinen Filmen mehr erreichen.

Michael Wagner ist neben- sowie freiberuflicher Videojournalist. Nachdem er sich jahrelang mit Werbefotografie beschäftigt hat, produziert er jedes Jahr zahlreiche Beiträge für das Regionalfernsehen Oberbayern RFO. Nebenbei bietet er Videokurse an Volkshochschulen an und ist als Fachautor tätig. Auch wenn er die meisten seiner Filme und Beiträge veröffentlicht, so ist er doch überzeugter Hobbyist geblieben. Hauptberuflich arbeitet er mit Menschen mit Behinderungen, die nicht selten Thema seiner Filme sind.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 250
    Erscheinungsdatum: 06.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783794908806
    Verlag: Fachverlag Schiele & Schön
    Größe: 32827 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Das 1x1 des Videofilmens

1.1 Die Kamera

Was ist eine Kamera? Blöde Frage, werden Sie vielleicht sagen, doch bei näherem Hinsehen ist sie gar nicht so unsinnig. Haben Sie schon einmal in einer Videofachzeitschrift geblättert? Sicher, werden Sie sagen. Und dabei haben Sie wahrscheinlich festgestellt, dass es nicht nur eine Fülle an Kameras gibt, sondern dass mittlerweile auch die Anzahl der Systeme, Aufzeichnungsformate und der verschiedenen Speichermedien in den letzten Jahren drastisch zugenommen hat.

Gleich eines vorweg: Wenn Sie bereits eine Kamera besitzen, dann behalten Sie diese erst einmal. Wenn Sie keine haben, sich aber eine zulegen möchten, kann ich Ihnen nur mein Bedauern ausdrücken: Noch nie war es so schwer, sich für "die Richtige" zu entscheiden. Lesen Sie vor dem Kauf unbedingt dieses Buch zu Ende, vielleicht wissen Sie dann, wie Ihre Kamera ausgestattet sein sollte.

Fachzeitschriften und vor allem die Hersteller wollen uns weismachen, dass man nur mit der neuesten und technisch perfektesten Kamera gute Filme machen kann. Und hat man sich dann endlich zu einem Kameramodell durchgerungen und es sich und seiner Familie mühsam vom Munde abgespart, stellt man fest, dass das Nachfolgermodell wahrscheinlich viel besser ist und die soeben erstandene Kamera jetzt bei ebay um 300€ billiger zu haben. Lassen Sie sich auf solch einen Wettlauf gar nicht erst ein, Sie können ihn ohnehin nicht gewinnen! Außerdem: Gute Filme entstehen im Kopf und nicht in der Kamera!

Soll das heißen, Sie können auf das Lesen von Fachzeitschriften verzichten? – Nein! Denn wenn Sie Ihr Tun als Filmschaffender auch nur im Ansatz ernst nehmen, müssen Sie ständig darauf bedacht sein, über Ihren Tellerrand hinaus zu blicken und Ihren Horizont zu erweitern. Auch wenn Ihre Ausrüstung nicht auf dem aktuellsten Stand der Technik ist, sollten Sie um diesen zumindest Bescheid wissen. Außerdem dienen Fachzeitschriften als Quell der Inspiration für die eigene filmerische Arbeit. So geht es mir zumindest.

Doch zurück zur Kamera. Was macht sie nun eigentlich aus, und mit welcher kann man gute Filme machen? Lange Jahre, bevor ich wirklich mit dem Filmen begann, fotografierte ich. Und ich ärgerte mich öfters über andere Fotografierende, wenn ich einen Satz wie "diese Kamera macht gute Bilder" hörte. Diese Leute nannte ich insgeheim "Knipser". Nicht die Fotokamera macht gute Bilder, sondern der Fotograf. Dasselbe gilt für uns Videofilmer: Nicht die Videokamera macht die Bilder und letzten Endes die Filme, sondern der, der sie bedient und am Ende die Aufnahmen zu einem Ganzen zusammenfügt. Das alles ist Handwerk, das man erlernen kann.

Grundsätzlich kann man mit jeder Kamera einen guten Film machen; vorausgesetzt, sie funktioniert noch. Welche Ausstattung vorteilhaft ist, lesen Sie im weiteren Verlauf dieses Buches.

Alle Kameras haben vom Prinzip her die gleiche Funktionsweise, die der unseres Auges recht ähnlich ist. Bilder existieren nicht von Natur aus, sondern sie sind die Reflexionen des Lichts unterschiedlicher Wellenlänge, das gebündelt und zielgerichtet durch eine Öffnung auf eine Fläche fällt. Bei alten Fotokameras war diese Fläche der Film, bei neueren, und auch natürlich bei Videokameras, ist es der Aufnahmechip, bei unserem Auge ist es die Netzhaut (auch Retina genannt). Erst hier entsteht das "reale" Bild. Zuvor ist es quasi nicht existent. Die ursprünglichste Kamera – die Camera obscura – ist nur ein schwarzer Kasten mit einem Loch, auch Lochkamera genannt. Mehr oder weniger sind modernste Videokameras auch nicht, denn trotz der technisch rasant voranschreitenden Entwicklung sie sind nach wie vor den optischen Gesetzen unterworfen und werden es für alle Zeit

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen