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Dennis Hopper Die Biografie von Folsom, Tom (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.05.2013
  • Verlag: Blessing
eBook (ePUB)
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Dennis Hopper

Die Biografie des letzten wahren Hollywood-Rebellen. 2010 verstarb Dennis Hopper, bevor der maßgebliche Rebell Hollywoods eines seiner letzten Projekte inszenieren konnte: seine Autobiografie. Dank Bestsellerautor Tom Folsom liegt dieses große Werk nun vor: die außergewöhnliche Geschichte eines kleinen Jungen aus dem tiefsten Kansas, der - immer seine eigenen Bilder vom American Dream vor Augen - zu einem der größten Schauspieler, Regisseure und Künstler des 20. Jahrhunderts wurde. James Dean, Elvis Presley und John Wayne, Andy Warhol, Jack Nicholson und Charles Manson - die Liste der Persönlichkeiten, die Hopper prägte und die ihn prägten, ist lang. Dabei blieb Hopper immer nur den Regeln treu, die er sich selbst geschaffen hat. Wegbegleiter, Widersacher und Freunde Hoppers - wie Easy-Rider- Kollege Peter Fonda und Kult-Regisseur David Lynch - gaben Tom Folsom ihre Erfahrungen mit diesem manischen Perfektionisten, hochsensiblen Denker und ikonoklastischen Genie zu Protokoll. Dennis Hopper - Die Biografie ist eine wilde Fahrt durch die prägenden Epochen amerikanischer Kino- und Kunstgeschichte. Tom Folsom, Jahrgang 1974, lernte Journalismus an der University of Georgia. Er veröffentlichte 'Mr. Untouchable', eine Biografie über den Drogenbaron Leroy Barnes, verfilmt von Ridley Scott ('American Gangster'), sein Buch 'The Mad Ones' über den legendären Mafioso Crazy Joe Gallo stand monatelang auf der New-York-Times-Bestsellerliste.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 28.05.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641102739
    Verlag: Blessing
    Originaltitel: Hopper: A Journey Into the American Dream
    Größe: 4480 kBytes
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Dennis Hopper

KANSAS

Ein prächtiger peruanischer Abend. Dennis Hopper steckte sich eine Zigarette an. Schick, drahtig und reichlich verrufen, ein gut aussehender Gentleman mit Stetson, der auf der Rückseite der lichtgrünen Anden zu Tal preschte und dabei mit viel Geschick seinen schlammverschmutzten roten Ford Pick-up um die steil abfallenden Haarnadelkurven manövrierte. Auf der Seite des Wagens prangte sein persönliches Motto: KANSAS – HOLLYWOOD, CAL. BROKEN BONES BUT RARIN' TO GO! Sein Beifahrer, ein Journalist von LIFE , gierte nach dem Exklusivknüller für die groß anlegte Titelgeschichte über das, was dieser manische Schauspieler – über Nacht weltweit berühmt geworden als der Chopper lenkende, rebellische LSD -Freak, der für den phänomenal erfolgreichen Film Easy Rider verantwortlich war – am Arsch der Welt trieb, zugekokst wie ein Irrer und umringt von einer Horde bulliger psychedelischer Cowboys, die ihn für ein Genie hielten oder gar für eine Art Messias.

Als trachtete er danach, das neue Jahrzehnt, die Siebziger, einzuläuten, hatte Hopper im beseelten Alter von dreiunddreißig Jahren auf dem Berg eine sonderbare Welt erbaut, deren wahre Bedeutung allein er zu kennen schien. Sie befand sich viertausend Meter über dem Meeresspiegel in dem uralten Dorf Chinceros, das von eingeborenen Indios bewohnt war, die sich genauso wenig vorstellen konnten, was in seinem Kopf vorging. Jahrhunderte zuvor waren sie von den Konquistadoren überrannt worden. Und jetzt kam Hopper, der ihr Dorf praktisch über Nacht in eine Grenzstadt des Wilden Westens verwandelte. Er ließ Pferde – ganze Herden – und Sättel den Berg hinaufschaffen. Er flog vierschrötige Männer ein und kleidete sie in verschiedenste Cowboyklamotten. Er ließ Kulissen aus B-Western den Bergpfad hinaufschleppen, darunter eine Art spiritualistischen Tempel namens Jimmy's Place, auf dessen Fensterscheibe der Ausspruch REMINDS YOU OF YOUR DESTINY (Gemahnt dich an dein Schicksal) gepinselt war. Was zum Teufel sollte das alles?

Der Journalist klammerte sich todesmutig im Pick-up fest, als Hopper mit seiner Story loslegte, einer seltsamen und verzwickten Geschichte über superheldenhafte Höhen und dekadente Tiefen. Sie nahm ihren ziemlich unschuldigen Anfang in Kansas, ungefähr zu der Zeit, als die Sandstürme der Dust Bowl es sich dort bequem eingerichtet hatten. Während ihrer fulminanten Blütezeit erklärten billige Schmöker in aller Welt Dodge City zur "verworfensten Stadt in Amerika", Endstation der Viehtriebe für Horden von Cowboys, die dar auf erpicht waren, es krachen zu lassen, nachdem sie die Longhorn-Rinder aus Texas hergebracht hatten – und eine ganze Menge Ärger gleich mit. Es bedurfte der schnellsten Revolver des Westens, für Frieden zu sorgen, der legendären Helden der Schießerei am O. K. Corral in Tombstone, Arizona – Wyatt Earp und sein schwindsüchtiger Kumpan Doc Holliday. Wen das Gesetz nicht vertrieb, den vertrieb damals, als Hoppers Story begann, ganz bestimmt der Staub.

An einem sonnigen Samstagmorgen im April 1939 holte die alte Rinderstadt mit Stolz ihre Stiefel hervor und tat ihr Bestes, so wüst auszusehen, wie es wüster nicht ging. Die Handelskammer forderte "Keep Your Whiskers" (Erhaltet eure Bärte) und lobte einen Zweihundert-Dollar-Preis für den schönsten Bart aus, einen, der an die haarigen Tage im alten Dodge gemahnte.

Abb. 2: Premiere von Dodge City, Kansas, 1939

Alle kamen sie aus ihren Häusern, darunter auch die Familie Hopper mit dem kaum dreijährigen Dennis, der die wilden Typen in B&uu

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