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Der Winter ist da Insiderwissen über die Erfolgsserie Game of Thrones. Der inoffizielle Serienguide von Renfro, Kim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.11.2019
  • Verlag: riva Verlag
eBook (ePUB)
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Der Winter ist da

Der Insiderguide zur Erfolgsserie Game Of Thrones Die epische Erfolgsserie Game of Thrones ist zu Ende, aber rund um die Fantasy-Saga über die sieben Königslande gibt es noch viel zu entdecken. Was war die eigentliche Rolle des Nachtkönigs? Warum wurde den Schattenwölfen der Starks in der Serie eine so große Rolle zugeschrieben, und warum wurden sie dann in der achten Staffel vernachlässigt? Welche realen Orte dienten George R. R. Martin als Inspiration für die Schauplätze? Wie machten sich die Produzenten Fantheorien für den Fortgang der Story zunutze? Kim Renfro schaut hinter die Kulissen - von der ersten Folge bis zum großen Finale. Interviews mit Produzenten, Regisseuren, Darstellern und Autoren werfen ein neues Licht auf Schauplätze, Handlungsstränge, Charakterentwicklung, Musikwahl oder die Bedeutung der finalen Folge und deuten an, was die Fans nach dem Ende der Serie noch zu erwarten haben. Der Winter ist da! Kim Renfro berichtet in den USA für das Online-Magazin Insider Inc. regelmäßig über die Erfolgsserie Game of Thrones. Allein im Jahr 2017 schrieb sie über 120 Artikel über die Serie, die weltweit mehr als neun Millionen Leser fanden. Im Laufe ihrer Karriere interviewte sie nicht nur Darsteller der Serie, sondern auch Produzenten, Regisseure und Autoren. Sie lebt in Los Angeles.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 11.11.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783745306828
    Verlag: riva Verlag
    Größe: 4231 kBytes
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Der Winter ist da

KAPITEL EINS

DER GROßE GRABEN

A m Abend des 2. Juni 2013 öffnete sich vor den Augen der arglosen Fernsehzuschauer ein Abgrund des Entsetzens. Millionen von Game-of-Thrones -Fans hatten über zwei Jahre lang die gnadenlose Politik in Westeros verfolgt und sich in Ritter, Lords, Ladys und Gesetzlose gleichermaßen verliebt, ohne zu bemerken, dass HBO sie die ganze Zeit über wie Lämmer zur Schlachtbank getrieben hatte. Aber wir anderen wussten Bescheid, wir lehnten uns mit einer Schüssel Popcorn und dem Handy mit aktivierter Kamera in der Hand zurück, während Blut und Tränen flossen.

"Rote Hochzeit" klingt so unschuldig, ist aber heute jedem Game-of-Thrones -Fan ein Begriff. Dieser schicksalhafte Abend hat diese beiden Wörter mit einer kulturellen Bedeutung aufgeladen, wie sie kaum eine Fernsehserie jemals erzeugen konnte. Autor George R. R. Martin hatte die Welt der Fantasyliteratur schon längst verändert, bevor er seine Geschichte David Benioff und D. B. Weiss anvertraute, die ihrerseits die Welt der Fernsehserien umwälzte. An diesem Juniabend konnte endlich die ganze Welt das Meisterwerk erkennen, das Game of Thrones ist. Der unsichtbare Graben zwischen den Lesern und den Fernsehzuschauern war geschlossen.

In diesem Moment begann eine neue Ära der Popkultur: Es gab die Zeit vor der Roten Hochzeit und die Zeit danach. Es gab eine Vergangenheit, in der Game of Thrones im hektischen Gedränge der Blütezeit des Prestige-TV hätte untergehen können, und die Zukunft, in der sich das große Risiko, das HBO mit einer Fantasyserie eingegangen war, als eine der besten Entscheidungen aller Zeiten entpuppte.

Die Romane von Martins Buchserie Ein Lied von Eis und Feuer waren bereits Bestseller, bevor die Fernsehserie Game of Thrones entstand. Aber ohne David Benioff und D. B. Weiss hätten Millionen von Menschen nie von Daenerys Targaryen, der Unverbrannten und Mutter der Drachen, oder von Jon Schnee, dem vor aller Augen versteckten Targaryen-Prinzen, erfahren. Diese Fans hätten niemals Tränen bei Eddard Starks Hinrichtung vergossen oder mit offenem Mund dagesessen, als Robb und Catelyn, sein Sohn und seine Frau, ebenfalls den Tod fanden.

Als HBO die Episodentitel der dritten Staffel von Game of Thrones bekannt gab, wussten die langjährigen Leser bereits, was kommen würde. Die neunte Folge trug den Titel "Der Regen von Castamaer", was gleichzeitig der Titel eines berühmten Lennister-Lieds ist. Das Lied erzählt davon, wie Lord Tywin Lennister ein kleineres Haus vernichtet, das es gewagt hat, die Lennisters von Casterlystein herauszufordern. Sowohl im Buch als auch in der Serie realisiert Catelyn Stark, dass die Hochzeitsfeier ihres Sohns eine katastrophale Wendung nimmt, als die von den Freys angeheuerten Musiker "Der Regen von Castamaer" spielen und damit zeigen, dass Lord Tywin seine Finger im Spiel hat, obwohl er selbst weit weg ist.

Die Leser von Ein Lied von Eis und Feuer wussten ja, was kommt, und verschworen sich online und in der realen Welt, die Seriengucker die Rote Hochzeit auf die gleiche Weise erleben zu lassen, wie sie selbst sie in den Büchern erlebt hatten: schockiert, wütend und entsetzt. Auch sie sollten um den jungen König des Nordens, seine Mutter und das gesamte Haus Stark trauern.

Die Buchleser mussten diesen Schock im dritten Band Hört mich brüllen verkraften, der 2000 erschien. Erinnert man sie an die Beschreibung, wie Catelyn Stark die unerbittlichen Trommeln hört, bekommen sie sofort ein flaues Gefühl im Magen. Sie werden erzählen, wie sie damals das Buch wütend durchs Zimmer gepfeffert oder so laut aufgestöhnt haben, dass ihre schlafende Katze davon aufgewacht ist.

Nur die scharfsinnigsten Leser werden die Rote Hochzeit wohl haben kommen sehen. Keine andere Buchserie hat je mit der frühzeitigen Hinrichtung einer Hauptfigur begonnen, den Sohn dieser Figur zum neuen He

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