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Die Tagebücher von Burton, Richard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.10.2013
  • Verlag: Haffmans Tolkemitt Verlag
eBook (ePUB)
26,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Die Tagebücher

Schauspieler, Jetset-Prominenter und Mann von Elizabeth Taylor - Richard Burton zählt zu den Weltstars der 1960er und 1970er Jahre. Seine Tagebücher von 1965 bis 1972 sind das Zeugnis eines Filmstars, der sich zwischen der Höhe seines Ruhms und Reichtums und der Tiefe seiner Abstürze befindet. Die Lebensaufzeichnungen Burtons wurden von seiner vierten Frau und Witwe Sally im Jahre 2007 an die Swansea University in Wales übergeben und sind nach fünfjähriger Aufarbeitung 2012 mit großem Echo in England erschienen. Nun liegen sie zum ersten Mal auf Deutsch vor. Die Tagebücher geben einen neuen und anderen, intimen Einblick in Burtons und Taylors Leben, ihre turbulente Beziehung und in die Glamourwelt von Theater, Film und Prominenz, die sie bewohnten. Burton erweist sich in den Tagebüchern als gebildeter, feinfühliger und äußerst witziger Chronist seines Lebens und seiner Zeit, der nicht nur ein Talent zum Schauspielern hatte, sondern auch noch etwas ganz anderes konnte: schreiben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 750
    Erscheinungsdatum: 24.10.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783942989589
    Verlag: Haffmans Tolkemitt Verlag
    Originaltitel: The Richard Burton Diaries
    Größe: 1063kBytes
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Die Tagebücher

1965

JANUAR

Freitag, 1. 1., Gstaad Vom Kater erholt. Mit E. die Britannica gelesen. Sie ist ein gutes kleines Mädchen. Hat Sara gestern Abend im Palace Hotel abgeholt, sie herumgewirbelt und zauberhaft ausgerufen: "Ich hasse alte Frauen." 1

Mache mit J. Sullivan irgendeinen Vertrag. 2 Er und seine Künftige Daliah Lavi reisen morgen ab.

Samstag, 2. 1. Sara und Francis fahren morgen nach London ab. 3 Sind ins Park Hotel zum Versöhnungsessen. Erfolgreich. Sara leiert immer noch dauernd von Francis' Herzleiden mit Flüstern, Blicken und manchmal so rundheraus und in der dritten Person, dass E. einmal sagte: "Du redest, als ob Daddy nicht hier wäre."

Sonntag, 3. 1. Mittagessen mit Sara und Francis. Mit Natalie Wood und dem jungen Niven zu Abend gegessen. 4 Sie ist abgemagert und sieht aus, als hätte sie TBC. Pekinesenaugen. Trauriger Fall. Sind ins Chesery gegangen - grässlich lauter Ort.

Montag, 4. 1. Bin nach Bern zum Konsulat gefahren, um mich zu registrieren, auch zur Polizei in Saanen, um ein permit de séjour zu erhalten. E. konnte nicht mitkommen. Hat sich mitten in der Nacht den Kopf an der offenen Küchenschranktür gestoßen. Mutter und Vater aller Veilchen. Niemand wird mir abkaufen, dass ich sie nicht geschlagen habe - einen solchen Ruf habe ich -, wir tun also so, als wäre sie auf der Piste gestürzt. [...] E. und ich auf Rangliste der Kassenschlager des Jahres, ich Platz 10., E. 11. Ha, ha. Sie hat natürlich gar keinen Film gemacht! Nicht ganz fair. 5

Dienstag, 5. 1. E. reiseunfähig (ärztliche Anordnung), habe daher den 3:34er von Lausanne genommen. [...] Zugfahrt von entnervender Drolligkeit. Ein kleiner Junge, ein noch kleinerer Junge und ein riesiger Hund, der zwei Drittel des Fußbodens in Beschlag nahm, außerdem zwei Männer und [...] redselige Dame [...]. Bin um 9:45 Uhr in Paris angekommen. Von Gaston abgeholt und ins Meurice, nicht wie erwartet ins Lancaster gebracht worden. 6 Nachricht an Rene Weibel geschrieben, sich um Sybs "Angelegenheiten" aus Céligny zu kümmern. André hatte darum gebeten! 7 Sie will auch Amateurfilme. Kommt mir ein bisschen masochistisch vor. Paris ist schneefrei und eine nette Abwechslung.

Mittwoch, 6. 1., London Paris um 12:34 Uhr mit dem "Golden Arrow" verlassen. Herrlicher Zug, sicher einer der besten der Welt. In London eingetroffen [...]. Bin von Heyman und Rolls-Royce abgeholt worden. 8 Habe E. angerufen, die morgen mit dem Flugzeug nachkommt. Drinks in schickem Pub nahe Dorchester mit Heyman. 9 Später kamen Sullivan und Daliah dazu. Nach Hause gegangen und also gelesen und also zu Bett à la Pepys. 10 (Habe mir vor Abreise aus Paris bei Alexandre die Haare schneiden lassen.)

Donnerstag, 7. 1. Bin um zehn zu Berman gegangen und hinterher mit M. Ritt zur Wardour Street gelaufen. 11 Wir haben etwa eine Stunde lang "das Drehbuch hin und her gewälzt". Hab mit Oskar Werner telefoniert. Klingt jung und enthusiastisch. Mittagessen im Isow's mit Ritt und Claire Bloom. 12 Sie war nervös, aber sonst ging's ihr gut. Für diese Erleichterung besten Dank. Habe mein gutes Mädchen am Londoner Flughafen abgeholt. Ihr Gesicht sieht mächtig mitgenommen aus, armes Ding. Ich war aus nervlichen Gründen ziemlich bissig, und wir sind nach Würstchen und Kartoffelbrei frühstmöglich zu Bett.

Mittwoch, 13. 1. Battersea Park um 8:15 Uhr zur Probe mit Michael Hordern. 13 Sehr, sehr kalt, besonders, weil ich während der Szene völlig regungslos bleibe, und Marty schoss eine eisige Einstellung nach der nächsten. Springer ist mit Hugh French angekommen. 14 Auch ein Journalist namens Palmer von AP. 15 Er wirkte kein bisschen wie ein Reporter. Vielleicht ist er gar keiner. Hatte gehofft, mit E. zu Mittag zu essen, aber verg

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