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Literatur- und theatertheoretische Schriften: Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet + Wallensteinischer Theaterkrieg + Kallias oder über die Schönheit und mehr Briefe über Don Carlos + Repertorium des Mannheimer Nationaltheaters + Über den moralischen Nutzen ästhetischer Sitten + Brief eines reisenden Däne + Über naive und sentimentalische Dichtung und mehr von Schiller, Friedrich von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.12.2014
  • Verlag: e-artnow
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Literatur- und theatertheoretische Schriften: Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet + Wallensteinischer Theaterkrieg + Kallias oder über die Schönheit und mehr

Dieses eBook: 'Literatur- und theatertheoretische Schriften: Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet + Wallensteinischer Theaterkrieg + Kallias oder über die Schönheit und mehr' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Friedrich Schiller (1759-1805), war ein deutscher Dichter, Philosoph und Historiker. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker. Viele seiner Theaterstücke gehören zum Standardrepertoire der deutschsprachigen Theater. Seine Balladen zählen zu den bekanntesten deutschen Gedichten. Inhalt: Brief eines reisenden Dänen Don Karlos Repertorium des Mannheimer Nationaltheaters Wallensteinischer Theaterkrieg Dramaturgische Preißfragen Briefe über Don Carlos Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet Kallias oder über die Schönheit Ankündigung der 'Rheinischen Thalia ' Über Bürgers Gedichte Über Egmont, Trauerspiel von Goethe Über Matthissons Gedichte Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich wirken? Die Horen Über epische und dramatische Dichtung Über das Pathetische Über die nothwendigen Grenzen beim Gebrauch schöner Formen Zerstreute Betrachtungen über verschiedene ästhetische Gegenstände Über naive und sentimentalische Dichtung Gedanken über den Gebrauch des Gemeinen und Niedrigen in der Kunst Über die tragische Kunst

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 355
    Erscheinungsdatum: 29.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026827559
    Verlag: e-artnow
    Größe: 779 kBytes
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Literatur- und theatertheoretische Schriften: Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet + Wallensteinischer Theaterkrieg + Kallias oder über die Schönheit und mehr

Erste Verwandlung

Inhaltsverzeichnis

Ein angenehmer Prospekt von Orangenalleen, Boskagen, Statuen, Urnen, und springenden Wassern. Die Beleuchtung wird so eingerichtet, daß die vordere Bühne dunkel bleibt, die hintere aber munter und hell ist.
Erster Auftritt

Inhaltsverzeichnis

Karlos kommt langsam und in Gedanken versenkt aus dunkeln Boskagen, seine zerstörte Gestalt verräth den Kampf seiner Seele; einigemal steht er schüchtern still, als wenn er auf etwas horchte. Der Zufall führt ihn vor die Statue der Biblis und des Kannus, er bleibt nachdenkend davor stehen - indem hört man hinter der Szene eine ländliche Musik von Flöten und Hoboen, die sich allmählig in der Entfernung verliert. Der Prinz verläßt die Statue in großer Bewegung, man sieht Traurigkeit und Wut in seinen Gebärden abwechseln, er rennt heftig auf und nieder, und fällt zulezt matt auf ein Kanapee. Unterdessen zeigt sich im Hintergrund der Pater Domingo , und bleibt eine Zeitlang stehen ihn zu beobachten. Endlich nähert er sich, auf das Geräusch ermuntert sich Karlos , und fährt unwillig auf.

Karlos.
Der Erzspion verfolgt mich überall
wie die Gerichte Gottes - - Was verlangt ihr?
Wen sucht ihr hier? - Dorthin, soviel ich weiß,
hat sich der König mit dem Hof gezogen.

Domingo.
Der König, Prinz, und alle Grandes stehn
versammelt im Zitronenwald. Die Freude
herrscht allgemein, sie zu vollenden fehlt
nur Karlos noch.

Karlos.
Sie plözlich zu vergiften?
Ist König Philipp seiner guten Laune
schon satt, daß er die Nattern seines Sohns
zu Gaste ruft?

Domingo.
Mir unbegreiflich, Prinz.
Der schönste Frülingstag - die muntern Gärten -
und rings herum die blumenvolle Flur -
Der Himmel selbst wetteifert mit der Gegend,
die Kunst mit der Natur - sie aufzuheitern.
Gleich einem Paradies lacht weit und breit
das prächtige Aranjuez, und doch
in ihrem Aug nicht eine Spur der Freude?

Karlos.
In diesem lachenden Aranjuez
sieht Karlos nichts - als seine finstre Seele.

Domingo.
Doch eben dieser räzelhafte Gram,
den wir schon lang in ihren Blicken lesen,
der Schrecken ihres Reichs, und das Geheimniß
des ganzen Hofs, hat manche Thräne schon
dem König ihrem Vater ausgepreßt.

Karlos.
Fließt mir deßwegen eine einz'ge minder?
heilt dieses Herz vielleicht, wenn seines blutet?
Nur Thränen hat er für den einz'gen Sohn? -
die giebt auch wohl ein Bettler seinem Kinde.
Er presse doch nur einen Tropfen Mohn
aus seines Perus unerschöpften Schachten,
den Schmerz in diesem Busen einzuschläfern; -
er biete doch den pralenden Tribut,
den ihm sein furchtbarer Vasall, das Meer,
aus beiden Indien herüberfrohnt,
ob er vielleicht den Henker seines Karls
damit bestechen kann? - Seht rings herum -
Diß Paradies rief euer großer König
in eine fürchterliche Wildniß her -
er rufe doch - sein Karlos läßt ihn bitten -
ein Lächeln auf mein Angesicht.

Domingo.
Er wirds.
Nur brechen sie diß grauenvolle Schweigen,
nur öfnen sie ihr Herz dem Vaterherzen.
Was Karl dem Philipp anvertraut, wird ja
der König ihm gewähren.

Karlos.
Wird er das? -
Weh mir, und wenn er wollte - kann er das?
und wenn ich mit des Todes leztem Lechzen
es foderte? wenn der erhörte Wunsch
den schon entwichnen Geist aus der Behausung
des Grabs zurücke hohlte? - Nimmermehr.

Domingo.
Ich zittre Prinz - Was sagt mir dieses Räzel?

Karlos.
Bin ich nicht eines großen Königs Sohn?
Mit halben Welten theil ich meinen Vater,
und dennoch soll an einem einz'gen Wunsch
der große

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