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Munkey Diaries Die privaten Tagebücher - Mit exklusivem Fotomaterial von Birkin, Jane (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.09.2019
  • Verlag: Penguin Verlag
eBook (ePUB)
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Munkey Diaries

Jane Birkin unplugged: Die Ikone der 70er veröffentlicht ihre Tagebücher Der Skandalsong Je t'aime mit Serge Gainsbourg und Filme wie Blow Up und Der Swimmingpool machten Jane Birkin weltberühmt, die Birkin Bag ist zum zeitlosen Accessoire geworden. Munkey Diaries sind die persönlichen Aufzeichnungen der Stil-Ikone, vom Swinging London bis ins Paris der 60er- und 70er-Jahre. Ungeschönt, ehrlich, das intime Porträt eines Frauenlebens. Liebe und Verlust, Begierde und Einsamkeit, eine weibliche Symbolfigur, die sich selbst nie als solche sehen konnte. Birkin erzählt von den Begegnungen, die ihrem Leben die entscheidenden Wendungen gegeben haben, von der Beziehung zu ihren Töchtern und deren Vätern. 'In Birkins Tagebüchern geht es nicht um die Filme, die sie gedreht hat, und auch nicht um die Lieder, die sie gesungen hat. Es geht um sie, das Mädchen, die Frau, die Mutter.' (Der Spiegel) Jane Birkin wurde 1946 in London geboren. Als Schauspielerin bekannt wurde sie durch ihre Rolle in Michelangelo Antonionis Film 'Blow Up' (1967). 1969 nahm sie mit Serge Gainsbourg das Lied 'Je t'aime ... moi non plus' auf, das für einen Skandal sorgte und das Paar international berühmt machte. Es folgte eine einzigartige Karriere in Musik und Film mit 13 veröffentlichten Alben und Rollen unter bedeutenden Regisseuren. Seit einigen Jahren führt Birkin auch selbst Regie. Aus ihren Beziehungen mit John Barry, Serge Gainsbourg und Jaques Doillon hat sie drei Töchter; Charlotte Gainsbourg und Lou Doillon sind ihrerseits bekannte Schauspielerinnen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 23.09.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641252632
    Verlag: Penguin Verlag
    Originaltitel: Munkey Diaries
    Größe: 6115 kBytes
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Munkey Diaries

Ich bin am 14. Dezember 1946 in einer Londoner Klinik geboren, viel zu früh, mit siebeneinhalb Monaten. Man hat mich und einen kleinen Jungen auf den Heizkörper gelegt, in einer Box, die mit einer nassen Windel zugedeckt war. Inkubatoren gab es noch nicht. Mama sagte, sie habe nach dem Frühstück angefangen mich zu verlieren. Man machte einen Kaiserschnitt bei ihr, von oben bis unten. Sie hat sich nie beklagt, sie sagte, es war eine Befreiung, kein Todeskampf wie im Jahr zuvor bei meinem Bruder Andrew, der genau bei Kriegsende zu Hause geboren worden war.

Mein Vater, David Birkin, stammte aus der Spitzenhändler-Bourgeoisie, Birkin Lace, in Nottingham, seine Mutter war eine geborene Russell aus dem verarmten Adel; ihr Papa clergyman und Enkel eines Lords. Mein Vater sah infolge einer schiefgegangenen Nebenhöhlenoperation alles doppelt. Er hatte Lungenblutungen und war sehr anfällig. Als er achtzehn war, betete seine Tante, Gott möge ihm diesen Leidensweg ersparen und ihn zu sich nehmen! Nach dem Studium in Cambridge, wo er Chirurg werden wollte, wurde er - welche Ironie! - weiteren katastrophalen Eingriffen unterzogen und zur Erholung in die Schweiz geschickt. Bei Kriegsausbruch kehrte er nach England zurück und versuchte alles - vergeblich, wegen seiner Gesundheit -, um in die Armee aufgenommen zu werden. Sein ältester Bruder war in der Armee, der zweite ein brillanter Pilot, und er, der jüngste, schaffte es schließlich dank seiner Ausdauer in die Royal Naval Volunteer Reserve , die Freiwilligen-Reserve der Marine. Er absolvierte die einjährige Grundausbildung, danach ein Spionagetraining und einen Crashkurs in Navigation; als einfacher Matrose auf Schiffsattrappen an Land hatte er noch nie einen Fuß auf ein Schiff gesetzt, aber als guter Mathematiker war er dafür begabt. Er erfuhr, dass es die Möglichkeit gab, auf den beiden Schiffen anzuheuern, die zwischen Frankreich und England hin- und herfuhren, er und sein Freund Peter Williams 1 , der das sister-ship steuern würde, bewarben sich, und schon bald wurden ihnen die nächtlichen Missionen von Dartmouth an die bretonische Küste und von Aber-Wrach nach Paimpol anvertraut. Er, der Navigator, brachte Free French und Spione hinüber und englische und kanadische Flieger, die von der französischen Résistance versteckt worden waren, zurück. Jeden Monat mussten sie die mondlosen Nächte abwarten, um vor der Nase der Deutschen über die unruhige, dunkle See zu navigieren, ohne Sonar und Licht, er wurde furchtbar seekrank in seiner kleinen Kabine, das Schiff wurde von den Wogen herumgeworfen und die Karten fielen herunter. Von all den Missionen hat er keine einzige verpatzt ...

In diesen beiden Kriegsjahren musste mein Vater seine Blutungen vor den Militärs verheimlichen; er bat jemanden, während der Eingriffe bei ihm zu bleiben, falls er unter der Narkose anfangen würde zu reden und Geheimnnisse zu verraten. Er hat diesen Krieg heimlich geführt und riskierte, die Schiffe und die französischen Widerständler, die auf ihn zählten, zu verlieren. Gegen Ende des Krieges sagte meine Mutter in einer Londoner Telefonzelle zu ihm: "Ich glaube, ich weiß, was du tust ...". Eine Frau hatte auf einer Cocktail-Party erzählt, dass ihr Sohn übers Meer, nicht durch die Luft, aus Frankreich zurückgekehrt sei, und mein Vater hatte geantwortet, diese Glucke müsse man zum Schweigen bringen!

Nach dem Krieg hat er keinen Fuß mehr auf ein Schiff gesetzt. Er hat uns sehr spät davon erzählt, um 1967 herum, wegen des Official Secret Act, der die Agenten zur Geheimhaltung verpflichtet. Dabei haben ihm seine geheimen Missionen das DSC (Distinguished Service Cross) aus der Hand des Königs eingebracht. Seine Bewunderung galt immer den Franzosen, den Bretonen, besonders Joe Mainguy, dem Chef des Widerstandsnetzes, der es bis zu seinem Tod ablehnte, dass eine Straße nach ihm benan

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