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Spock und ich Mein Freund Leonard Nimoy von Shatner, William (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.10.2016
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Spock und ich

Eine intergalaktische Freundschaft: Captain Kirk über Mr. Spock Leonard Nimoy wurde durch seine Rolle als Mr. Spock in der Serie Star Trek berühmt. Mit dem stets auf Logik bedachten Vulkanier schuf er einen Charakter, der wie kaum ein zweiter die Popkultur bis heute prägt. Am Set lernte Nimoy William Shatner alias Captain Kirk kennen, mit dem ihn 50 Jahre lang eine enge Freundschaft verband. Gemeinsam gingen die beiden Männer durch Höhen und Tiefen, beruflich wie privat. Anhand zahlreicher Anekdoten zeichnet William Shatner nun das faszinierende Leben seines besten Freundes nach und zeigt uns den Mann hinter dem unemotionalen Vulkanier: den feinfühligen Poeten, Fotografen, gläubigen Juden und trockenen Alkoholiker. Eine berührende Biografie und die Geschichte einer großen Freundschaft - nicht nur für Star-Trek-Fans! William Shatner ist Schauspieler, Produzent, Regisseur und Musiker. Berühmt wurde er durch seine Rolle als Captain Kirk, den er in der Serie Star Trek (1966 - 1969) und in sieben Star-Trek-Filmen mimte. Für seine Rolle als Anwalt Denny Crane in der Serie Boston Legal gewann er einen Emmy und einen Golden Globe. William Shatner lebt mit seiner Frau Elizabeth in Los Angeles.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 24.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641206413
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Leonard: My Fifty-Year Friendship with a Remarkable Man
    Größe: 5214 kBytes
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Spock und ich

EINS

Der Tod ist das Ende eines Lebens, aber nicht das Ende einer Verbindung.

ROBERT ANDERSON, DRAMATIKER

A m Ende des zweiten Star-Trek -Films, Der Zorn des Khan , sieht die Enterprise ihrer Zerstörung entgegen. Das Raumschiff hat weniger als vier Minuten Zeit, um der Aktivierung des Genesis-Projektils zu entkommen. Aber wegen ihres beschädigten Warpantriebs ist es nicht schnell genug. Er kann repariert werden - doch das ist eine selbstmörderische Mission. Im Reaktorraum herrscht inzwischen schon eine so hohe Strahlung, dass jeder, der dort Reparaturen ausführt, sterben wird. Als Dr. McCoy zu Spock sagt: "Kein Mensch kann diese Strahlung dort drin aushalten", antwortet Spock wie immer logisch: "Wie Sie schon so oft bemerkt haben, Doktor, ich bin kein Mensch."

Nachdem er McCoy mit einem Vulkanischen Nackengriff außer Gefecht gesetzt hat, betritt Spock den Reaktorraum und rettet das Raumschiff und seine Besatzung. Doch es kostet ihn das eigene Leben.

Als Kirk realisiert, was geschehen ist, eilt er hinunter in den Maschinenraum. Spock liegt im Sterben. Die beiden Männer, die im gesamten Universum Seite an Seite gekämpft haben, sind durch eine Glaswand voneinander getrennt. In seinen letzten Augenblicken sagt Spock zu Kirk: "Seien Sie nicht traurig, Admiral, seien Sie logisch. Die Bedürfnisse vieler ... sind wichtiger ..."

"... als die Bedürfnisse weniger", vervollständigt Kirk den Satz.

"Oder des Einzelnen", fügt Spock hinzu und legt die Hand mit einem Vulkanischen Gruß an die Scheibe. Von der anderen Seite legt Kirk seine Hand daran, und es sieht aus, als würden ihre Hände sich berühren. Ein endgültiger Abschied. Mit seinem letzten Atemzug sagt Spock zu Kirk: "Ich war es ... und werde es immer sein ... Ihr Freund. Leben Sie lang ... und in Frieden."

Am Ende des Dokumentarfilms Mind Meld: Secrets Behind the Voyage of a Lifetime (2001), der einfach aus einem langen Gespräch zwischen Leonard Nimoy und mir besteht und unsere lebenslange Reise an Orte thematisiert, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat, befinden wir uns in seinem Arbeitszimmer. Irgendwann zu Beginn des Films betrachten wir eine gerahmte Fotografie von uns in unseren Star-Trek -Kostümen, ein altes Coverfoto des TV Guide . "Das sind wir", sagte Leonard nachdenklich. "Siamesische Zwillinge."

"Genau", stimmte ich ihm zu. "Du und ich, an der Hüfte zusammengewachsen." Einige Sekunden später füge ich hinzu: "Du und ich, wir haben mehr als unser halbes Leben miteinander verbracht. Ich betrachte dich als einen meiner engsten Freunde, ja, als meinen engsten Freund. Ich habe dich wirklich sehr, sehr gern."

Leonard war kein Mensch, der in der Öffentlichkeit Gefühle zeigte. Genau wie seine Figur Spock war auch er sehr reserviert. "Geht mir genauso", war die stärkste Reaktion, zu der er sich in diesem Augenblick durchringen konnte. Aber am Ende derselben Dokumentation stehen wir nebeneinander und blicken in die Kamera, als er mir plötzlich und ziemlich unerwartet den Arm um die Schultern legt und herausplatzt: "Du bist mein bester Freund."

Mr. Spock und Captain James T. Kirk, die Figuren, die Leonard und ich bei Star Trek verkörperten, waren beste Freunde, und so war es auch im wahren Leben. Wie die Millionen Menschen, die ihn bewunderten, werde auch ich ihn immer vermissen.

Zwischen Leonards und meinem Geburtstag liegen vier Tage. Ich kam zuerst auf die Welt, bin also der Weisere, Reifere und Erfahrenere von uns beiden, während er vor allem gern betonte: "Du bist viel älter als ich." Zwar erinnerten wir uns später beide nicht mehr daran, aber wir begegneten uns bereits 1964 zum ersten Mal, als wir beide in einer Folge von Solo für O.N.C.E.L. auftraten. Ich spielte einen scheinbar betrunkenen Lebemann, er einen russischen Bösewicht. In unserer ersten gemeinsamen Szene legte

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