text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Um die Ecke in die Welt Über Filme und Freunde von Kohlhaase, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.09.2014
  • Verlag: Neues Leben
eBook (ePUB)
14,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Um die Ecke in die Welt

Der preisgekrönte Drehbuchautor Wolfgang Kohlhase ist ein geübter Beobachter und Meister des feinen Dialogs. Drehbücher könne er schreiben wie Billy Wilder, bestätigen ihm Filmkenner und -kritiker. Und was Kohlhaase über die Leute sagt, die seinen Weg kreuzten oder mit denen er an wichtigen Filmen arbeitete, bietet tiefe Einsichten, teilt genaue Beobachtungen mit und liefert manch hintergründig-komische Anekdote. Alle diese Texte füllen ein Buch, welches so nah an Wirklichkeit und Geschichte ist und so unterhaltsam und lebensnah wie seine Filme. Texte über Konrad Wolf, Frank Beyer, Andreas Dresen, Bernhard Wicki, Hermann Kant, Renate Krössner, Peter Hacks, Kurt Maetzig, Werner Stötzer, Wieland Herzfelde, Ulrich Plenzdorf und andere.

Wolfgang Kohlhaase, geboren 1931 in Berlin, ist einer der wichtigsten Drehbuchautoren der deutschen Filmgeschichte, u. a. bekannt für "Berlin, Ecke Schönhauser" (1957), "Ich war neunzehn" (1968), "Solo Sunny" (1980) und "Sommer vorm Balkon" (2005), wurde mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Lubitsch-Preis, dem Goldenen Ehrenbär, dem Deutschen Filmpreis. Er ist verheiratet und lebt in Berlin und Reichwalde. Günter Agde, geboren 1939, ist Filmhistoriker, Journalist und Autor. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft in Leipzig war er bis 1992 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Akademie der Künste. Er verfasste mehrere Werke zur deutschen Filmgeschichte und zur DEFA und veröffentlichte biografische Bücher über Erwin Geschonneck und Kurt Maetzig. Er lebt in Berlin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 19.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783355500142
    Verlag: Neues Leben
    Größe: 4290 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Um die Ecke in die Welt

Über Film und Leben,
Kunst und Geschichte

Aus dem verbotenen Heft

Antwort auf eine Umfrage

1.Welche Filme der fast 20-jährigen DEFA -Produktion gehören nach Ihrer Meinung zu den national und international repräsentativsten Filmwerken?

Die Mörder sind unter uns, Ehe im Schatten, Affäre Blum, Der Untertan, Sterne

2.Welche Filme aus der sozialistischen Produktion der letzten Jahre gehören für Sie zu den produktivsten Werken?

Neun Tage eines Jahres, Iwans Kindheit, Das Messer im Wasser, Ballade vom Soldaten

3.Welche Filme aus der kapitalistischen Produktion der letzten Jahre haben Sie besonders beeindruckt?

Rocco und seine Brüder, 8 ½, Hiroshima, mon amour

4.Suchen Sie für Ihr persönliches Schaffen nach Vorbildern?

Ich habe kein bestimmtes Vorbild. Großen Eindruck hat auf mich der italienische Neorealismus gemacht.

5.Was benötigen wir nach Ihrer Meinung als Voraussetzung für die Entwicklung der Filmproduktion am dringendsten?

a)im filmästhetischen Bereich, b) im filmtechnischen Bereich, c) im filmökonomischen Bereich, d) im filmpublizistischen -Bereich

a)Kenntnis unseres Lebens und ständiges Zur-Kenntnisnehmen der ästhetischen Entwicklung des Films in der Welt, nur eines von beiden genügt nicht.

b)Unsere Atelier- und Aufnahmetechnik ist veraltet. Ich kenne die Pläne, diesen Zustand zu verändern, nicht.

c)Gemeinsame Überlegungen, ob das Wertgesetz im Sozialismus auch etwas mit der Produktion und dem Verleih von Filmen zu tun haben könnte.

d)Eine Kritik, die die Position unseres Films im In- und Ausland ohne Wunschdenken untersucht und sich zu Detailfragen (Buch, Regie, Kamera, Arbeit des Schauspielers, Musik) mit Sachkenntnis äußert. Das gehört zu den Maßstäben, ohne die Kritik nicht viel nützt.

1965

Der Umfrage war folgende Vorbemerkung vorangestellt: "Die Redaktion hat aus Anlass des 20. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus fü nf Fragen an Filmschaffende (Spielfilm) der DDR gerichtet. Sie wollte auf diese Weise mit einem breiteren Kreis von Filmpraktikern ins Gespräch kommen. Die Erfahrungen, die Sachkenntnis und das persö nliche Engagement der Befragten verleihen den Antworten zwar eine bestimmte Repräsentanz, erlauben aber in der Verschiedenheit der Meinungen und Formulierungen nicht, oberflächliche Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Äu ßerungen sind für die verschiedensten Bereiche des Filmwesens von Interesse. Für die Arbeit der Filmfachpresse enthalten sie wertvolle Aspekte und Hinweise. Von 45 Befragten antworteten 22." In: Filmwissenschaftliche Mitteilungen Nr. 2/1965, S. 281 f. Das Heft wurde infolge des 11. Plenums des ZK der SED vom Dezember 1965 ("Kahlschlag--Plenum") verboten und eingestampft.

Das Einzige, was uns hilft: Realismus!

Diskussionsbeitrag auf dem II . Kongress des Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden

Da ich auf dem Wege vor uns die lichten Höhen ungezählter guter Vorsätze und eine verblüffende Einigkeit sehe – und in der Annahme, dass unser weiterer Vormarsch gesichert ist –, möchte ich in dem, was ich vortrage, ein wenig auf der Stelle treten und hin und wieder einen Blick über die Schulter werfen, talwärts, wenn man so will.

Erinnert man sich an ähnliche Kongresse oder blättert in den Protokollen von K

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen