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Welt Theater Geschichte Eine Kulturgeschichte des Theatralen von Fiebach, Joachim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.05.2015
  • Verlag: Verlag Theater der Zeit
eBook (ePUB)
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Welt Theater Geschichte

'Schon die vormodernen Gesellschaften praktizierten das, was für Geschichten theatraler Tätigkeiten prägend geworden ist: die mehr oder minder intensive Beschäftigung mit dem sozialen, kulturellen und politischen Gefüge ihrer Gemeinschaften, der Lage ihrer Subjekte und der Situation des Menschen in der Welt überhaupt.' Der international renommierte Berliner Theaterwissenschaftler Joachim Fiebach bündelt Erkenntnisse eines Forscherlebens in einem theatergeschichtlichen Kompendium, das neue Maßstäbe der Theatergeschichtsschreibung setzt. Sein Denken ist rigoros kulturgeschichtlich fundiert, es begreift theatrale Phänomene und Prozesse konsequent in ihren politischen Dimensionen und frei von eurozentristischer Kurzsichtigkeit und Larmoyanz. In unvergleichlichem Materialreichtum eröffnet der Band Horizonte einer Welt-Theater-Geschichte. Fiebach versteht Theater als ein globales Feld kultureller Praktiken und zeigt Widersprüche und Brüche theatergeschichtlicher Linien als Langzeitprozesse, die Geschichte mit Brisanz in die Gegenwart hinein verlängern. Joachim Fiebach geboren 1934 in Berlin, ist einer der vielseitigsten, produktivsten und wirkungsmächtigsten international anerkannten deutschen Theaterwissenschaftler. Sein Forschungsschwerpunkt bilden die darstellerischen Kulturen des 20. Jahrhunderts in Europa und Afrika. Seine Forschungsgebiete umfassen die westliche Avantgarde, das frühe sowjet-russische Theater, das afrikanische Theater und die Arbeit Wole Soyinkas, Arbeiten zu Brecht, Piscator, Heiner Müller und dem Theater in der DDR. Als Gastprofessor lehrte er in Tansania, Nigeria, USA, Kanada und Österreich. Buchpublikationen (Auswahl): Kunstprozesse in Afrika. Literatur im Umbruch, Berlin 1979; Die Toten als die Macht der Lebenden. Zu Theorie und Geschichte des Theaters in Afrika, Berlin/Wilhelmshaven 1986; Insel der Unordnung. Fünf Versuche zu Heiner Müllers Theatertexten, Berlin 1990; Von Craig bis Brecht, Berlin 1991; Keine Hoffnung Keine Verzweiflung. Texte zur Theatralität und Theaterkunst, Berlin 1998; Herrschaft des Symbolischen. Bewegungsformen gesellschaftlicher Theatralität. Europa - Asien - Afrika, Berlin 2002 (Hg. mit Antje Budde); Manifeste Europäischen Theaters. Grotowski bis Schleef, Recherchen 13, Berlin 2003, Recherchen 114, Berlin 2014.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 21.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957490568
    Verlag: Verlag Theater der Zeit
    Größe: 6887 kBytes
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Welt Theater Geschichte

Vorbemerkung

ERSTER TEIL
DIE VORMODERNE

Kapitel ITheatrale Lebensgestaltung

Daseinsdeutung historisch früher Gesellschaften

Macht des Ideologischen

Theatralität des mythisch-religiösen Denkens

Kapitel IITheater als besonderes gesellschaftliches Feld

Das ästhetische Interesse

Formen des Ausdifferenzierens von Theater

Das Theater der Oral Performance

Geschichten der Herausbildung komplexen Theaters

Antike Tragödie und Wege zum N

Kapitel IIIIdeologisches Potenzial und ästhetische Strategien

Tragödie und Alte Komödie in der demokratischen Polis Athen

Argumentativ-reflexives Denken, vor-geschriebenes Theater

Reflexionen unauflösbarer Widersprüchlichkeit: N -Theater

Krisen des Besonderen in einer geschlossenen Welt: Japans Kabuki

Pragmatische Einordnung des Individuellen: Klassisches Theater in China

Das Epische als Darstellungs- und Kommunikationsprinzip

Religiöses Theater des europäischen Mittelalters

Kapitel IVDas Widersprüchliche der Dinge

Das Komisch-Lächerliche und das Ernste

Lachen mit den Toten in Ozeanien

Weise Clowns und aggressive Frauen (Afrika)

Tanzende Totengeister im Südwesten Nordamerikas

Profanes und Heiliges im europäischen Mittelalter

Variationen komischen Theaters

Verkehrungsrituale in Afrika und Amerika

Verkehrungstheatralität im europäischen Mittelalter

ZWEITER TEIL
DER HISTORISCHE KAPITALISMUS IN EUROPA
(16. - 18. JAHRHUNDERT)

Kapitel IDie Ordnung der Welt als geordnetes Theater

"Illusionistische" Perspektiv- oder Bildbühne

Das aristotelisch regelmäßige Drama

Modernes wissenschaftliches Denken

Das Literarische als das Theater

Buchdruck mit mechanischen Lettern

Anschauungsverzicht und abstrahierendes Denken

Frühkapitalistische und nationalstaatliche Ordnung der Dinge

Kapitel IIEine andere Moderne I: Shakespeare

Unregelmäßiges Theater im elisabethanischen England

Neues Verhalten zur Welt

Vielschichtig-dissonantische Realitäten

Kapitel IIIAmbivalenzen der neuen Ordnung

Bürgerlich-puritanische Revolution

Die Dialektik der neuen Realitäten: Sein und Schein

Kapitel IVBürgerliche Indienstnahme des Theaters

Ein geordnetes Theater für die bürgerliche Ordnung

Das einzigartige Individuum und seine (Theater-)Identität

Verbergen des Theaters/s

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