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Wie? Wofür? Wie weiter? Ausbildung für das Theater von morgen

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2014
  • Verlag: Verlag Theater der Zeit
eBook (ePUB)
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Wie? Wofür? Wie weiter?

Unsere Theaterlandschaft ist in den vergangenen Jahren vielfältiger, offener, internationaler geworden. Bildungseinrichtungen, die für künstlerische Berufe am Theater ausbilden, müssen auf diese Veränderungen reagieren - und zugleich antizipieren, wohin sich die Theaterlandschaft künftig entwickeln wird, um ihre Absolventen fit für das Theater von morgen zu machen, aber auch für neue Aufgabenfelder in Rundfunk, Film, Fernsehen und in den digitalen Medien. Auf Einladung der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg und der Dramaturgischen Gesellschaft diskutierten im Oktober 2012 zahlreiche Vertreter von Theaterhochschulen, Theaterpraktiker und Studierende aus dem In- und Ausland über die Herausforderungen, vor denen die künstlerische Ausbildung heute steht: Für welches Theater bildet man eigentlich aus - für welche Kunst, aber auch für welchen Markt? Wie bildet man aus? Welche Voraussetzungen, Fähigkeiten und Kenntnisse benötigen heutige Absolventen für das Theater von morgen und seine verschiedenartigen Produktionsformen? Mit welchen Fort- und Weiterbildungsangeboten kann man angehende Theatermacher in ihrer künstlerischen Entwicklung unterstützen? Welche Auswirkungen haben die europäischen Harmonisierungsprozesse im Bereich der Hochschulbildung auf die künstlerische Ausbildung? Der vorliegende Band dokumentiert die Impulsvorträge und Podiumsgespräche der Konferenz und stellt unterschiedliche Ausbildungskonzepte vor. Mit Beiträgen von Wolfgang Engler, Marijke Hoogenboom, Bernd Stegemann, Kathrin Tiedemann, Hasko Weber u. a.

Hans-Jürgen Drescher ist Künstlerischer Direktor und Geschäftsführer der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Christian Holtzhauer ist Dramaturg und Projektleiter am Schauspiel Stuttgart, Vorsitzender der Dramaturgischen Gesellschaft und künstlerischer Leiter des Kunstfestes in Weimar.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 01.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957490018
    Verlag: Verlag Theater der Zeit
    Serie: Recherchen Bd.105
    Größe: 1175kBytes
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Wie? Wofür? Wie weiter?

VORWORT DER HERAUSGEBER

Die deutschsprachige Theaterlandschaft ist in den vergangenen Jahren vielfältiger, offener, internationaler geworden. Insbesondere vom freien Theater ausgehend, haben sich neue Darstellungsformen etabliert, die heute ebenso unverzichtbar zu unserer Vorstellung davon, was Theater ist, gehören, wie die Auseinandersetzung mit den Klassikern der Theaterliteratur und der Ensemble- und Repertoirebetrieb. Zugleich hat sich die Art und Weise, wie wir Theater produzieren und wie die künstlerische Arbeit organisiert und sozial abgesichert wird, spürbar verändert: Die Zahl längerfristig angestellter Künstler an den Theatern ist deutlich zurückgegangen, während die Mobilität innerhalb der Theaterlandschaft weiter zunimmt. Viele Theatermacher ziehen es vor, unabhängig von Institutionen zu arbeiten, müssen dafür jedoch oftmals prekäre Verhältnisse in Kauf nehmen.

Bildungseinrichtungen, die für künstlerische Berufe am Theater ausbilden, müssen auf diese Veränderungen reagieren. Sie müssen ihre Studierenden nicht nur auf das weitgefächerte Spektrum der verschiedenen bereits jetzt existierenden Theaterformen vorbereiten, sondern stehen zugleich vor der Herausforderung, zu antizipieren, wohin sich die Theaterlandschaft und die Beschäftigungsmöglichkeiten in den darstellenden Künsten noch entwickeln werden, um ihre Absolventen fit für das Theater von morgen zu machen. Denn wer über künstlerische Ausbildung für das Theater spricht, spricht immer auch über die Zukunft des Darstellens und Praktiken des Darstellens etwa in den neuen Medien oder im Film.

Wie also bildet man am besten aus? Weniger in der Hoffnung, konkrete Antworten auf diese Frage produzieren zu können, als vielmehr angetrieben von dem Wunsch, überhaupt erst einmal den Gedankenaustausch zwischen den öffentlichen Theaterhochschulen im deutschsprachigen Raum zu beleben, organisierten die erst vor wenigen Jahren gegründete Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg (ADK) und die Dramaturgische Gesellschaft Berlin (DG) gemeinsam eine Konferenz zu den Perspektiven der Ausbildung in den darstellenden Künsten. Unter den Fragestellungen "Wie? Wofür? Wie weiter?" trafen sich vom 4. bis zum 6. Oktober 2012 Dozierende und Studierende deutschsprachiger Theaterhochschulen, Theaterpraktiker, Experten aus anderen Disziplinen sowie Vertreter von Kunsthochschulen aus dem europäischen Ausland, um zu diskutieren, vor welchen Herausforderungen die künstlerische Ausbildung heute steht: Für welches Theater bildet man eigentlich aus – für welche Kunst also, aber auch für welchen Markt? Wie bildet man am besten aus? Welche Voraussetzungen, Fähigkeiten und Kenntnisse benötigen junge Künstler bereits jetzt – angesichts der verschiedenartigen Erscheinungs- und Produktionsformen von Theater, die wir bereits heute verzeichnen, sowie den daraus resultierenden Beschäftigungsverhältnissen? Wie ermächtigt man angehende Künstler, selbst herauszufinden, welcher Weg, welche Ästhetik, welche Arbeitszusammenhänge für sie die richtigen sind, und diese dann zu beschreiten, bzw. zu praktizieren? Wie begleitet man junge Künstler bei ihren ersten beruflichen Schritten? Mit welchen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen kann man sie in ihrer künstlerischen Entwicklung unterstützen? Welche Auswirkungen haben schließlich die europäischen Harmonisierungsprozesse im Bereich der Hochschulbildung für die künstlerische Ausbildung?

Mehrere Beobachtungen erwiesen sich schließlich als ausschlaggebend für die Programmgestaltung der Konferenz: Zum einen das zun

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