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Das antike Drama - Politik auf der Bühne bei Aischylos, Euripides, Sophokles und Aristophanes von Müller, Ullrich (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.02.2014
  • Verlag: Science Factory
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Das antike Drama - Politik auf der Bühne bei Aischylos, Euripides, Sophokles und Aristophanes

Fachbuch aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Literaturwissenschaft - Allgemeines, , Sprache: Deutsch, Abstract: In der griechischen Antike wurden viele Grundsteine für die Gegenwart gelegt: Neben klassischer Architektur und Demokratie entwickelte sich auch das literarische Drama in dieser Epoche. Auch Jahrhunderte später noch griffen Schriftsteller wie z. B. Goethe immer wieder auf Stoff und Form des antiken Theaters zurück. So ist es für das Verständnis unserer Literaturgeschichte auch heute unumgänglich, die Entstehung des Dramas zu kennen und zu verstehen. Dieses Buch untersucht die verschiedenen Formen des griechischen Dramas. Vertreten sind dabei sowohl Aischylos, Euripides und Sophokles mit ihren Tragödien, aber auch Aristophanes und die Anfänge der Komödie werden beleuchtet. Eine Ausführung zur Bedeutung des Chors rundet den Band ab. Aus dem Inhalt: Aischylos' 'Der Perserkönig', Euripides' 'Iphigenie bei den Taurern', Gesellschaftlich-politische Prinzipien bei Sophokles, Aristophanes und die athenische Demokratie in der komischen Kritik, Bedingungen des Metatheaters, Der Chor in der griechischen Antike

Tekin, Habib. Euripides und Goethes Iphigenie im Vergleich. Goethes Umgang mit der Antike. Mannheim: Grin, 2012. (ISBN 978-3-656-19491-0). Tekin, Habib. Wie beeinflusst das Vater-Sohn-Verhältnis das tragische Ende des Kindes in der Ballade "Erlkönig" von Johann Wolfgang von Goethe? Mannheim: Grin, 2010. (ISBN 978-3-640-85501-8). Tekin, Habib. Ottilies Tod - Entsagung, Entbehrung, Resignation in Goethes Wahlverwandtschaften. Mannheim: Grin, 2011. (ISBN 978-3-640-85443-1). Tekin, Habib. Melancholie oder Leidenschaft? Ein psychoanalytischer Versuch zur Genese und Deutung der Krankheit Werthers in Goethes 'Die Leiden des jungen Werthers". Selbstmordsgründe: Melancholie oder Leidenschaft? Mannheim: Grin, 2015. (ISBN 978-3-656-97055-2). Tekin, Habib. Welche Entwicklungen der Liebesbeziehung zeichnen sich bei Erec und Enite in Hartmanns von Aue "Erec" aus?. Mannheim: Grin, 2011. (ISBN 978-3-640-85502-5). Tekin, Habib. Die Genese der Minne in Gottfried von Straßburg's Tristan und die Rolle des Minnetranks. Mannheim: Grin, 2015. (ISBN 978-3-656-89568-8). Tekin, Habib. King Lear - Sympathielenkung und Schuldfrage in Shakespeares King Lear. Mannheim: Grin, 2011. (ISBN 978-3-656-08443-3). Tekin, Habib. Power Relations in Shakespeare's Macbeth. Belief in Prophecies as the Cause for Protagonist's Raise and Fall; Success and Madness. Mannheim: Grin, 2014. (ISBN 978-3-656-75674-3). Tekin, Habib. Die semantische Ausdeutung der Begriffe "Subjekt", "Ordnung" und "Macht" im Diskurskonzept von Foucault. Mannheim: Grin, 2015. (ISBN 978-3-656-96833-7). Tekin, Habib. Quantitative Analyse der Anglizismen in Korpora. "stylen, pimpen, tunen". Mannheim: Grin, 2011. (ISBN 978-3-656-19400-2). Tekin, Habib. Deskriptive, quantitative und mathematische Analyse von Facebook in der Ära der Zeitschriften. Mannheim: Grin, 2011. (ISBN 978-3-656-08442-6). Tekin, Habib. Sprachwandel oder Sprachverfall - Anglizismeneinfluss ins Deutsche. Mannheim: Grin, 2011. (ISBN 978-3-640-85503-2). Tekin, Habib. Second Language Acquisition- Do learners of L3 approach it from L1 or L2?. Results of a survey in a Mannheimer school. Mannheim: Grin, 2010. (ISBN 978-3-640-85570-4). Tekin, Habib. Language Contact in Early Modern English. Standardisation of English. Mannheim: Grin, 2013. (ISBN 978-3-656-58899-3). Tekin, Habib. Scandinavian Influence on Early Middle English. The Ormulum's Writing as Evidence for Language Change. Mannheim: Grin, 2013. (ISBN 978-3-656-93322-9).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 213
    Erscheinungsdatum: 25.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783656602866
    Verlag: Science Factory
    Größe: 536kBytes
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Das antike Drama - Politik auf der Bühne bei Aischylos, Euripides, Sophokles und Aristophanes

Einleitung
In einer Rezension zu einem Roman ist bezüglich des Protagonisten folgendes zu lesen:
"Veredelt wird der Edelnazi auch durch das intertextuelle Spiel des Romans mit der des Aischylos, das noch viele Doktorarbeiten alimentieren wird. Aue als Orest, die beiden Polizisten, die Aue als Muttermörder überführen, in der Rolle der Erinnyen (auf Deutsch der "Wohlgesinnten"), die Zwillingsschwester Una, der Aue inzestuös verfallen ist, als Elektra und so weiter – all das sind hochkulturelle Köder, nach denen die Interpreten schnappen wie der Fisch nach dem Wurm an der Angel. Doch das literaturgeschichtliche Veredelungsprogramm mag noch so virtuos inszeniert sein. Seine Botschaft ist zweifelhaft: Wenn Aue ein antiker Held oder diesem doch vergleichbar ist, hat seine Tragik mythologische Ausmaße. Sie ist schicksalsgegeben, unerreichbar für die christliche Verantwortungsethik. " [1]
Die Autorin geht offenkundig von einem zweigeteilten Bild von Verantwortung im modernen und im antiken Sinne aus. Auf der einen Seite die intersubjektiv nachvollziehbare moderne Logik von Handlung und Wirkung und auf der anderen Seite die qua Fatum prädestinierte antike Tragik. Ein moderner Kriegsverbrecher trägt die volle Verantwortung für sein Wirken, das er durch eigene Entscheidungen bestimmt hat, während der antike Held dem Wirken höherer Mächte ausgeliefert und somit schuldunfähig ist.
Während also die moderne Welt dem Subjekt – auch unter Extrembedingungen – volle Schuldfähigkeit zumißt und zumessen muß, um sich von der Barbarei des blinden Wütens der menschlichen Natur abzusetzen, ist der griechische Held – und wenn dieser, dann doch wohl erst recht der Barbar im griechischen Sinne – schon durch sein Barbar-sein von aller Schuld rein. Es tut sich ein Spannungsfeld zwischen der modernen Rechtskonstruktion der Schuldfähigkeit des mündigen Individuums und der postulierten antiken Vorstellung von prädestinierender Einmischung höherer Mächte auch in die tiefsten Sphären menschlichen Fühlens und Denkens auf.
Hier wird gleichsam im antik-modernen Brückenschlag eine Frage angesprochen, die die Menschen seit jeher beschäftigt und die Leitmotiv dieser Untersuchung von " Die Perser" des Aischylos sein soll: Wieviel Schuld trägt der Mensch – im Fall der vorliegenden Untersuchung speziell der Xerxes` des Aischylos – an seinen Handlungen und deren Konsequenzen. Während der moderne Mensch aus Gründen der Gesellschaftsraison mehr Verantwortung tragen muß als er möglicherweise kann, ist diese Frage aus antiker Sicht, so scheint es, sehr viel offener.
Diese universelle Frage soll in der vorliegenden Untersuchung im Sinne der Zeitgenossen des Aischylos betrachtet werden, das heißt, daß "Die Perser" hier nicht als Beitrag zum generellen Prozeß der menschlichen Selbsterkenntnis, sondern als Mittel zum Verständnis antiker Vorstellungen dienen werden.
Um jedoch von einer Frage von moralischem Charakter zu einer von historisch-analytischem zu gelangen, muß, statt von Schuld, von Verantwortung die Rede sein, da dieser Terminus die Ursächlichkeit von Konsequenzen in den Handlungen eines klar definierbaren Subjekts hervorhebt. Ein modernes populäres Antikenbild, wie es etwa die oben zitierte Autorin vertritt, soll damit kritisch hinterfragt werden.
Als Analyseinstrument dient der Untersuchung eine Synthese der vorzustellenden Thesen von Rosenbloom und Schmitt zur griechischen Tragödie im Allgemeinen und zu " Die Perser&ldq

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