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Der Briefwechsel von Reich-Ranicki, Marcel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.03.2015
  • Verlag: Wallstein Verlag
eBook (ePUB)
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Der Briefwechsel

Der große Kritiker und der große Lyriker - ihre Briefe dokumentieren lebhaftes literarisches Leben. Die FAZ plant einen Vorabdruck. 287 Briefe schrieben sich Peter Ru?hmkorf und Marcel Reich-Ranicki. 1973 u?bernahm Reich-Ranicki das Ressort Literatur und literarisches Leben in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und rief ein Jahr später die Frankfurter Anthologie ins Leben, die er bis zu seinem Tode betreute. Damit setzte er Maßstäbe im deutschsprachigen Feuilleton. Zu den bedeutenden Autoren, die Reich-Ranicki für die Mitarbeit in der FAZ gewann, zählte Peter Ru?hmkorf - er schrieb für die Zeitung von 1974 bis 2006. Es geht in diesem Briefwechsel um die Arbeit - Arbeit mit Büchern, Themen, Texten. Und es geht um Literaturgeschichte und auch Politik der alten Bundesrepublik und ihres Wandels nach 1989. Rühmkorf kündigte krachend die Arbeitsbeziehung 1995 wegen Reich-Ranickis Umgang mit dem Roman "Ein weites Feld' von Günter Grass. Nach 5 Jahren versöhnten sie sich - sie wussten beide, was sie voneinander halten sollten und wollten. Beide sind glänzende Briefeschreiber, egal worüber sie sich gerade austauschen oder worüber sie sich beim jeweils anderen beschweren, beklagen, egal ob sie loben oder schimpfen.

Die Autoren: Marcel Reich-Ranicki (1920-2013) gilt als einflussreichster deutschsprachiger Literaturkritiker seiner Zeit. Vor allem durch seine Auftritte in der Fernsehsendung "Das Literarische Quartett' wurde er berühmt. Mit seiner Autobiographie "Mein Leben' (1999) verfasste er einen Bestseller. Peter Rühmkorf, (1929-2008), studierte zunächst Pädagogik und Kunstgeschichte, später Germanistik und Psychologie. Von 1951 bis 1956 gab er zusammen mit Werner Riegel die Literaturzeitschrift "Zwischen den Kriegen' heraus. Sein literarisches Debüt erfolgte mit dem Gedichtband "Heiße Lyrik'. Ab 1969 war er Gastdozent an zahlreichen Universitäten, er war Mitglied der Gruppe 47, des P.E.N. sowie der Akademie der Künste (Berlin) und der Freien Akdamie der Künste in Hamburg. Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Irdisches Vergnügen in g' (1959), 'Die Jahre, die Ihr kennt' (1972), 'Der Hüter des Misthaufens. Aufgeklärte Märchen' (1983) Für seine Werke wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis (1979), dem Arno-Schmidt-Preis (1986), dem Georg-Büchner-Preis (1993), dem "Hoffmann-von-Fallersleben-Preises für zeitkritische Literatur' (2000) und der Carl-Zuckmayer-Medaille (2000). Die Herausgeber: Christoph Hilse, geb. 1970, arbeitet im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Im Auftrag der Arno Schmidt Stiftung erschließt er den Nachlass von Peter Rühmkorf. Stephan Opitz, geb. 1951, studierte in Freiburg/Br. Bis 1999 leitete er das Nordkolleg Rendsburg und arbeitet jetzt im schleswig-holsteinischen Ministerium für Bildung und Kultur sowie als Lehrbeauftragter an der Universität Kiel. Zusammen mit Joachim Kersten Testamentsvollstrecker nach Peter Rühmkorf. Veröffentlichung u.a.: Peter Rühmkorf. Jazz & Lyrik. Aufnahmen 1976-2006 (Hg., 2009).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 334
    Erscheinungsdatum: 02.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783835327092
    Verlag: Wallstein Verlag
    Größe: 3191 kBytes
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Der Briefwechsel

41. Peter Rühmkorf an Marcel Reich-Ranicki

Hamburg, d.14.1.76

Lieber Herr Ranicki,

muß leider nochmal auf Lese und bin erst am 21.1. wieder am Ort. Der Ringelnatz ist im Gepäck. Reisedichter unter sich. Hebbel muß ganz und gar nicht sein - es war nur gerade so eine Idee, als ich noch erhitzt vom Lesen war. Bin im letzten Drittel allerdings mächtig wieder abgekühlt.

Cordialmente permanente

Ihr Peter Rühmkorf

Maschinenschriftlich, 1 S.A4

muß leider nochmal auf Lese: Lesereise vom 15.1. bis 19.1.1976 Zürich, Bern und Stuttgart

42. Peter Rühmkorf an Marcel Reich-Ranicki

Hamburg, d. 9.2.76

Lieber Herr Ranicki,

hier ist endlich der Ringelnatz. Bißchen lang vielleicht wieder mal, aber dafür könnte man den Text dann ja auch noch mit einem Karikatürchen hier oder dort anreichern. Im Rowohlt-Büchlein ist freilich nichts Rechtes.

Soviel in Eile. Nein! dies noch: bitte auf keinen Fall vorm 19. Februar drucken - eine Kurzfassung geht noch über den SFB!!!

Herzlichst

Ihr Peter Rühmkorf

Maschinenschriftlich, 1 S.A4

mit einem Karikatürchen ... anreichern: Der Abdruck von Peter Rühmkorfs Ringelnatz-Essay (vgl.Brief 15) wurde mit einer Ringelnatz-Porträtzeichung von Walter Trier illustriert (vgl.Lothar Lang (Hg.), Das große Trier-Buch, München 1974).

Kurzfassung ... über den SFB: Im Nachlaß ist keine Ringelnatz-Sendung aus dieser Zeit nachzuweisen.

43. Marcel Reich-Ranicki an Peter Rühmkorf

10.III.1976FRANKFURT AM MAIN

PETER RUEHMKORFOEVELGOENNE 50(2) HAMBURG/52

ERBITTE DRINGEND RUECKSENDUNG DER BUECHER VON HACKS. WARTE SEHNSUECHTIG AUF IHREN BENN HERZLICH REICH-RANIKKI

Telegramm

44. Peter Rühmkorf an Marcel Reich-Ranicki

Hamburg, den 17.3.76

Lieber Herr Ranicki,

leider noch kein Ms. diesmal, ich bin noch so ins neue Rowohlt Literatur-Magazin verstrickt, daß mir jede freie Puste fehlt. Auf meiner/Ihrer Liste stehn also jetzt: van Hoddis o.ä., Benn-Taschenbücher und Biermann-Platte - recht so? Anbei im übrigen ein kleiner Komma-Fehler Ihres Honorarverarbeitungsautomaten. Er hat anscheinend beim Endler gespart, was Sie mir beim Ringelnatz draufgebuttert haben. Die Hackse sind am letzten Montag an Sie abgegangen. Vom Verlag aus. Wenn Sie gelegentlich mit Herrn Ueding korrespond- oder telefonieren, grüßen Sie ihn doch aufs schönste und ich ließe nochmal privat von mir hören. Da die Welt als ganze ja ziemlich heillos ist, soll man wenigstens versuchen, ein paar geistig-gesellige Fäden drumherum zu schlingen.

In alter Herzlichkeit

Ihr Peter Rühmkorf

Maschinenschriftlich, 1 S.A4

ins neue Rowohlt Literatur-Magazin verstrickt: Peter Rühmkorf war zusammen mit Hermann Peter Piwitt Herausgeber von Literaturmagazin 5, Das Vergehen von Hören und Sehen. Aspekte der Kulturvernichtung. Reinbek 1976

van Hoddis o.ä.: vgl. Peter Rühmkorf, Zur Teilnahmslosigkeit erstarrt. Über Jakob van Hoddis' Gedicht "Weltende", in: FAZ, 28.8.1976 (Frankfurter Anthologie)

Benn-Taschenbücher: Gottfried Benn, Gesammelte Werke, hg. von Dieter Wellershoff. München 1975; vgl.P

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