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J.R.R. Tolkien Der Mann, der 'Herr der Ringe' und den 'Hobbit' erschuf von Coren, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.10.2012
  • Verlag: Heel Verlag
eBook (ePUB)
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J.R.R. Tolkien

Wer ist der beste englischsprachige Schriftsteller?' so lautete zur Jahrtausendwende die Frage in unzähligen Leserbefragungen. Die einhellige Antwort: J.R.R. Tolkien, der Schöpfer von 'Der kleine Hobbit' und der 'Herr der Ringe'Trilogie. 1999 wurde Tolkiens bekanntestes Werk, das von den spannenden Abenteuern des Hobbits Frodo berichtet, in der Amazon.comKundenbefragung sogar zum 'Buch des Jahrhunderts' gewählt. Doch wer ist der Mann, dessen Werke in über 25 Sprachen übersetzt wurden und der Millionen Fans in aller Welt begeistert? Der kanadische Autor Michael Coren zeichnet in dieser liebevoll bebilderten Biographie das bewegte Leben des Mannes hinter dem Mythos nach: seine ersten Lebensjahre in Südafrika, den tragischen frühen Tod seiner Eltern, Tolkiens Kindheit in England, seine große Liebe Edith und das Leben mit seinen Kindern. Lesen Sie über Tolkiens Jahre an der Universität Oxford, den literarischen Durchbruch, der sein Leben verändern sollte, und lernen Sie den Mann kennen, der über 50 Millionen Leser und im Dezember 2001 auch zahllose Kinogänger des lang erwarteten ersten Teils der aufwändig verfilmten Trilogie 'Der Herr der Ringe Die Gefährten' verzaubert!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 134
    Erscheinungsdatum: 16.10.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783868526714
    Verlag: Heel Verlag
    Größe: 9461 kBytes
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J.R.R. Tolkien

ENN wir an Südafrika denken, denken wir an einen aufgewühlten und zerstrittenen Staat. Und genau das ist er auch. Aber unzählige Jahre lang war es noch viel schlimmer, als ein schreckliches und ungerechtes System die Macht innehatte, das wir unter dem Namen Apartheid kennen. Innerhalb dieses Systems wurden schwarze Menschen ohne Grund verhaftet, eingesperrt und mitunter auch ermordet. Nun, wo der Apartheid ein Ende bereitet wurde, befindet sich dieses wunderschöne Land in einem Prozess der Heilung, die aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, denn der Weg dorthin ist weit.

Tatsächlich hat Südafrika im Laufe seiner Geschichte selten Zeiten der Ruhe und des Friedens erlebt, was zuerst an den Stammeskriegen und anschließend an der Invasion durch die Europäer lag. Und sicherlich waren die Zeiten auch nicht gerade friedlich, als am 3. Januar 1892 John Ronald Reuel Tolkien in Bloemfontein in der Provinz Orange Free State geboren wurde.

Schon zu dieser Zeit war Südafrika zwischen mehreren Bevölkerungsgruppen aufgeteilt: zwischen Menschen mit schwarzer, brauner und weißer Hautfarbe. Und die letzteren waren es auch, die - obwohl zahlenmäßig in der Minderheit - die stärkste Macht im Land darstellten. Es war jene Bevölkerungsschicht, in die J.R.R. Tolkien hineingeboren wurde.

Um genau zu sein, waren es vor allem zwei weiße Gruppen, die das Land besiedelt und erschlossen hatten: Briten und die ehemals europäischen Afrikaner. Die weißen Afrikaner waren für gewöhnlich niederländischer Abstammung, allerdings fand man unter ihnen auch deutsche und französische Protestanten, die damals als Hugenotten bekannt waren. Sie benutzten eine Sprache, die dem Holländischen ähnelt, die aber auch einige Brocken anderer europäischer Sprachen enthielt und durch die zahlreichen afrikanischen Dialekte angereichert wurde. Diese weißen Afrikaner waren schon früh im 17. Jahrhundert nach Südafrika gekommen, doch die Briten hatten dann die komplette Region im 19. Jahrhundert erobert.

So lebten beide Gruppen mehr recht als schlecht nebeneinander und waren jederzeit bereit, aufeinander loszugehen. Die Spannungen eskalierten in blutigen Konflikten, die als die "Burenkriege" bekannt wurden.

Es hat schon etwas Ironisches, dass Tolkien, der in seinem Benehmen und in seiner Ausstrahlung so absolut britisch war, so weit von England entfernt geboren wurde. Der Grund dafür waren natürlich seine Eltern, Arthur Reuel Tolkien und Mabel Suffield, die aufgrund von Arthurs beruflicher Tätigkeit nach Afrika kamen.

Arthur Reuel Tolkien hatte als Banker bei der Lloyds Bank in Birmingham, einer großen Stadt im Westen Englands, gearbeitet. Eine Tätigkeit, für die er wie geschaffen war und die auch gut bezahlt wurde. Doch der robuste und ambitionierte Arthur sah seine größten Karrierechancen in den Kolonien, und als er 1890 ein Angebot von der Bank of South Africa erhielt, griff er ohne zu Zögern zu und bekam zunächst einen durchaus prestigeträchtigen Posten, bevor er schließlich sehr viel später selber der Leiter einer großen Zweigstelle dieser Bank werden sollte.

Und wie war es mit Arthurs Frau Mabel? Sie war eine attraktive und intelligente junge Dame, die schon als Teenager ihren späteren Ehemann kennen lernte. Sie akzeptierte seinen Heiratsantrag im Alter von 18 Jahren, als er bereits 33 war. Doch aufgrund ihrer Jugend zögerte Mabels Familie die Heirat so lange hinaus, bis sie selbst älter und reifer geworden war. Während dieser Zeit durfte Mabel ihren Zukünftigen nur selten sehen, doch sie nahm es hin und wartete. Arthur und Mabel schrieben sich oft und trafen gelegentlich bei Gesellschafts- und Tanzabenden in Birmingham aufeinander. Mehr geschah nicht, schließlich befand man sich im viktorianischen England, und in London mochten die Uhren vielleicht langsam anders gehen, aber sowohl in den Vororten als auch im Binnenland und im Norden Englands wurden die Dinge noch immer sehr genau und recht steif betrac

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