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Management von Leistungsausgaben - Der Risikostrukturausgleich und die Steuerung der Risikostruktur Studienarbeit von Niejahr, Andreas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.06.2006
  • Verlag: GRIN Verlag
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Management von Leistungsausgaben - Der Risikostrukturausgleich und die Steuerung der Risikostruktur

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Pflegemanagement / Sozialmanagement, Note: 2,3, Hochschule Wismar (University of Technology, Business and Design), Veranstaltung: Krankenversicherungsmanagement, 69 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Risikostrukturausgleich dient als finanzieller Ausgleichsmechanismus in sozialen Krankenversicherungssystemen zwischen den Krankenkassen. Um die Risikoselektion der Krankenkassen zu mindern, bezahlen die Kassen mit einer guten Risikostruktur ihrer Versicherten Ausgleichszahlungen an Versicherer mit schlechterer Risikostruktur.
Diese Arbeit dient als Überblick für den Weg zum Risikostrukturausgleich sowie über die gesamten Inhalte des Risikostrukturausgleiches, wobei auch auf seine Reformierung ausführlich eingegangen wird. Dabei werden auch die Disease-Management-Programme und der Risikopool beschrieben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 57
    Erscheinungsdatum: 14.06.2006
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783638510172
    Verlag: GRIN Verlag
    Serie: Akademische Schriftenreihe Bd.V56293
    Größe: 429kBytes
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Management von Leistungsausgaben - Der Risikostrukturausgleich und die Steuerung der Risikostruktur

3 Risikostrukturausgleich 1994

3.1 Bedeutung des Risikostrukturausgleichs

Der RSA wurde im Rahmen des Gesetzes zur Sicherung und Strukturverbesserung der GKV (Gesundheitsstrukturgesetz, GSG) vom 21. Dezember 1992 eingeführt. Aufgabe des GSG war es, die finanzielle Grundlage der GVK zu sichern und Beitragssatzstabilität zu erreichen. [16] Der RSA diente dem Erhalt der Solidarität bei der Einführung der Kassenwahlfreiheit der GKV. [17] Die Kassenwahlfreiheit für die Versicherten war ein entscheidender Schritt für mehr Wettbewerb im System der GKV und mehr Chancengleichheit der Versicherten. Vor Einführung des GSG existierte ein System von Zuweisungsklassen, zu denen alle Krankenkassen außer den Ersatzkassen gehörten. Viele Versicherte hatten nicht das Recht, von der für sie zuständigen Pflichtkasse in eine beitragsgünstigere Kasse zu wechseln.

Bei den Zuweisungskassen waren die Ortskrankenkassen für die Versicherungspflichtigen verantwortlich, für die keine andere Kasse zuständig war. Die Betriebs- und Innungskrankenkassen, die landwirtschaftlichen Krankenkassen, die Bundesknappschaft und die See-Krankenkasse waren für gesetzlich genau umschriebene Versichertenkreise zuständig, wobei insbesondere Versicherte der See-Krankenkassen, der Bundesknappschaft und der landwirtschaftlichen Krankenkassen kein Kassenwahlrecht hatten. Die Zuständigkeit der Ersatzkassen ergab sich aus ihren Satzungen und umfasste z. T. Arbeiter und z. T. Angestellte. [18]

Dem Gesetzgeber ging es unter anderem darum, die unverändert bestehenden Wirtschaftlichkeits- und Finanzierungsprobleme der GKV zu beheben und zwar nicht, wie in vorherigen Gesetzen, durch Kurieren der Symptome, sondern durch Bekämpfung der Ursachen.

Diese wurden vor allem im fehlenden Wettbewerb gesehen. [19] Mit der Schaffung einer neustrukturierten Wettbewerbsordnung sollten für alle Beteiligten, speziell für die Krankenkassen, Anreiz geschaffen werden, sich effizienter zu verhalten.

Durch das Instrument der Kassenwahlfreiheit wurden die Versicherten in ihren Entscheidungsmöglichkeiten deutlich besser gestellt.

Um jedoch die Beitragsdifferenz angesichts der historisch gewachsenen Strukturunterschiede zwischen den Krankenkassen in Grenzen zu halten, wurde die Einführung der Kassenwahlfreiheit durch den RSA ergänzt. [20]

Aufgrund des Nebeneinanders von gesetzlichen Zuweisungs- und nur für bestimmte Personenkreise wählbaren Ersatzkassen in der Vergangenheit hätten die historisch gewachsenen Risikostrukturen innerhalb der einzelnen Krankenkassen keine gleichen Startchancen garantiert.

Die Ziele, die der Gesetzgeber mit der Einführung des RSA verfolgte, waren eine gerechtere Beitragsbelastung der Versicherten und der Arbeitgeber im Sinne einer Umverteilung von Einnahmen auf Krankenkassen mit höheren Versicherungsrisiken und der Abbau von historisch bedingten Wettbewerbverzerrung zwischen den Krankenkassen. [21] Um im Wettbewerb als Folge der Kassenwahlfreiheit die Höhe des Beitragssatzes einer Krankenkasse auch als Ausdruck für ihre Effizienz bewerten zu können, sollte der RSA die durch das Leistungsfähigkeitsprinzip, die Familienmitversicherung und das Bedarfsprinzip in der GVK bestehende Situation der nicht individuellen Risikoäquivalenz in eine annährend risikoäquivalente Situation transferieren. [22]

Ein weiteres Ziel, das durch den RSA verfolgt werden sollte, war die Sicherung der Qualität der Versorgung. [23]

Grundsätzlich können von Anbi

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