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Chipkarten-Anwendungen Entwurfsmuster für Einsatz und Programmierung von Chipkarten von Rankl, Wolfgang (eBook)

  • Verlag: Hanser Fachbuchverlag
eBook (PDF)
31,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Chipkarten-Anwendungen

- Profitieren Sie vom Erfahrungsschatz des Autors, dessen "Handbuch der Chipkarten" längst Standardwerk ist.

- Nutzen Sie die Entwurfsmuster direkt für die zentralen Aufgabenstellungen in Ihrem Projekt.

- Zwei Chipkarten inclusive: Testen Sie die vorgestellten Lösungen direkt mit der im Buch enthaltenen Java Card oder der BasicCard.

Die meisten Chipkarten-Systeme beruhen auf ähnlichen Lösungen. Dennoch wird häufig viel Zeit investiert, um längst bekannte Mechanismen, Abläufe und Prinzipien neu zu erfinden. Dieses Buch zeigt, dass das nicht sein muss, und stellt eine Vielzahl von Entwurfsmustern und Ideen zur Realisierung von Chipkarten-Anwendungen vor.

Mit Hilfe der Musterlösungen für die Spezifikation, die Entwicklung und den Betrieb können Sie Chipkarten-Anwendungen neu entwickeln oder erweitern. Damit lassen sich auch große und komplizierte Chipkarten-Systeme einfach zusammensetzen.

An zahlreichen Fallbeispielen zeigt Wolfgang Rankl typische Lösungsmöglichkeiten und Fehler bei Chipkarten-Anwendungen und -Systemen - Erfahrungen, die Sie direkt in Ihren Projekten umsetzen können.

Der Autor

Der Feinwerktechnik- und Wirtschaftsingenieur Wolfgang Rankl beschäftigt sich seit 1990 beruflich mit Chipkarten und Chipkarten-Betriebssystemen. Der Autor des Standardwerks "Handbuch der Chipkarten" ist bei Giesecke und Devrient, dem größten deutschen Chipkartenhersteller in München, beschäftigt.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 246
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783446408401
    Verlag: Hanser Fachbuchverlag
    Größe: 4858kBytes
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Chipkarten-Anwendungen

Kapitel 2 Chipkarten-Betriebssysteme (S. 11-12)

Das Wesen einer Chipkarte wird weniger durch den implantierten Mikrocontroller als durch das darauf laufende Betriebssystem bestimmt. Erst das Betriebssystem schafft aus einem Stück Plastik mit eingebettetem Prozessor, Speicher und einigen Peripheriemodulen eine vollwertige Chipkarte mit den heute bekannten Einsatzmöglichkeiten. Die aktuellen Chipkarten-Betriebssysteme sind unveränderliche Bestandteile im ROMdes Mikrocontrollers. Sie nutzen große Teile des zur Verfügung stehenden RAMs und einen kleinen Teil des EEPROMs. Nahezu alle gebräuchlichen Chipkarten-Betriebssysteme bauen auf den Festlegungen der ISO/IEC 7816-Normenreihe auf.

Chipkarten-Betriebssysteme lassen sich in native und interpreterbasierte Betriebssysteme einteilen. Native Chipkarten-Betriebssysteme und darauf aufbauende Anwendungen laufen in der Maschinensprache des jeweiligen Zielprozessors ab. Sie sind üblicherweise in der Programmiersprache C erstellt und besitzen weder einen Interpreter noch einen Compiler zur Übersetzung von Programmen in die Maschinensprache des Zielprozessors. Interpreterbasierte Betriebssysteme sind ebenfalls zum Großteil in C geschrieben, die darauf aufsetzenden Anwendungen müssen jedoch nicht in der Maschinensprache des Zielprozessors erstellt werden, sondern können beispielsweise die interpretierte Programmiersprache Java nutzen. Deshalb verfügt diese Art von Betriebssystemen über einen Interpreter zur Umsetzung von Programmen in die Maschinensprache des Zielprozessors. Bekannte Vertreter von interpreterbasierten Betriebssystemen sind die Java Card, BasicCard und Multos.

2.1 Dateiverwaltung (file management)

Die Verwaltung von Dateien ist die zentrale Aufgabe eines Chipkarten-Betriebssystems. Unter Verwaltung versteht man zum einen die Bereitstellung von Lese- und Schreibzugriffen sowie die Anlage und das Löschen von Dateien und zum anderen die Vergabe und Überwachung der Zugriffsrechte. Die Bedeutung der Dateiverwaltung ist gerade deshalb so groß, weil die meisten Chipkarten-Anwendungen dateibasiert sind.

Nahezu alle Dateiverwaltungen von Chipkarten orientieren sich an den Festlegungen der ISO/IEC 7816-4. Diese legt einen maximal möglichen Funktionsumfang fest, der dann bei realen Chipkarten-Betriebssystemen so weit als notwendig implementiert wird.

2.1.1 Dateitypen (file types)

Dem Dateisystem einer Chipkarte liegt immer eine Baumstruktur mit einer Wurzel zugrunde. Das Wurzelverzeichnis einer Chipkarte, also das Analogon zu "c:" auf PCs, hat den Namen MF (master file) und kommt nur ein einziges Mal im Dateibaum der Chipkarte vor. Es hat die Eigenschaften eines Verzeichnisses, kann also keine Daten speichern, sondern nur weitere Verzeichnisse enthalten.

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